Dienstag, 21. November 2017

Was so den Blick auf Reutlingen versperrt...


(Kommentar) ... ist weniger der Steg als vielmehr das Rathaus. Ein jüngstes Auftragsgutachten kommt nun einem Bericht des Reutlinger Generalanzeigers zufolge zu der Emüfehlung, die Funktionen des Technischen Rathauses (das ist der Querriegel zur Lederstraße) auszulagern und vorzugsweise in das Gebäude auf dem Postareal zu verlegen - bestimmt mit der Konsequenz, dass man dann den alten Querriegel abreißt. Denn der schreit geradezu danach, ersetzt zu werden durch eine Giebelzeile an Gebäuden, die sich dann harmonisch in die Skyline der Kernstadt einpasst. Es sei denn, die Stadtverwaltung würde auf der Basis eines neuen Auftragsgutachten zu der dem Gemeinderat nahezubringenden Erkenntnis kommen, dass man den Blick von der Stadthalle auf die Altstadt durch ein weiteres Hochhaus aufwerten müsse. Ein Hochhaus hätte den Vorteil, dass es den Blick auf das andere Verwaltungsgebäude, das das Technische Rathaus um zwei Stockwerke überragt, überdeckt. Natürlich wäre dann auch der Turm der Marienkirche der Skyline entzogen. Kurzum: Wir werden sehen (oder auch nicht). Auf jeden Fall können wir's abwarten.
Bis es soweit ist, werden wohl noch viele, viele Menschen über den Stummelsteg gehen. (RV)

Verlangt nach einer Verlängerung im Giebelmodus, oder?
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

Die Marienkirche von Innen: (K)ein Vergleich zu 1920?




Bildertanz-Quelle:Sammlung Bildertanz/Raimund Vollmer

Montag, 20. November 2017

ZEITZEUGEN: Ein tiefbewegter Nachmittag




Mehr als 250 Bürger aus Walddorf, Häslach und Umgebung kamen gestern in die Gemeindehalle von Walddorfhäslach, um sich in zwei Stunden (und mehr) die Schicksale der Menschen aus unserer Region während des Krieges und in der Besatzungszeit anzuhören. Es war - wie in der Woche zuvor in Altenburg - mucksmäuschenstill im Saal. Es wurde nicht einmal gehustet, so gebannt waren die Zuschauer von den Erzählungen. Einige der Zeitzeugen (wir haben rund 30 Kinder, Jugendliche von damals) interviewt, waren gekommen, um zu sehen, was aus ihren Kamera-Interviews geworden ist. Sie waren sehr aufgeregt gewesen, doch dann überglücklich, als sie merkten, wie gut ihre Geschichten von den Menschen im Saal aufgenommen wurden. Auch wenn die Aufmerksamkeit natürlich emotional besonders den Zeitzeugen aus Walddorf und Häslach galt, nahm die Spannung nicht ab, wenn die anderen zu Worte kamen - aus Altenburg, aus Betzingen, aus Pfullingen, aus Eningen, aus Lichtenstein und natürlich aus der Kernstadt Reutlingen. 
Eine weitere Aufführung ist momentan nicht geplant, kann aber jederzeit aktiviert werden. 
In Walddorfhäslach hatte die Organisation des Sonntagnachmittags der Kulturgüterverein übernommen, der dies unter der Leitung von Erika Armbruster und René Maurer in ausgezeichneter Weise gemeistert hat.
Auch wenn ich als Macher des Films alles andere als neutral oder objektiv bin und die dargestellten Szenen bis zur Genüge kenne, beim Betrachten dieses Films in der Gemeinschaft ist mir manches, was die Menschen in die Kamera erzählt haben, so zu Herzen gegangen, dass ich gegen die Tränen ankämpfen musste. Die Menschen, die hier auftreten, sind - und so das allgemeine Urteil - ganz einfach "echt" (Erika Armbruster), absolut authentisch. Ehrlich, das ist es, was mich ganz besonders stolz macht. Raimund Vollmer

Bildertanz-Quelle:RV

Sonntag, 19. November 2017

HEUTE ZEITZEUGEN-FILM IN WALDDORFHÄSLACH - BEGINN: 15.00 UHR



Wer bei dem schlechten Wetter Lust hat, mal unsere Zeitzeugen zu sehen und zu hören, der ist hiermit herzlich eingeladen, nach WALDDORFHÄSLACH in die Gemeimndehalle zu kommen. (Sie liegt zwischen Walddorf und Häslach, von Walddorf kommend auf der linken Seite). Dort zeigt Raimund Vollmer in Zusammenarbeit mit dem KULTURGÜTERVEREIN den Film "Nachkrieg & Unfrieden" über die Zeit zwischen Bombardierung und Tiefflieger, Einmarsch und Besatzung - mit zum Teil erschütternden, zum Teil aber auch heiteren Erlebnissen. Allein schon zuzuschauen und zuzuhören, wie die Menschen aus unserer Region erzählen, so ganz ohne Scheu vor der Kamera ist ein Erlebnis. Und wir zeigen einen Film über Reutlingen, wie es in der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts war - bevor die Bomben vielen: die verschwundene Stadt und die dann geschundene Stadt...
Wir haben seit 2014 rund 30 Menschen interviewt - Menschen, die hier leben...
Beginn: 15.00 Uhr Eintritt: 8 Euro


Bildertanz-Quelle:Kulturgüterverein Walddorfhäslach