Donnerstag, 25. August 2011

Computer in Reutlingen: Eine Lochkartenanlage der Stadt...


... gab es bereits seit 1955. Sie gehörte den Städtischen Betrieben, die eine Sonderstellung im Gemeinwesen besaßen. Sie hatten eine eigene Werkleitung und Wirtschaftsplan, eine eigene Buchführung, Kassen, Lager und einen großen Fahrzeugpark, heißt es in einem vom damaligen OB Kalbfell herausgegebenen Buch über Reutlingens Entwicklung in den ersten 20 Jahren nach Kriegsende. Der Computer, über dessen Hersteller nichts gesagt wird, diente aber nicht nur den Städtischen Betrieben, sondern auch der Stadtverwaltung sowie "der Verbrauchsabrechnung von über 30 anderen württembergischen und badischen Werken und Firmen". Es war also eine Art Service-Rechenzentrum, oder wie man heute sagen würde: Es war eine Cloud, eine Wolke.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Nein, es war keine Cloud.
In einer Cloud weiss man nicht, wer und wo die Operationen durchführt.

Hier weiss man sowohl wer (der Computer) als auch wo er steht.

Desweiteren kann eine einzelne Maschine keine Cloud darstellen ;)

Raimund Vollmer hat gesagt…

Im übrigen war die Lochkartenanlage von 1955 alles andere als "online-fähig". Aber der Service-Gedanke ist m.E. derselbe. Und das Service-RZ ist die Urform der "Cloud".