Freitag, 22. Februar 2013

Stuttgart 31: Großer Bahnhof für eine Straßenbahn

Meine Straßenbahn-Freunde werden mich sicherlich sofort korrigieren, wenn ich hier und jetzt behaupte, dass dieser Zugwagen unserer Reutlinger Straßenbahn "verdammt" ähnlich sieht. Aber ich meine im Buch des Bildertanz-Freundes Wolf-Rüdiger Gassmann gelesen zu haben, dass unsere und die Stuttgarter Straßenbahn aus demselben Stall kommen. Aber wir werden bestimmt sehr bald eine Resonanz bekommen, die bestätigt und bestreitet, was ich hier in meiner grenzenlosen Unkenntnis behaupte. Einen schönen Freitag wünscht Euch Euer Raimund.
Bildertanz-Quelle: Friedrich Fingerle, zwischen 1925 und 1950 Lehrer in Altenburg

Kommentare:

Hans-Martin Hebsaker hat gesagt…

Ein Teil der Reutlinger Triebwagen - insbesondere die Reutlinger TW 30 und 31 - kamen tatsächlich von der Stuttgarter Straßenbahn, wobei die genannten Fahrzeuge ursprünglich von der Esslinger Städtischen Straßenbahn stammten.

In Esslingen wurde die Straßenbahn 1912 mit diesem Fahrzeugtyp (7 Exemplare) eröffnet. Mit der Stilllegung der Esslinger Städtischen Straßenbahn im Jahre 1944 (nicht zu verwechseln mit der Überland-Straßenbahn Esslingen-Nellingen-Denkendorf) wurden die 7 Triebwagen von der Stuttgarter Straßenbahn übernommen. Von dort kamen 2 dieser Triebwagen 1949 nach Reutlingen und erhielten die Nummern 30 und 31. Hier waren sie bis zur Einstellung der Reutlinger Straßenbahn im Jahre 1974 - zuletzt als Werkstatt-Triebwagen - im Einsatz.

Triebwagen 30 steht heute wieder museal als Triebwagen der Esslinger Städtischen Straßenbahn hergerichtet im Straßenbahnmuseum Stuttgart. Triebwagen 31 hat es dagegen nach Zwickau verschlagen, wo er für die dortige Museumsstraßenbahn zum Beiwagen umgebaut wurde.

Ob es sich auf dem vorliegenden Foto vor dem Stuttgarter Hauptbahnof tatsächlich um ein Fahrzeug dieses Typs handelt, kann ich leider nicht feststellen. In Stuttgart gab es noch etliche weitere Triebwagen-Typen, die ebenfalls diese Fensteranordnung besaßen.

Anonym hat gesagt…

Ganz korrekt, lieber Hans-Martin, dem kann ich nur zustimmen.

B.M.