Samstag, 3. Januar 2015

Unsere Echaz - ein Thema für den Bildertanz 2015?


Seit 20 Jahren wieder ein richtiger Fluss - das ist unsere Echaz, die für die Menschen stets ein fischreiches Gewässer gewesen war. Doch mit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert wandelte sich der Strom mehr und mehr in eine Kloake. Als 1984 in Reutlingen die Landesgartenschau war, hatte die Stadte und Dörfer entlang der Echaz beschlossen, die einstige Idylle wiederherzustellen. 1995 und zehn Millionen Mark später galt die Echaz dann als renaturiert. Rund 4000 unterschiedliche Lebewesen hatten im und um den Fluss herum wieder Lebensraum gefunden. Wasserkäfer, Strudelwürmer, Plattegel und Flussnapfschnecke - tummeln sich dem Nass, das in Honau entspringt und in Kirchentellinsfurt in den Neckar mündet. Der Bildertanz besitzt einen Film des Pfullingers Alfred Betz, der in den 50er Jahren seiner Echaz gefolgt war - von der Quelle bis zu ihrer Mündung. Es war immer unser Wunsch, einen ähnlichen Film aus heutiger Sicht zu erstellen. Vielleicht gelingt uns dies. In den vergangenen Jahren haben wir die Echaz bereits immer wieder gefilmt. Mal sehen, ob wir daraus und aus Fotos von gestern und heute etwas zusammenstellen können. Verdient hätte es doch unsere Echaz, oder? (RV)



Bildertanz-Quelle:

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Eine sehr löbliche Idee darzustellen, wie aus einem Abwasserkanal wieder ein munteres, klares Flüsslein wird (wieder Trinkwasserqualität?), das für die frühe Industralisierung von Reutlingen und des Echaztales von grundlegender Bedeutung war. So wurde doch jeder Zentimeter Gefälle anfangs (vor dem Eisenbahnzeitalter) genutzt, um über Transmissionen maschinelle Anlagen anzutreiben.

H.R.

Raimund Vollmer hat gesagt…

Lieber H.R., ein ganz wichtiger Aspekt. Hätte ich ohne Ihre Anregung nicht daran gedacht, auch die Rolle der Mühlen an der Echaz zu reflektieren.