Freitag, 1. Januar 2016

Prost Neujahr! So begrüßte die Familie Fallscheer 1911 das neue Jahr...

Mit Schnee und Eis! 
Bildertanz-Quelle:Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein

Kommentare:

Dietmar Kuhl hat gesagt…

Weiß denn jemand wo diese Villa steht oder stand?

Anonym hat gesagt…

Sie stand Ecke Beutterstraße/Kaiserstraße. Sie wurde in den 50er Jahren von den Erben an die Firma Hermann Finckh veräussert, die darin zwei Mitarbeiter und deren Familien unterbrachte. Der Garten selbst wurde im Sommer von einem Mitarbeiter der Firma Finckh betreut, sein Spitzname, der ihm von den Mitarbeitern beigelegt wurde war "Rettichschlosser", im Winterhalbjahr war derselbe dann in der Firma mit anderen Arbeiten beschäftigt. Mit der Verlagerung und Aufspaltung des Unternehmens in eine Metalltuchfabrik (Standort in Laisen) und einer Maschinenfabrik (Standort am Südbahnhof in der Pfullinger Marktstraße) wurde der gesamte Grundbesitz einschliesslich der Villa Fallscheer veräussert. Die Villa wurde abgerissen und vom Bauträger Kep(p)ler (?), der auch längst Geschichte ist, mit zwei hohen Häusern mit Eigentumswohnungen, Praxen und einer Apotheke (Leonhardsabotheke) bebaut. Lieber Herr Kuhl bei der Politik der Stadtverwaltung dürfte auch heute noch kein Bauträger Schwierigkeiten haben, die Villa abzureissen. Sie gestatten mir bitte die letztere Polemik.

H. R.

Dietmar Kuhl hat gesagt…

Sehr geehrter oder geehrte H.R.,

vielen Dank für Ihre Antwort.
Ich weiß jetzt wo die Villa stand. Danke schön dafür und für das
Wissen über den Wertegang dieses Gebäudes und der Besitzer.

Ihre Polemik, sei gestattet da ich dieser vollkommen zustimmen muss.
So weh das tut aber es entspricht leider der Realität!

Vielen Dank für Ihre Antwort und es ist schön zu wissen, dass auch andere Bürger dieser Stadt eine solche Meinung haben.


Liebe Grüße und ein gesundes "Neues Jahr"

Dietmar Kuhl

Anonym hat gesagt…

Lieber Herr Kuhl,

als eingefleischter und überzeugter Reutlinger (wenn auch nicht mehr mit zwei Beinen, sondern nur noch mit einem (heiss geliebten) Standbein in Reutlingen verhaftet, muss ich in Anspielung auf einen grossen, ironischen deutschen Dichter (er war jüdischer Herkunft und liebte dieses Land bis zur Verzweiflung) sagen: Denk ich an Reutlingen in der Nacht, bin ich um einen Schlaf gebracht... (Die Tränen lass ich besser weg). Das Schlimme ist, ich sehe am Horizont keinerlei Verbesserung, was den Schutz des Ensembles und des Stadtbildes angeht.

Ihr H. R.

Dietmar Kuhl hat gesagt…

Oh wie wahr!!!

Es regiert der Geldbeutel in dieser Stadt. Es ist zwar noch nicht so schlimm wie in Metzingen. Diese haben schon ihre Seele verkauft. Jedoch sind wir auf dem besten Weg dorthin.

Danke für Ihre schönen Beiträge.

Dietmar Kuhl