Donnerstag, 30. Dezember 2010

1851: Richard Wagner über uns Deutsche

1851: »In allem wurzelt bei uns der Knechtssinn:
Daß wir Menschen sind, weiß keiner in ganz Frankreich
außer höchstens etwa Proudhon - und auch der nur unklar! - ;
im ganzen Europa sind mir aber die Hunde lieber
als diese hündischen Menschen.
An einer Zukunft verzweifle ich dennoch nicht;
nur die furchtbarste und zerstörendste Revolution
kann aber aus unseren zvilisierten Bestien
wieder `Menschen´machen.«


Richard Wagner, deutscher Komponist (1813-1883),
in einem Brief vom 30. Dezember 1851 aus Zürich.
Wagner war nach der Revolution von 1848
ein Jahr später von Dresden aus,
wo er steckbrieflich gesucht wurde,
mit einem falschen Paß und unter falschem Namen
als Professor Widmann in die Schweiz geflohen.

Dienstag, 28. Dezember 2010

ZOB: heute genau vor 2 Jahren....



sah es am ZOB so aus....



kein Schnee,aber blauer Himmel



und fast leere Lederstraße...

Bildertanz Foto Doku 28.12.2008: Werner Rathai

Internet: Keine Adressen mehr ab Sommer 2011

... mutmaßt das Wall Street Journal und behauptet, dass nur noch drei Prozent der insgesamt vier Milliarden IPv4-Adressen noch verfügbar sind. Mitte des Jahres ist dann alles ausverkauft. Deswegen wird es nun endgültig Zeit, auf den neuen IPv6-Code mit seinen 128 statt 32 Bit Adressen umzusteigen. Die Deutsche Telekom - so berichtet das Blatt - sei übrigens auf diesen Umstieg bestens vorbereitet. Im übrigen sei nicht zu erwarten, dass dies dieselben Probleme erzeugen würde wie der Datumswechsel auf das Jahr 2000.
Journalyse-Quelle: Wall Street Journal, 22.12.2010: Internet Addresses Are Running Out

Montag, 27. Dezember 2010

Vor 100 Jahren: Kinder - Kinder


Bildertanz-Quelle: Marianne Trautmann

Weitere Kinderbilder in
Altenburg / Betzingen / Engstingen /Eningen / Gönningen / Lichtenstein / Orschel-Hagen / Pfullingen / Pliezhausen / Rommelsbach / Reutlingen / Walddorfhäslach / Wannweil /

1882: "Am dritten Weihnachtstage" explodierte die Pulvermühle...

... in Reutlingen. Wie unser Sonderkorrespondent Immanuel Lude heute telefonisch übermittelte, soll es dazu ein Gedicht geben, das allerdings momentan verschollen sei. Die Pulvermühle stand in der Nähe des heutigen Friedhofs unter den Linden. Noch heute erinnert dort die Pulvermühlstraße an dieses schlimme Ereignis am 27. Dezember 1882.
Bildertanz-Quelle: Immanuel Lude

Vor 100 Jahren: Kinder, Kinder


So ganz stimmt das natürlich nicht: Die meisten Kinderbilder aus unserer heutigen Serie sind noch keine 100 Jahre alt, aber sie stammen alle aus den ersten drei Jahrzehnten des vergangenen Jahrhunderts. Das Bild hier zeigt den kleinen Immanuel Lude, der 2011 seinen 87. Geburtstag feiert. Er hat in den vergangenen zwei Jahren seine Kriegserinnerungen niedergeschrieben, die wir im Rahmen eines Sonderblogs - wie auch andere Beiträge von Bürgern aus dem Bildertanzland - im kommenden Jahr veröffentlichen wollen.Bildertanz-Quelle: Immanuel Lude

Samstag, 25. Dezember 2010

den Reutlinger Weihnachtszirkus..



wird es hier nie mehr geben...

Aufnahme: Dezember 2010




Aufnahme. Dezember 2008



alles Stadtgeschichte...



Bildertanz Foto Doku 12/2008. Werner Rathai

Freitag, 24. Dezember 2010

1860: Carl Bames über die Wiederherstellung der Marienkirche

Reutlingen vor 150 Jahren

Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner

»Mit Herstellung des Aeußeren der Hauptkirche, welche durch den großen Brand im Jahr 1726 beschädigt worden war, wurde im Jahr 1826, also gerade nach Verfluß von 100 Jahren, begonnen und bis 1860 fortgesetzt. Die Orgel wurde 1836 von Walker aus Ludwigsburg erweitert und verbessert. Das Innere der Kirche wurde im Jashre 1843 von Herrn Bauinspector Rupp in dem ursprünglichen mittelalterlichen Baustyl wieder hergestellt, und alle die Stukatur-Arbeiten, die nach dem großen Brand ausgeführt worden waren, die aberf mit dem Baustyl nicht im Einklang standen, daraus entfernt, auch drei Emporkirchen kamen weg, sowie die dickbackigen Engel an der Kanzel. 1844 wurden die Spitzbögenfenster der beiden Seitenschiffe mit ornamentaler Glasmalerei ausgefüllt von Glasmaler Pfort; darunter sind auch die Schilder von Württemberg, Schwaben und Reutlingen; das heilige Grab wurde vom Jahr 1856-1859 von Bildbauer Wacholdt renoviert.
«
Carl Bames, Chronica

Frohe Weihnachten im weißen BILDERTANZLAND...


... wünscht Ihnen mit dieser historischen Postkarte aus der Sammlung des gebürtigen Reutlingers, Immanuel Lude, das gesamte Bloggerteam des BILDERTANZLANDES.
Mal sehen, was wir über die Weihnachtstage noch so an Bilderschätzen ausgraben können...

Weihnachten ohne Glockengeläut...


... sind traurige Weihnachten. Denn dann ist Krieg. Glocken werden entweder heruntergeschossen oder umgegossen zu Waffen, die den Tod bringen sollen. So war es im Ersten Weltkrieg, so war es im Zweiten Weltkrieg. Freuen wir uns über den Frieden, der seit 65 Jahren in unserem Land herrscht.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Immanuel Lude

Weihnachten in den 30er Jahren


Bildertanz-Quelle: Waltraud Pfeiffer

Donnerstag, 23. Dezember 2010

50er Jahre: Als die Läden noch um 18.30 Uhr schlossen


Blick in die Wilhelmstraße in der Weihnachtszeit.

Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner

Teil IV: Whynightsgedischt

The animals all in the Haus,
the Hund, the Katz, the bird, the mouse
are turning round the Weihnachts Stress,
enjoy this day as never nie,
while they find Kittekat and Chappi
in the Geschenk Karton von Pappi.

The family begins to sing
and wieder does the Gloecklein ring.
Zum song vom gruenen Tannenbaum
the Traenen running down and down.
Bis our mother ploetzlich flennt:
"The Christmas Gans im Ofen brennt!"
Her nose indeed is very fine.
Ende of the Weihnachts time.



Viele Herzliche Gruesse from Spring Valley, California !
Our family here wishes everybody in Bildertanz Welt ein frohes und gesegnetes Weihnachtfest;
und fuer's Neue Jahr, Gesundheit, Frieden im Land, und Verstaendnis fuereinander.
Rolf & Ruth Milocco

Mittwoch, 22. Dezember 2010

ZOB 2005: Das ist dann vielleicht auch bald ein historisches Foto...


... wenn man Überlegungen ernstnimmt, den Zentralen Omnibus Bahnhof wieder dorthin zu verlegen, wo er einmal war...
Bildertanz-Quelle: RV

Teil III: Whynightsgedischt

Day by day does so vergang
and the Holy Night does come.

You can think, you can remember,
this is immer in Dezember.
Then the childrenlein are coming;
candle Wachs is downwaerts running;
Bing of Crosby Christmas sings
while the towerglocke rings
and the angels are so fine;
Well, this is the Christmas time.

Baby-eyes are big und rund,
the family feels kerngesund
when unterm Weihnachtsbaum they're hocking
then nothing can them ever schocking.
They are happy, are so fine;
this happens in the Christmastime!

Dienstag, 21. Dezember 2010

Stadthalle....so sieht die Aussenfassade aus



vorerst nur als bedruckter Stoff fertiggestellt...



Muster der Stadthallenfassade...



die technische Beschreibung dazu...






potz Blitz..Reutlingen in der Tube

Die Baustelle war heute geschlossen,bei der Witterung verständlich..

Bildertanz Foto Doku 11/2010: Werner Rathai

Heute zeigen wir Ihnen mal ein Bild von Bad Urach...


... aus den Anfängen des vergangenen Jahrhunderts.
Bildertanz-Quelle: Hermann Boll (Buch: Schwabenland)

Teil II: Whynightsgedischt

TEIL I

Manche holen sich a Taennchen,
when this brennt, they cry "Attention!"
Rufen for the Feuerwehr:
"Please come quick to loeschen her!"
Goes the Taennchen auf in Rauch,
they are standing on the Schlauch.

In the kitchen of the Haus,
mother makes the Christmas Schmaus.
She is working, schufts and bakes;
the hit is now her Yoghurtkeks.
And the Opa says als Tester:
"We are killed bis to Sylvester!"
Then he fills the last Glas wine;
Yes, this is the Christmastime!

Fortsetting folgt!

Montag, 20. Dezember 2010

Teil I: The Whynightsgedischt


»Hello Raimund«, schreiben uns Rolf & Ruth Milocco aus Kalifornien. Und die beiden amerikanischen Freunde des Bildertanzes haben wieder einmal ein Weihnachtsgedicht für uns, das wir happychenweise in den nächsten Tagen hier veröffentlichen werden.

»Weihnachten ist just around the corner;
and that means only one thing :
Es ist time for a kleines Christmas Gedicht !


When the last Kalender sheets
flattern through the winterstreets
and Dezemberwind is blowing
then ist everybody knowing
that it is not allzuweit:
She does come - the Weihnachtszeit

All the Menschen, Leute, people
flippen out of ihr warm Stueble;
run to Kaufhof, Aldi, Mess,
make Konsum and business.
Kaufen this und jene things;
and the Churchturmglocke rings.


Fortsetting folgt. In this theater...

Tübingen - mal mitten im Sommer


Bildertanz-Quelle: Herbert Scheurer

Sonntag, 19. Dezember 2010

1949: Aus einem Poesiealbum...


... das über Flucht und Vertreibung seinen Weg nach Oferdingen fand...
Bildertanz-Quelle: Christine Anklam

Und dann noch einen Adventsgruß von der Achalm...


Erst seit 2009 gehört die Achalm zu Reutlingen. 1822 hatte der württembergische König den Hausberg der Stadt erworben, eine Gastwirtschaft kam hinzu und die Schafhaltung. Beides gibt es noch heute. Gerüchten zufolge, die wie hier dadurch entstehen, dass man sie in die Welt setzt, will unsere Oberbürgermeisterin ihre Wiederwahl im kommenden Jahr auf der Achalm feiern. Alle Bürger im Bildertanzland sind dazu eingeladen. Wenn das man kein Wahlgeschenk wäre...

Zum unteren Foto aus dem Gmindersdorf




















Das Haus steht immer noch und hat sich in über 100 Jahren nicht wesentlich verändert. Das Foto stammt vom Sommer 2010. Eingestellt von W.F.
Ja, das Gmindersdorf ist wirklich eine Perle unter den Arbeitersiedlungen in Deutschland. Um so unverständlicher, dass nicht mal ein kleines Hinweisschild an der Heppstraße auf dieses erstrangige Kulturdenkmal installiert ist. Als gäbe es kein Gmindersdorf......

1903: Einen schönen Gruß aus Gmindersdorf...


Erbaut als Arbeitersiedlung nach den Plänen des berühmten Architekten Theodor Fischer gehört dieses Dörflein zu den Attraktionen Reutlingens.

Samstag, 18. Dezember 2010

Gammertingen Eisenbahn: Ein "Special" für unseren Botho Walldorf






Unserem Botho Walldorf, der am 9. Januar im Rathaus Wannweil seine Ausstellung "Alltag an der Strecke - Fotografien von der Hohenzollerischen Landesbahn 1960 - 1970" präsentieren wird, wollen wir heute einmal ein besondere Freude machen. Von einer Museumsbahn auf seiner Heimatstrecke "Gammertingen" zeigen wir ein paar Dias aus dem Jahr 1985. Die Fotos sind also auch schon 25 Jahre alt. Aufgenommen hat diese Schmuckstücke aus der Dampfmaschinenzeit Karl Vöhringer, der Vater von Werner Vöhringer aus Lichtenstein.
Bildertanz-Quelle: Karl Vöhringer

SIEHE AUCH HIER!

Freitag, 17. Dezember 2010

Seit heute ist auch Orschel-Hagen am Netz...

... und Werner Rathai, der hier seit vielen, vielen Jahren wohnt, wurde bereits eingeladen, diesen Blog zu übernehmen. Er ist natürlich - wie wir alle - ständig auf der Suche nach neuen (alten) Bildern. Helfen Sie ihm, damit Orschel-Hagen auch im Bildertanzland ein Erfolg wird. 2011 wird Orschel-Hagen 50 Jahre alt. Mit diesem Blog wollen wir das gebührend feiern.
Der erste Eintrag steht bereits HIER.

Die Stadthalle als Modelle im Schnee...




... könnte man bei diesen Bildern meinen. Übrigens: realisiert wird das unterste. Dass dieses Modell bereits Brüder und Schwestern hat, können Sie HIER sehen.
Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer aus Video.

Trochtelfingen 1983: Sankt Nikolaus und Knecht Rupprecht




Historisches Wandgemälde Sankt Nikolaus


Ein Versle für Sankt Nikolaus...

... und Knecht Rupprecht am Trochtelfinger Christkindlesmarkt.
Die beiden erschienen am Nikolausabend zur Freude der Kinder und verteilten gute Gaben.
Bildertanz Scan Foto Doku 1983: Werner Rathai

Reutlingen im Mittelalter: Die Bäcker


Hier trifft Schwarz auf Weiß: In Pliezhausen trafen sich der Schornsteinfegermeister Martin Maliar und der Bäckermeister Paul Moll regelmäßig zu einer Partie Schach.
Bildertanz-Quelle: Paul Moll


»In den Bäckereien wurde nicht täglich gebacken. Seit 1573 waren vom Rat für einige Backwerke bestimmte Tage hinterlegt. So durften 2-Pfennig-Bretzen nur montags und samstags und Kimmicher am Freitag gebacken werden. Eine rührige, wöchentliche Brotschau, und selbst der Rat hatten ein starkes Augenmerk auf das Gewicht der Brote und auf den Verkaufspreis.«

Reutlinger Geschichtsblätter, 1978, Seite 15
Mehr über den Beruf des Bäckers im Mittelalter erfahren Sie HIER.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Das Gartentor (II): Nur ein Schmuck


»Da die Anlage der Hauptstraßen in der Reichsstadt Reutlingen auf die drei Tore Ober-, Unter- und Mettmannstor ausgerichtet war, erlangte das Gartentor auch nach der Öffnung keine Bedeutung für den aufkommenden Verkehr. Es schmückte lange Zeit nur die Zufahrt zu den Grundstücken auf dem Stadt- und Hundsgraben*. Dort, in zentrumsnaher Lage, legten die Bürger im Laufe der Zeit schöne Gärten und Baumgärten an.«
Reutlinger Geschichtsblätter, 1978

*Hundsgraben war die frühere Bezeichnung für die heutige Kaiserstraße

Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner

Das Gartentor (I): Die Angst der Reutlinger vor der Achalm


»Das einzige Stadttor im Osten der alten Reichsstadt Reutlingen, vor dem sich im Lauf der Jahrhunderte keine Vorstadt bildete, war das Gartentor. Es war bis zum Jahre 1700 zugemauert, da die alten Reichsstädter angeblich befürchteten, die württembergischen Besatzungen der Achalm könnten durch dieses nahe Tor die Stadt im Handstreich nehmen. Als man das Gartentor endlich öffnete, ging von der Achalm längst keine Gefahr mehr aus.«
Reutlinger Geschichtsblätter, 1978
Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner