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Das Geschäft von Julius Akermann in Wilhelmstraße 1921 |
Das ist manchmal alles andere als einfach. So war ich als Urheber der Bildertanz-Idee davon überzeugt gewesen, dass die Einzelhändler und Unternehmen, Organisationen und Institutionen, mit denen wir eigentlich so etwas wie die Ausstellung von 2012, die ja weltweit ein Novum gewesen war und Reutlingen ein Alleinstellungsmerkmal zuwies, sofort zugreifen würden, wenn wir mit einem weiterführenden, innovativen Konzept an sie herantreten würden. Aber nach vergeblichen Versuchen mit der IHK oder der Handwerkskammer ins Gespräch zu kommen (noch nicht einmal dazu hat es gereicht), nach Absagen von wichtigen Akteuren aus Gründen, die ich nicht verstand, nach Gesprächen mit Gott und der Welt habe ich die Lust verloren, meine Energie dafür zu verschwenden, andere davon zu überzeugen, dass sie sich selbst, der Stadt und uns Bürgern damit etwas Gutes tun könnten. Andererseits gab es auch Kräfte, die mir Mut zusprachen, die mich unterstützen wollten, auch finanziell. Aber der Frust hatte mich längst erfasst.
Ich spürte irgendwie, dass ich letztlich auf mich allein gestellt war. Eigentlich ist das kein Problem. Aber jetzt fehlte mir die Begeisterung. Warum sollte ich jetzt die anderen zum Jagen tragen? Irgendwie hat man auch seinen Stolz.
Umso mehr habe ich mich gefreut, als nun Nicola Hertrich die Initiative ergriff und mich zu diesem heute erfolgten Gespräch ermunterte. So können wir - ein weiteres Teilprojekt ist in der Pipeline - wenigstens in hochverdichteter Form aufzeigen, was wir nach wie vor vorhaben. Und wenn alles gutgeht, dann werden wir im März einen weiteren Meilenstein setzen. Dann könnten wir zeigen, dass Reutlingen vielleicht doch ein Ereignis ist und mehr kann, als die Erfolgsrezepte der anderen umzusetzen. Raimund Vollmer
Bildertanz-Quelle:Sammlung Helmut Akermann
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