Mittwoch, 27. April 2016

Reutlingen in den 20er Jahren (3): Türmchen und Törchen

 Marktplatz und Spitalhof mit Türmchen
 Nikolaikirche auch noch mit Türmchen
 Wolfgangskirche mit Spitzturm
 Eingang zum Zwiefalter Hof
 Köningerbronner Hof
Obermateistraße - rechts der Königsbronner Hof, der heute das Heimatmuseum ist
Bildertanz-Quelle:Kleinfeldt

Kommentare:

Anonym hat gesagt…


Hallo Herr Vollmer,

vielen Dank für die Serie der Reutlinger Ansichten aus den 20er Jahren. Obwohl mir bekannt, ist es doch immer wieder schön, diese alten Aufnahmen wieder zusehen. So kann man auf der Ansicht der Oberamteistraße auf der rechten Seite noch die Gitter über dem Stadtbach sehen, der wie mir eine alte Frau einmal sagte, eigentlich kein klares Wasser aufwies, sondern über den der eine oder andere Kehricht entsorgt wurde und in dem z. B. die dreckigen Stiefel der Weingärtner nass abgebürstet wurden. Auch Enten, die noch in Hinterhöfen gehalten wurden, duften gelegentlich dort ein Bad nehmen.

Ihr H. R.

Anonym hat gesagt…

Hallo lieber Herr Vollmer,

Ist nicht auf der linken Seite das Heimatmuseum, hinter den beiden heute noch stehenden Häusern mit den Brandschutzmauern (mit die ältesten Häuser in D)? War erst gestern abend bei einer Sonderführung im Museum.
B.

Anonym hat gesagt…


Ja, das stimmt schon. Dass in der Oberamteistraße die ältesten Häuser in Reutlingen sind, darf nicht verwundern. Dieses Stadtviertel verschonte der Stadtbrand von 1726. In der Metzgerstraße befand sich ein noch älteres Haus (auch vom Stadtbrand verschont, obwohl alle Häuser rundum abbrannten (würde meinen ein kleines Wunder)), dank der mangelnden Aufmerksamkeit der Stadtverwaltung durften die Eigentümer das Haus richtig verkommen lassen, so dass eine Abrissgenehmigung erteilt wurde. Im letzten Moment ließ der Geschichtsverein auf eigene Kosten ein dentrochronologisches Gutachten erstellen. Ergebnis: es war das zweitälteste Haus in Deutschland, das dem Erdboden gleichgemacht wurde. Das geräumte Grundstück kann man auch nach Jahren in der Metzgerstraße (in der Nähe der Hirschstraße) bestaunen.
Eine ähnliche Entwicklung kann hoffentlich bei den Häusern in der Oberamteistraße verhindert werden. Auch hier ist der aktuelle schlechte bauliche Zustand der Inkompetenz der Stadtverwaltung seit Jahrzehnten zu verdanken.
H. R.