Sonntag, 29. April 2018

Eine ganz normale Stadt?

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte, heißt es. Deswegen können wir in der Umfrage zum Markenbildungsprozess (ein Wort, das übrigens gegen sich selbst spricht, schon wegen seiner Bildlosigkeit) auch nicht das ausdrücken, was wir meinen, wenn wir an Reutlingen denken. Wer durch die Stadt geht, wie ich gestern morgen, und dabei seine Kamera die Bilder aufnehmen lässt, die man sehen würde, wenn nicht alles so selbstverständlich wäre, muss irgendwann zu dem Eindruck kommen, dass bei allen Ecken und Kanten Reutlingen eine Alltagsstadt ist,keine Touristenmetropole (dafür hat man in den letzten 150 Jahren hier zu viel zerstört), keine Industriestadt (dafür ist diese Art der Arbeit zu sehr ausgewandert in preiswertere Regionen), kein Dienstleistungszentrum (dafür sind die Reutlinger einfach nicht gemacht), eigentlich ist Reutlingen nur Reutlingen (und genau das möchte man dieser Stadt auch noch austreiben). Das sind unfertige Gedanken, die einem kommen, wenn man sich um das bemüht, was diese Stadt auf jeden Fall bislang zu sich selbst war: ehrlich. Raimund Vollmer














Bildertanz-Quelle: Raimund Vollmer

1 Kommentar:

Hans Brielmann hat gesagt…

Was bedeutet Reutlingen für Sie? Einfach (auch) die Kreisbewohner fragen.
Für die war und ist Reutlingen immer noch sehr wichtig. Ob Arbeitsplatz,
Gesundheit, Schule, Kultur und Konsum - Reutlingen ist für das Umland
Zentrum und Anlaufstelle. Und weil das Zusammenschaffen seit Ewigkeiten
gut funktioniert, verwundert der Reutlinger Egotrip sehr. Dass ein kreisfreies
Reutlingen finanziell besser dastehen soll, daran wird niemand ernsthaft
glauben.