Donnerstag, 23. Juli 2009

Die Schienen der Büschelesbahn, der Gasthof Krone und die Wilhelmstraße...


... zeigt dieses Foto, das um die Wende zum 20. Jahrhundert entstanden ist.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Richard Wagner

Zitat des Tages: Unser Wissen

1989: »Wir leben in einer Welt, in der entdeckt wird wie nie zuvor. Wir haben es nicht nur mit einer Explosion der Bevölkerung, sondern auch des Wissens zu tun.«
Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Schriftsteller

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (11)

»Die Verfassung der Reichsstadt war von frühen Zeiten her demokratisch, und schon die oben angeführte Ordnung der Stadt zu Reutlingen von 1374, welche alle Hauptzüge derselben enthält, beruft sich auf althergebrachte Gewohnheit. Die Bürgerschaft theilte sich in 12 Zünfte (Tribus), jede dieser Zünfte hatte ihren Zunftmeister und ein mit diesem aus 13 Personen bestehendes Zunftgericht. Die 12 Zunftgerichte zusammen bildeten den Großen Rath, gesetzgebenden Körper, der aus 56 Gliedern bestand, aber nur bey wichtigen Staatsangelegenheiten und bey den jährlichen Wahlen zusammenkam. Die eigentlichen Regierungs- und Verwaltungsbehörden waren: der Magistrat mit dem ersten oder regierenden Burgermeister an der Spitze. Er bestand aus 16 Senatoren und den 12
Zunftmeistern nebst einem Syndicus. Die 3 erstgewählten Senatoren hießen Burgermeister, die 2 ersten Zunftmeister waren Schultheissen.«
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Mittwoch, 22. Juli 2009

50er Jahre: Fünf Freunde und die Bärenhöhle...


... so möchte man dieses Bild frei nach Enid Blyton überschreiben. Auf jeden Fall sind es fünf Eninger Buben, die sich hier zum Gruppenbild mit Bären aufgestellt haben.
Bildertanz-Quelle: Jörg Hägele (Eningen)

Zitat des Tages: Kinderarbeit

1832: »Es kommen Fälle vor, daß Kinder schon im Alter von 3 bis 4 Jahren zu arbeiten anfangen, während im allgemeinen die regelmäßige Anstellung mit 7 bis 8 Jahren beginnt. In verhältnismäßig sehr vielen dieser Gewerbe und Manufakturen arbeiten Mädchen in demselben zarten Alter mit Knaben zusammen. In einigen wenigen Fällen wird die Arbeit, soweit sie von Nichterwachsenen getan wird, fast ganz allein durch Mädchen und junge Frauenzimmer verrichtet. In einigen wenigen Fällen übersteigt die Arbeitszeit nicht 10 Stunden; manchmal aber beträgt sie 11, häufig 12, und in sehr vielen Fällen dauert die Arbeitszeit 15, 16 und selbst 18 aufeinanderfolgende Stunden. Beinahe überall arbeiten die Kinder eben solange wie die Erwachsenen.«
Bericht eines Fabrikdirektors

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (10)

»Diese harten Schicksale waren Ursache, daß sich Reutlingen zwar durch den
unermüdlichen Fleiß und die Betriebsamkeit seiner Einwohner zu einem ziemlichen
Wohlstand erhob, und die Stadt selber auch sich ein kleines Gebiet erwarb, wozu außer den oben genannten Orten früher auch Gomaringen und Hinterweiler gehörten, daß es aber doch in Vielem, namentlich auch in Gebäuden und öffentlichen Anstalten zurückblieb. In alten Zeiten hatte Reutlingen sehr reiche Bürger; die Becht, die Teufel waren Familien, welche ganze Herrschaften besaßen. Von Reutlingen stammen auch die Werrenwag und Imhof ab.«
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Dienstag, 21. Juli 2009

Nächste Meldungen und Bilder gibt es erst morgen wieder

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (5)


Idee & Konzeption: Raimund Vollmer; Umsetzung: Stefan Kieninger


ÜBRIGENS: Der Punkt am Ende dieses Satzes hat eine Million Transistoren, behauptet die Financial Times, um die heute machbare Integrationsdichte bei Mikroprozessoren zu veranschaulichen. Zu Beginn der bemannten Raumfahrt passten 16 Transistoren auf ein Chip, heute sind es 600 Millionen.
Bildertanz-Quelle: Financial Times, 21.7.2009: "Moore's Law hits economic limits"

Gomaringen 1957: Bitte, einmal volltanken...


... das war in den fünfziger Jahren keine Frage der Spritpreise. Übrigens: Gestern kostete der Liter Diesel unter einem Euro, heute steht er wieder bei 108 Cents.
Bildertanz-Quelle: Familie Weimar (Gomaringen)

Zitat des Tages: Süddeutschland

1999: »Das gesamte 19. Jahrhundert in Deutschland ist mir immer sehr lieb gewesen. Vor allem der Vormärz, den ich lange belächelt habe. Ich komme immer mehr zu der Ansicht, dass das späte Preußen ein Verhängnis war. Preußen hat den Untertan hervorgebracht. Innerlich fühle ich mich immer mehr von Süddeutschland angezogen, von seinem liberalen Erbe.«
Bernhard Schlink, Schriftsteller

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (9)

»Im Jahr 1502 (nach Beger, und schwerlich 1506) entstand ein Brand bey dem Markte, der 144 Häuser in Asche legte, und 1577 wüthete die Pest in der Stadt so, daß sie innerhalb 4 Monate, vom September bis Januar, 906 Menschen wegraffte. In der Zwischenzeit, im Jahr 1519, lief die Stadt sogar Gefahr, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Reutlinger Bürger hatten im Jahr 1519 den Würtembergischen Burgvogt von der Achalm in einem Wirthshause der Stadt erschlagen, und da der Magistrat die Auslieferung der Thäter verweigerte, so zog Herzog Ulrich vor die Stadt, nahm sie nach einer kurzen Belagerung ein, und erklärte sie zu einer Würtembergischen Landstadt. Doch dieser Zustand dauerte nicht lange, und hatte für Ulrich die aus der Geschichte von Würtemberg bekannten schlimmen Folgen. Eine harte, beängstigende [102] Zeit für die Stadt war der dreyßigjährige Krieg, vornehmlich das Jahr 1631, wo Graf Egon von Fürstenberg gegen sie anrückte, und die Stadt am Peter- und Paulstag durch einen Trompeter und Schröck-Capitän auffordern ließ. Es kam jedoch eine so günstige Capitulation zu Stande, daß dieser Tag lange als ein Tag des Heils und miraculöser Redemption feyerlichst begangen wurde. Die tiefste Wunde wurde der Stadt vollends durch den großen Brand im Jahr 1726 geschlagen, wodurch 900 Häuser und darunter fast alle öffentliche Gebäude ein Raub der Flammen wurden, so daß beynahe die ganze Stadt in einen Aschenhaufen verwandelt war.«
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Montag, 20. Juli 2009

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (4)


Idee & Konzeption: Raimund Vollmer; Umsetzung: Stefan Kieninger

Gomaringen: Immer lernen...


... heißt es zu diesem Foto aus den Alben der Familie Weimar (Auto Weimar) in Gomaringen.
Das war damals genau so wie heute.
Bildertanz-Quelle: Familie Weimar

1984: Als die Drucktastentelefone in Mode kamen...


... da gab es auch diese Postkarten, die Ihr Mister Bildertanz beim Aufräumen wiederfand.
Bei Ebay kann man sie sogar ersteigern - für 1 Euro. Nur: Keiner ruft an. Keine Gebote.

Zitat des Tages: FUNK-Spruch

»Say it loud: I'm arbeitslos and proud.«
Unbekannter Autor, zitiert 2003 in der Tageszeitung Die Welt, über "heiße Funk-Rhythmen"

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (8)

»Im Jahr 1529 trat die Stadt auf dem Reichstag zu Speyer unter den protestirenden Ständen auf, und zu Augsburg genoß sie nebst Nürnberg die Ehre, die Augsburgische Confession zu unterzeichnen.
Reutlingen hatte manche schwere Schicksale. Im Jahr 1247 wurde es von dem Gegenkönig Heinrich dem Thüringer, der sich an der Stadt für ihre Anhänglichkeit an Kaiser Friedrich II. rächen wollte, mit einer harten Belagerung heimgesucht. Heinrich mußte jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen. Im Jahr 1377 sah sich die Stadt Reutlingen von Graf Ulrich von Würtemberg, dem Sohn Eberhards des Greiners bedrängt; Ulrich wurde aber vor ihren Mauern geschlagen, und entkam mit genauer Noth der Gefangenschaft.«
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Sonntag, 19. Juli 2009

Wochenschau: Gerüchte, Gerede und Geraune

NASA*: Albaufstieg wird neue Weltraumrampe

Erlkönig gesichtet: Die neue Weltraumrakete - getarnt als Schienenbus - wurde gestern hier eingangs von Pfullingen auf ihrem Transport nach Honau entdeckt. Sie soll hier am 27.7. eintreffen - an dem tag, an dem vor 40 Jahren der Bahnbetrieb von Honau nach Engstingen eingestellt wurde.

Lic
htenstein. Den Journalisten des BILDertanzes ist es gelungen, endlich die wahren Hintergründe herauszufinden, warum imer noch keine Lösung für einen neuen Albaufstieg gefunden wurde. In einem Geheimtreffen im Bahnhof Honau war bereits vor zehn Jahren beschlossen worden, den alten Albaufstieg der Zahnradbahn in eine Weltraumabschussrampe umzuwandeln. Aus Honau will die NASA ein neues Houston errichten, von dem aus 2019 die nächste bemannte Mondfahrt gestartet und überwacht werden soll. Honousten - wie das Weltraumkontrollzentrum genannt werden soll - wurde aber nicht nur deswegen aufgewählt, weil der Albaufstieg eine direkte Luftlinie zum Mond eröffnet, sondern auch, weil man festgestellt hat, dass das Wasser der Echaz als Superwasserstoffantrieb geradezu ideal ist.
MONDPREISFLUG: 5000 EURO
Schon jetzt ist klar, dass vor allem Touristenflüge zum Mond aus dem Echaztal heraus gestartet werden sollen. Der Preis eines Mondfluges: 5.000 Euro. Davon sollen knapp 4.999 Euro dem Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein zugute kommen. Er braucht das Geld zur Finanzierung des BILDERTANZes. Werner Vöhringer, Vorstandsvorsitzender des Vereins, meinte allerdings: "Wir brauchen jeden Tag mindestens zehn Starts, um unsere Kosten decken zu können." Dies hat inzwischen - wegen der erwarteten Lärmbelästigung - zu einigem Unmut bei der Bevölkerung gesorgt. "Wir werden dies auf keinen Fall zulassen", erklärte Klaus Beck, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Bahnhofs Honau, die nun um ihren Stammsitz, den Bahnhof, fürchten. Mehr noch: "Da ja der Mond nur nachts scheint, kann es auch die Starts nur nach Mondaufgang geben. Das heißt: Nur bei Neumond können die Honauer durchschlafen."
STARTS NUR NACHTS - BEI MONDSCHEIN
Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die gestern Unterschriften sammelte - angeblich, weil Lichtensteins Wahlkreis ausgegliedert werden soll. In Wirklichkeit war dies eine verdeckte Aktion, die der stellvertretende Vorsitzende des GHV Lichtenstein Günter Frick zu verantworten hat. Er hat sich mit dieser Aktion gegen seinen Vorsitzenden gestellt. "Ich wäre allerdings von der Richtigkeit dieses Projektes durchaus zu überzeugen", behauptete Frick, "wenn der GHV bereit wäre, die Hälfte der Einnahmen mit dem TUS Unterhausen zu teilen." Frick ist Präsident des TUS. Am kommenden Freitag wollen Vöhringer und Frick im Hauptquartier des Geschichts- und Heimatvereins, in der alten Kaplanei an der Erlöserkirch in Oberhausen, über die Situation verhandeln.
HONAUER LEBEN NICHT MEHR LÄNGER HINTERM MOND
Klaus Beck hat inzwischen auch seine Ansprüche angemeldet und Bereitschaft signalisiert, seine Meinung entsprechend zu ändern: "Gerade den Honauern wurde doch in der Vergangenheit immer nachgesagt, dass sie hinter dem Mond leben. Jetzt können sie der Weltöffentlichkeit beweisen, dass sie vor dem Mond leben."
*NASA steht übrigens für Nacht-Astronautik Schwäbische Alb

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (3)

Also, bei dem Wetter machen wir es uns daheim gemütlich


Bildertanz-Foto: Familie Vollrath

Zitat des Tages: Demokratie

»Das Regieren in einer Demokratie wäre viel einfacher,
wenn man nicht immer Wahlen gewinnen müsse.«

George Clemenceau, französischer Politiker (1841-1929)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (7)

»Als Reichsstadt nahm Reutlingen an allen wichtigern Begebenheiten, besonders auch an den verheerenden Städtekriegen Theil. Eine Hauptrolle aber spielte es in der
Reformationsgeschichte. Es war die erste Stadt in Schwaben, welche sich zu der
lutherischen Lehre bekannte, und schon im Jahr 1513, noch ehe Luther öffentlich auftrat, wurde hier der Anfang zu einer Kirchenverbesserung gemacht. Die erste Veranlassung gab die Unzufriedenheit mit den schlechten Geistlichen, welche die Stadt von ihrem Patronatsherrn, dem Abt zu Königsbronn erhielt, besonders mit ihrem sittenlosen Stadtpfarrer Peter Schenk. Da keine Beschwerden fruchteten: so berief die Stadt im Jahr 1519 einen jungen Theologen, den nachmals so berühmten Dr. Matthäus Alber (zu seiner Zeit Aulber ausgesprochen), eines Goldschmids Sohn von Reutlingen, von der Universität Tübingen zurück, und stellte ihn als Prediger bey der Pfarrkirche an. Alber hatte in Tübingen Luthers Lehren kennen gelernt, er predigte öffentlich und in häuslichen Lehrstunden im Geiste derselben. Die Gemüther waren vorbereitet und die neue Lehre fand überall Eingang. Zwar widersetzte sich der Abt von Königsbronn aus allen Kräften und bewirkte sogar, daß Alber und die Stadt in den Bann gethan wurden und letztere überdieß noch in die Reichsacht erklärt wurde: allein aller Widerstand war vergeblich. Nach Eßlingen vor das [101] Reichsgericht geladen, zog Alber i. J. 1524 unter dem Geleite einer Schaar bewaffneter Reutlinger dahin, vertheidigte sich dort siegreich über 68 ihm vorgelegte Punkte, und läugnete nur die eine Beschuldigung, daß er die heil. Mutter Gottes verlästert und sie eine Lohnwäscherin genannt habe. Das Reformationswerk ging von nun an mit schnellen Schritten vorwärts. Im Jahr 1526 schickten die Reutlinger Abgeordnete an Luther und diese brachten von ihm ein Schreiben an Alber und „an alle liebe Christen in Reutlingen“ zurück.«
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Samstag, 18. Juli 2009

Pfullingen: "Grüne" Grüße vom Lindenplatz


Über keinen anderen Ort haben wir soviele Bilder wie von Pfullingen. Es wird höchste Zeit, dass wir hier ebenfalls ein Tagebuch eröffnen. Oder?
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

Bahnhof Pfullingen: Heute eine Gastwirtschaft...


... früher eine wichtige Station der Zahnradbahn auf dem Weg hinauf auf die Alb.
Bildertanz-Quelle: Alfred Betz (Pfullingen)

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (2)

»Wir kamen im Frieden für die gesamte Menschheit.«

Idee & Konzept: Raimund Vollmer; Grafische Umsetzung; Stefan Kieninger

Leben 1957: Der Abwasch noch ohne Spülmaschine...


Bildertanz-Quelle: Sammlung Friedrich Dittmar

Zitat des Tages: Erfahrung

»Zuviel Erfahrung ist durchaus geeignet,
die Freude am Leben zu trüben.«

André Maurois, französischer Autor (1885-1967)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (6)

»Auf diese Weise gelangte Reutlingen allmählig zu der völligen Unabhängigkeit und
Selbstständigkeit einer Reichsstadt. Als solche genoß es auch, zwar nicht so häufig,
[100] wie andere schwäbische Städte; doch nicht ganz selten die Ehre Kaiserlicher
Besuche. Im Jahr 1360 kam Kaiser Karl IV. dahin, und verweilte 14 Tage, um die
Angelegenheiten Schwabens in Ordnung zu bringen. Auch Kaiser Friedrich III. ließ sich
nicht abhalten, die Stadt zu besuchen, ungeachtet sie sich die Ehre verbeten hatte, und
sein Sohn Maximilian I. verweilte mehr als Einmal daselbst.«
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Freitag, 17. Juli 2009

Zur Erinnerung an die Mondfahrt 1969 (I)



»Ich glaube, wir sollten zum Mond gehen.«
John F. Kennedy, US-Präsident, am 25. Mai 1961
Aus einer Ausstellung der Firma USU, die Ihr Mister Bildertanz gemeinsam mit dem Grafiker Stefan Kieninger produziert hat.

Kinder vor der Hahnschen Mühle Richtung Tübinger Tor...


So beschreibt Werner Früh das Bild: »Das Gebäude im Hintergrund ist die "Hahnsche Mühle" oder auch "Kunstmühle". Die Kinder haben soeben die Lederstraße überquert und stehen nun fast direkt vor dem Tübinger Tor.«
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Sickenhausen in den sechziger Jahren...


... im Hintergrund sieht man das Rathaus.
Bildertanz-Quelle: Martin Nübling

Bildertanz 1962: Unter den Linden


Bildertanz-Quelle: Freidrich Dittmar

Zitat des Tages: Die Wahrheit

»Die Wahrheit siegt durch sich selbst.
Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.«

Epiktet, griechischer Philosph (50-135 v.Chr.)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (5)

»Vom Kaiser Maximilian I. erhielt Reutlingen im Jahr 1495 das Recht, bey geschlossenen Thüren, und nicht wie bisher auf freiem Platz oder Markt, über Blut zu urteilen, und von demselben in ebendenselbem Jahre ein Privilegium wegen der Todtschläger, wodurch der Gebrauch bestätigt wurde: daß hinführo all und jegliche Person, so auch bis des Zorns oder aus Notwehr außerhalb Reutlingen, Todtschläge thun, in der Stadt Freyung haben sollen; und noch heute leben Asylanten in Reutlingen.
Allmählig machte sich die Stadt auch von dem ihr so lästigen Achalmischen Verbande los; der vielen daraus entstandenen Verdrießlichkeiten, verlieh ihr Graf Eberhard das Stadtschultheissenamt nebst den obigen Rechten gegen ein jährliches Pachtgeld von 550 fl. im Jahr 1479 auf 3 Jahre und im Jahr 1483 wieder auf 11 Jahre; und dieser Pacht wurde immer wieder erneuert, bis endlich im Jahre 1500 Württemberg gegen Kaiser Maximilian sich zu einem Verkauf verstand, worauf dann der Kaiser den Besitz gegen den doppelten Pachtschilling von 12,000 fl. an die Stadt verkaufte.«
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Donnerstag, 16. Juli 2009

Vor 50 Jahren: Heuss & Kiesinger in Reutlingen...


... dann war das schon ein Ereignis, auf das die Reutlinger stolz waren. Immerhin kamen der Ministerpräsisdent und spätere Bundeskanzler und der Bundespräsident im Doppelpack. Wann gab es so etwas jemals wieder in Reutlingen.
Bildertanz-Quelle: Familie Rist

Feierabend in Sickenhausen (II)


Wohl etwa 40 Jahre alt ist dieses Foto.
Bildertanz-Quelle: Familie Holder (Sickenhausen)

Reutlingen um 1960: Blick in die Karlstraße


Urbanität pur. Ein Hauch von Großstadt. Reutlingen, einst die Stadt der Millionäre
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Reutlingen 1960: Als Kalbfell seine Großstadt plante...


So sah die Gesamtplanung des Rathauses aus. Es ist ein Modell, das - jedenfalls im Vordergrund - wieder zur Disposition steht. Durch die neue Stadthalle, die vielleicht alle wollen, aber nicht jeder wirklich mag. 45 Jahre später steht das Rathaus, das von vornherein auf eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohner geplant wurde, immer noch - und es wird so lange stehen bleiben, bis es jeder mag. Dann wird es abgerissen. So war es schon oft in Reutlingen.
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Zitat des Tages: Sprache

»Sprache ist unter anderem auch Expression,
durchaus nicht immer Kommunikation.«

Ludwig Marcuse,
deutscher Philosoph (1894-1971)

Reutlingen 1962: Blick auf den Listplatz


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (4)

»Im Jahr 1343 erhielt Reutlingen von K. Ludwig IV., der gern alle Städte zu Reichsstädten gemacht hätte, ein Privilegium, wie man jährlich Gericht und Rath vereinen soll, und 1374 geht eine von Kaiser Karl IV. bestätigte Ordnung, dem Burgermeister und dem Rath uffgericht, aus, weölche, nach dem Vorbild der Rotweiler Ordnung, die Wahlen, wie sie bis in die neusten Zeiten blieben, bestimm.*) In demselben Jahre erhält die Stadt das Privilegium, daß Keiner an kein Landgericht geladen werden, sondern vor dem Schultheißen Recht geben und nehmen soll.«
*) Die Urkunde ist mit dem Stadtsiegel - einem einfachen Adler mit der Inschrift: S. Universitatis De Riutelingen versehen

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Mittwoch, 15. Juli 2009

Feierabend in Sickenhausen (I)


Bildertanz-Foto: Familie Holder

Gasthaus Löwen: Noch heute im Stil der 50er Jahre...


... ist diese Kultkneipe in Sickenhausen, an dessen Stammtisch sich die Sickenhäuser, Altenburger und Rommelsbacher treffen - und zwar jung und alt, 18jährige ebenso wie 80jährige. Berühmt ist das Lokal aber auch für sein Männerpissoir - im Stil der 50er Jahre.
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus (Sickenhausen)

Reutlingen 1962: Und vor dem Merkur lockte das Kino "Scala"


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (3)

»Erwiesen ist auf jeden Fall, dass die Grafen von Achalm nicht nur Güter, sondern auch das Schultheissenamt, Frevel, (Vogtes) Zoll, Umgeld und Mühlen, somit alle Rechte, die sie zu Herrn von Reutlingen hatten machen können, besaßen. Diese Rechte und Güter, welche nach dem Erlöschen des Achalmischen Hauses an das Reich fielen und von dem letzten Sprossen der Hohenstaufen, dem unglücklichen Conradin mit der Burg und Herrschaft Achalm an Württemberg versetzt wurden, *) konnten jedoch nicht hindern, daß sich nicht die Stadt allmählich zur freuen Reichsstadt erhob, und es war ihr hierbey besonders günstig, daß Württemberg nur in pfandschaftlichem Besitze derselben war.«
*) In dem Gedränge, worin sich Conradin befand, - fügte er - consideratis fidelibus et devotis servitiis, que dilectus fidelis noster Vir Nobis Ulricus Comes der Wirtenberch nobis exibuit et exhibere poterit in futuro - kraft einer in dem K. Archiv noch aufbewahrten Original-Urkunde, zu der Summe von 500 Mark, wofür Ulrich die Pfandschaft besaß, im Jahr 1262 noch weitere 400 Mark dazu, so daß die Wiederlosung nur gegen 900 Mark hätte geschehen können.
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Dienstag, 14. Juli 2009

Weltvergleich: Gewinn der Platinum-Auszeichnung für Ihren Mister Bildertanz...

... der in seinem anderen Leben als freier Journalist zusammen mit Stefan Kieninger, freework-design, alljährlich den Kürteil des Geschäftsberichts der USU Software AG aus Möglingen bei Ludwigsburg betreut. Unter rund 3000 Bewerbern weltweit belegte das Team, das mit einem kleinem Budget auskommen muss, den Platz 24 in dem von LACP ausgetragenen Wettbewerb. In der Kategorie Software sicherte sich der Geschäftsbericht den ersten Platz (Platinum) vor Unternehmen wie SAP, also Firmen, denen in der Regel weitaus höhere Budgets zur Verfügung stehen. Siehe Presseerklärung der USU.
Im Jahr 2003 gewann Vollmer gemeinsam mit der Stuttgarter Kreativagentur Strichpunkt die "Goldmedaille" des Art Directors Club in New York für eine Jubiläumsschrift der USU Software AG. 2004 erhielt das Team in Berlin den PR Report Award für diese Jubiläumsschrift - vor Kampagnen zum Beispiel zur Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland.
Damit genug an Eigen-PR. Ihr Raimund Vollmer alias Mister Bildertanz.

Reutlingen vor 100 Jahren: Der stille Charme der Jahrhundertwende


... kommt auf diesem Bild voll zum Ausdruck. Die Wilhelmstraße ist noch ohne Straßenbahnschienen. Die Postkarte ist aus dem Merz-Verlag.
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

8 Uhr 42 Minuten: Ab jetzt arbeiten Sie in die eigene Tasche

Heute ist Steuerzahler-Gedenktag. Für das Jahr 2009 beträgt die Steuer- und Abgabenquote 53,3 Prozent von jedem verdienten Euro. Demzufolge lässt sich der 14. Juli, 8.42 Uhr, als exakter Zeitpunkt, bis zu dem die Steuer- und Abgabenzahler für den Staat arbeiten müssen, berechnen.
Bildertanz-Quelle: Bund der Steuerzahler

Reutlingen 1962: Das Spritzenhaus


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (2)

»Ihren Namen hat die Stadt vermutlich, wie viele andere ähnlich benannte Orte, entweder von Reute - ein ausgereuteter und urbar gemachter Platz - oder wie Riedlingen an der Donau , mit dem es auch in alten Urkunden häufig gleich geschrieben ist - Rudelingen, Rutelingen, - Rütlingen - von einem Ried, Rieth (sumpfiger Grund), wovon noch die Riedwiesen bey der Stadt übrig sind, erhalten. In den frühesten Zeiten scheint Reutlingen unter mehrere Grundherren vertheilt gewesen zu sein; die bedeutendsten davon und die eigentlichen Herren von Reutlingen waren die Grafen von Achalm, welche ihren Sitz auf der Burg Achalm bei der Stadt hatten, vor der Erbauung dieser Burg aber selbst in der Stadt gewohnt haben sollen. Sulger, an dem angeführten Orte, nennt namentlich die Grafen Egino und Rudolph die Erbauer von Achalm, welche hier ums Jahr 1030 gesessen haben, und sagt, daß ein Drittheil des Ortes den Grafen gehört habe. Diese Grafen waren ohne Zweifel von Einer Familie mit den "Edelleuten an der Echaz", von welchem Grusis Nachricht gibt, daß sie vor Anfang der Stadt zwei Häuser erbaut haben, welche noch zu seiner Zeit bey der Marienkirche gezeigt wurden. Diese Häuser sind zwar nicht mehr vorhanden: aber noch steht in der Gegend der Zwifalter Hof, und bekanntlich waren die Grafen von Achalm die Stifter von Zwifalten. Auch erhält die Crusiusche Nachricht noch weiter durch die Sage Wahrscheinlichkeit, daß von diesem Hofe aus ein unterirdischer Gang nach der Achalm hingeführt habe, und daß durch diesen Gang die Reutlinger noch im Jahr 1519, als die Stadt von Herzog Ulrich berennt wurde, einen Weg gefunden, Boten nach Ulm abzuschicken.«
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Reuutlingen, Professor Memminger, 1824, Seite 97f
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Montag, 13. Juli 2009

Borth: "Natürlich helfe ich gerne mit Geschichten und Anekdoten"

Mit Staunen hatten beim Treffen der Geschichtsverein in Honau die Teilnehmer gelauscht, als plötzlich unsere Bildertanz-Tagebücher ein Thema waren. Denn das, was wir hier machen, ist in der Welt einzigartig. Wir sind die ersten, die einen solchen täglichen Geschichtsverbund im Internet aufgebaut haben und weiter ausbauen wollen. Vor allem Dr. Wilhelm Borth, Vorsitzender des Geschichtsvereins Reutlingen, hatte aufmerksam zugehört. Bei einem Besuch heute in seinem Haus in Rommelsbach erzählte ihm Ihr Mister Bildertanz, was genau wir da eigentlich machen. Spontan sagte er zu, uns mit Anekdoten und Geschichten aus der Vergangenheit Reutlingens zu unterstützen. Und als erste Geste überließ er uns als Leihgabe die Oberamtsbeschreibung von 1924, mit deren Abdruck wir in Auszügen heute beginnen.

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (1)

»Die Geschichte der Stadt
Reutlingen war früher eine der bedeutendern Reichsstädte in Schwaben. Die erste und älteste Nachricht, welche man von Reutlingen hat, ist diejenige, welche Sulger in seinen Zwifalter Annalen P.l.p.2 - freilich nicht die zuverlässigste Quelle - mittheilt, wonach Reutlingen i.J. 1030 zwar noch ein Dorf, aber ein Dorf, das 600 Häuser zählte, war. Dieses Dorf wurde, nach Hermannus Minorita, zu gleicher Zeit mit Eßlingen, im Jahr 1200, von Kaiser Otto IV. mit Stadtrecht und im Jahr 1216 von Kaiser Friedrich II. mit Mauern versehen. Im Jahr 1247 hielt die Stadt schon eine schwere Belagerung aus, wovon später noch die Rede sein wird.
«
Bildertanz-Quelle: Beschreibung des Oberamts Reuutlingen, Professor Memminger, 1824, Seite 97
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Reutlingen 1962: Blick auf den Löwenbrunnen


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar (Oferdingen)

Reutlingen 1962: Blick in den Ledergraben


Das Bild steht jetzt richtig herum (Siehe Kommentar)

Bildertanz-Foto: Friedrich Dittmar

Michael Jackson 1984: Das Titelbild, das Andy Warhol malte...


... ist auch bereits 25 Jahre her. Es gehört auch zum Repertoire Ihres Bildertanzes, hinter dem nicht nur 60.000 Fotos von Menschen aus hier aus der Region stehen, sondern ein großes zeitgeschichtliches Archiv.
Bildertanz-Quelle: Archiv RV

Bildertänzer sind im Schnitt drei Minuten und 42 Sekunden...

... zu Besuch in unserem Tagebuch. Zwischen 40 und 80 Besucher kommen täglich allein auf diese Website. Empfehlen Sie uns weiter an Ihre Freunde. Sie machen ihnen eine Freude - und uns.
IHR BILDERTANZ-TEAM

Samstag, 11. Juli 2009

Wochenschau: Gerüchte, Gerede und Geraune

Der Preis der Achalm:
Nordraum wird wieder selbständig


Nordraum. An diesen Schwörtag wird sich Oberbürgermeisterin Barbara Bosch ihr Leben lang erinnern. Denn ein genaues Studium der Bempflinger Verträge von 1090 ergab, dass damals Werner IV. von Grüningen nur deshalb auf sein Erbteil verzichtete, weil er dafür die Achalm bekam. So konnten die Grafen Kuno und Liutpold den heutigen gesamten Nordraum behalten, der eigentlich Werner IV. zustand. Damals wurde vereinbart, sollte Reutlingen jemals in den Besitz der Achalm kommen, müsste die freie Reichsstadt sofort alle Ländereien im Norden abgeben. Dies seien insbesondere die Orte Altenburg, Degerschlacht, Oferdingen, Rommelsbach und Sickenhausen. Um diese separatistischen Bewegung von vornherein im Keim zu ersticken, hatte OB BB darauf bestanden, dass die Bürgermeister dieser Dörfer ebenfalls am Schwörtag ihren Eid auf Reutlingen abgeben.
Dies wurde teilweise abgelehnt. Nun soll ein Bürgerentscheid darüber befinden.

Ein neuer "alter" Tonfilm: Reutlingen in den siebziger Jahren...

... ist wieder zurück aus der Digitalfabrik. Heute kam er mit der Post. Ein erster Blick hinein genügte, um zu wissen: Dieser Film wird alle Bildertänzer erfreuen. Familie Wiedemann aus dem Ringelbach hatte den Film um 1974 herum (man sieht natürlich auch die Straßenbahn) aufgenommen. Jetzt muss er noch ein wenig nachgearbeitet werden. Und auch ein zhweiter Blick über die volle Länge belegt: Hier werden Erinnerungen wach - auch an Häuser, die es wahrscheinlich doch wert waren, dass man sie abriss - und an andere, bei denen einem jetzt noch das Herz blutet.

Landesgartenschau 1984: Vor 25 Jahren...


,,, war dies das Großereignis. 2009 sind es die Heimattage. Den Schwörtag gab es damals noch nicht in Reutlingen.
Bildertanz-Foto: Leopold Müller

Das kann ja jedem mal passieren...


Bildertanz-Foto: Leopold Müller

Freitag, 10. Juli 2009

Wannweil - vor 100 Jahren...


Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

Echterdingen 1939: Als der alte Flughafen noch ganz neu war...


... da sah er so so. Der erste Flugplatz war in Böblingen gewesen, doch in den dreißiger Jahren wurde auf den Fildern kräftig gebaut.
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

Reutlingen 1908: DER EISTURM...


... steht hier noch frei und in voller Größe. Durch Aufschüttungen des Ledergrabens ist der Turm nur noch halb zu sehen.
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

Dienstag, 7. Juli 2009

Montag, 6. Juli 2009

Reutlingen in den 50ern: Vor dem Spendhaus


Bildertanz-Foto: Ruth Haussmann

Oberamtsbeschreibungen: In Rommelsbach, Altenburg, Gönningen und Walddorfhäslach verlinkt


Da wir in den vergangenen Wochen für einige Orte die Oberamtsbeschreibungen von 1867, soweit sie das Oberamt Tübingen betrafen, als kleine Serie veröffentlich haben, sind wir nun dabei, die einzelnen Teile miteinander zu verlinken, so dass sie hintereinander gelesen werden können.
Dies ist bereits geschehen für Reutlingens Bezirke Rommelsbach, Gönningen und Altenburg, für Häslach und für Walddorf.


Der 490 Seiten starke Faksimile-Nachdruck der "Beschreibung des Oberamts Tübingen" kann bestellt werden unter der Nummer: ISBN 3-7644-0048-X.

Sonntag, 5. Juli 2009

Wochenschau: Gerüchte, Gerede und Geraune


Links: Stewardessen-Dress fürs 21. Jahrhundert - Rechts: Betzinger Jugend des 20. Jahrunderts
Stewardessen sollen zu neuen Betzinger Trachten inspirieren
Betzingen. Im August wird der gesamte neugewählte Ortschaftsrat auf Weltreise mit den verschiedensten Fluggesellschaften auf unserem Globus gehen. Der Grund: „Es kann nicht sein, dass die Moderne an unseren Trachten vorübergeht“, erklärte gestern Thomas Keck, Bezirksbürgermeister von Betzingen. „Jetzt ist die Zeit, in der wir festlegen müssen, wie die Betzinger Trachten im 21. Jahrhundert aussehen werden. Wir wollen uns dabei nach den Uniformen der Fluggesellschaften orientieren“, meinte der Stimmenkönig. „Da nur interkontinentale Flüge uns genügend Zeit lassen, die Alltagstauglichkeit der Uniformen zu beobachten, haben wir uns entschlossen, alle Kontinente zu besuchen.“ Das Ergebnis dieser Recherche wird der Bezirksrat in seiner ersten Sitzung nach der Sommerpause den Bürgern von Betzingen in der Zehntscheuer präsentieren. Die Kosten für Flug übernimmt die Stadt Reutlingen, die sich damit dankbar dafür zeigen will, dass Betzingen auf den Bau des Olympiastadions verzichtet. Wir berichteten. Hotelkosten fallen keine an, da es sich durchweg um Nachtflüge handelt. Und die in den Jets gereichten Mahlzeiten und Drinks müssten auch für die leibliche Ernährung der Abgeordneten ausreichen.

GROSSPROJEKTE:
GIGANTISCHE TUNNELARBEITEN RUND UM RT

Die wahren Hintergrunde des Achalmfestes
Reutlingen/Altenburg.
Bei ihrem Besuch des Dorffestes in der Neckargemeinde verkündete Oberbürgermeisterin Barbara Bosch, dass Erkenntnisse, die beim bevorstehenden Bau des Scheibengipfeltunnels getroffen wurden, auch anwendbar sei für den Ausbau der Bundesstraße 464, dem Lärmzubringer zur B 27. Demnach gäbe es nun computergesteuerte Bohrmaschinen, die derart eins werden mit ihrem Projekt, dass man von den Bauarbeiten so gut wie gar nichts spüren würde. So würde die Achalm gar nichts davon spüren, wie sie angebohrt würde. Um dies in einem Feldtest zu beweisen, habe man gestern zum Achalmfest eingeladen. Niemandem sei aufgefallen, dass im Untergrund kräftig gebohrt wurde. Die Firma Tiefunten AG, die mit dem Bau des Tunnels beauftragt wurde, hat übrigens die Kosten für den Erwerb der Achalmwiesen übernommen. „Wir haben der Stadt Reutlingen 750.000 Euro für die Durchführung dieses Tests am 4. Juli 2009 gezahlt“, erklärte deren Vorstandsvorsitzender Ingo Obenauf. Bosch ergänzte: „Wir wollten die komplette Kontrolle über diesen Test und haben deshalb die Wiesen erworben.“ Auf ihnen soll nun alljährlich im September den Cannstatter Wasen und dem Oktoberfest in München Konkurrenz gemacht werden. Bösmannsäcker entsprach schon lange nicht mehr den Ansprüchen einer Großstadt“. erklärte Bosch.

B464 und Neckar werden untertunnelt

Altenburg/Sickenhausen/Walddorfhäslach. Die eigentliche Sensation derweil war, dass ab morgen mit den Bohrarbeiten an dem neuen B 464 Tunnel in Orschel-Hagen begonnen werde. „Wir werden den Tunnel unterhalb der jetzigen Trasse führen, dabei bei Altenburg unterhalb des Neckars gehen, um dann in Walddorfhäslach herauszukommen“, berichtet Bosch den Festgästen. Hier – wie auch auf dem Dorffest in Sickenhausen – war dies die Nachricht des Abends, wenn nicht gar des Jahrhunderts. Die Bohrarbeiten werden bis Ende der Woche gehen. „Endlich Schluss mit dem unerträglichen Lärm“, hieß es allenthalben.
Kniebisstraße: Protestmärsche in Rommelsbach erwartet
Rommelsbach.
Inzwischen wurde die Nachricht von den neuen Bohrverfahren auch in Rommelsbach bekannt. Hier war man darob besonders erbost. „Die ganzen Arbeiten an der Kniebisstrasse, die fast unseren Ruin bedeutet hätten, wären nach diesem Verfahren doch in zwei Stunden erledigt gewesen“, beschwerte sich Sabine Leidenärger, die hier das Schreibwarengeschäft Bleibweg führt. Die Kniebisstrasse hat eine neue Kanalisation erhalten. Die Arbeiten daran dauerten mehr als zwölf Monate. Man will nun von Reutlingen eine Entschädigung verlangen. „Daraus wird nichts“, erklärte auf Anfrage Barbara Bosch, „oder warum haben wir wohl die Haushaltssperre verhängt.

Echaztunnel wird bis Nebelhöhle geführt
Lichtenstein.
Auf dem heute stattfindenden Goasgardefest im Ortsteil Oberhausen kursierte nun das Gerücht, dass Lichtenstein komplett von einer achtspurigen Echazautobahn untertunnelt werden soll. Etwa auf Höhe der Pfullinger Unterhosen soll der Tunnel beginnen um dann an der Nebelhöhle wieder herauszukommen. Der Tunnel soll sogar direkt durch die Höhle führen, um alle Fahrer auf dieses Weltkulturerbe aufmerksam zu machen. Leider haben wir bislang keine Bestätigung für dieses Gerücht erhalten.

Bildertanz soll eigenes 3D-Kino in Wannweil erhalten
Wannweil. Hauptamtsleiter Volker Steinmaier, Chef des Teams Bildertanz in Wannweil, wird bei einem Treffen am Dienstag im Rathaus verkünden, dass extra für die Austragung der „24 Stunden von Wannweil“ die Gemeindehalle in ein 3D-Kino umgewandelt werden soll. „Die Kosten für den Umbau belaufen sich auf etwa 20 Millionen Euro, da wir zugleich ein komplettes Aufnahmestudio einrichten werden.“ Der Aufwand wird auch deshalb erbracht, weil 2010 der US-Präsident Barack Obama zum Weltklimagipfel nach Wannweil kommen wird. „Wir sind nicht nur Mediendorf, wir sind 3D-Mediendorf“, begründete Bürgermeisterin Anette Rösch die Investition. „Lasst andere Tunnel bauen. Unser Studio ersetzt künftig Autofahrten. Videokonferenzen mit holographischen Aufzeichnungen sind viel umweltfreundlicher.

Samstag, 4. Juli 2009

1865: "Feierabend" oder eine Erinnerung an den 4.7.2009...


... der Tag, an dem auf der Achalm der Erwerb des Hausberges durch die Stadt Reutlingen gefeiert wurde. Vielleicht kehren die Reutlinger ähnlich beschwingt von den Festivitäten heim wie auf diesem Bild von Christian Votteler aus dem Jahr 1865.
Bildertanz-Quelle: Christian Votteler (Maler), 1865

Gruß aus Reutlingen


Farblithografie von 1863
Bilderrtanz-Quelle: Charlies Schatulle

Die Achalm: Geschichte eines Hausberges...

... der endlich seine Stadt fand, so könnte man die Veröffentlichung von Reutlinges Stadtarchivar Dr. Heinz Alfred Gemeinhardt in der gestrigen Ausgabe des General Anzeigers zusammenfassen. Wer die große, aber artige Story nochmal nachlesen will, dem sei hiermit die direkte Verbindung gegeben.

Freitag, 3. Juli 2009

Als die Straßenbahn noch bis zum Karlsplatz fuhr ...


und der Kaufhof noch Merkur hieß.... Nur Friedrich List blieb derselbe.
Bildertanz-Quelle: Ruth Haussmann (Reutlingen)

Donnerstag, 2. Juli 2009

Reutlingen 1913: Dass hier einmal die Volksbank einziehen würde...


... das hätten die beiden Herren wohl nie gedacht. Ob das Gebäude links wohl mal wieder einen solchen Erker bekommen wird - oder gäbe es dann Ärger? Wir sind gespannt, was aus dem Reutlinger Marktplatz wird...
Bildertanz-Foto: Sammlung Fritz und Margarete Lamparter

Eugen Kittel: Den 150. Geburtstag eines Pioniers...

... würdigt heute unser Eninger Bildertanz-Tagebuch. Die Gemeinde Eningen hat nun einen Weg nach dem genialen Ingenieur benannt. Unser Eninger Bildertanz-Tagebuch berichtete als erster darüber. Und auch dem GEA war das gestern eine Story wert. Und heute folgte dann das Geburtstagsporträt.
Natürlich ist die Geschichte dieses Mannes längst bei Wikipedia notiert.
Dass Ihr BILDERTANZ einen Film besitzt, in dem die mit Kittel-Technologie ausgestattete Zahnradbahn durchs Echaztal dampft, sei hier nur nebenbei erwähnt.

Mittwoch, 1. Juli 2009

Reutlingen 1945: Nach den Bombenangriffen...


... die einen völlig zerstörten Marktplatz hinterließen. Jetzt, 2009, soll er neu gestaltet werden.
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

LIEBE BILDERTANZ-BLOGGER! DER ZÄHLER LÄUFT WIEDER. (Allerdings fehlen uns heute rund 16 Stunden)

An die Bildertanz-Blogger: Der Ausfall des Zählers...

... ist auf einen Server-Fehler zurückzuführen. Seit gestern Abend wissen wir nicht mehr, wieviele Freunde des Bildertanzes (und seiner "Vororte") unsere Tagebücher besuchen. Und das macht uns ziemlich nervös, weil wir uns erstens untereinander daran sportlich messen, zweitens daran zu erkennen suchen, welche Inhalte auf besonders großes Interesse stoßen. Zudem können wir daran sehen, wie sich die Besucherzahlen im Laufe der Wochen und Monate entwickelten. Das allerwichtigste daran aber ist, dass wir in den Zahlen eine Bestätigung unserer täglichen Arbeit sehen.
Jetzt wollen wir hoffen, dass der Fehler bald beseitigt wird.

Heute im GEA: Wolfgang Purwin und sein Gangster-Citroen...

... ist dem Reutlinger General Anzeiger ein Aufmacher wert. Eine schöne Geschichte. Ihr BILDERTANZ hat den 1954 gebauten und von Wolfgang Purwin ais Dörnach in zehnjähriger Feinarbeit restaurierten Franzosen im vergangenen Jahr beim Oldtimer-Treffen in Altenburg "testen" dürfen. Das Ergebnis: Wer einmal auf dem Rücksitz dieses wunderschönen Autos, das in französischen Krimis oft mitspielen durfte, der möchte am liebsten nicht mehr aufstehen.
Wolfgang Purwin, dessen Nachname der GEA fälschlich mit "ie" schreibt, ist wie Ihr Mister Bildertanz aus Dortmund gebürtig. Obwohl er wirklich dort nur geboren ist, um dann seine Kindheit und Jugend im Münsterland und Rheinland zu verbringen, erkannte Wolfgang sofort den Dortmunder. Wer ein so feines Gehör hat, der weiß wie man mit Motoren, Autos und deren Geräuschen umzugehen hat.
Herzlichen Glückwunsch zu dieser GEA-Reportage.
Siehe auch unseren Tagebucheintrag vom 5.10.2008
Nachtrag: Beim Telefonat heute mit Gratulation zum GEA-Bericht vereinbarten die beiden Dortmunder bei schönem Wetter einen Sonntagausflug zum Goasgardefest nach Lichtenstein (Wolfgangs Frau Rose, geb. Haarer, stammt daher) zu wagen.