Freitag, 31. Juli 2009

Urlaubsfotos: Ein Reutlinger in Italien...


... das war bereits in den fünfziger Jahren keineswegs eine Seltenheit.
Bildertanz-Quelle: Familie Trautmann (Ringelbach)

Zitat des Tages: Größe

»Sieger zu sein ist wenig;
doch groß zu bleiben alles.«

Victor Hugo, französischer Schriftsteller (1802-1885)

Donnerstag, 30. Juli 2009

MÖCHTEN SIE EINEN WAGEN DER REUTLINGER STRASSENBAHN KAUFEN?


Als der Fischbach-Wagen noch im Einsatz war...
Bildertanz-Foto: Eberhard Hohloch

Bei ebay können Sie das Gefährt für 7.000 Euro sofort erwerben - oder aber ersteigern. HIER DIE DATEN
Es ist übrigens der Fischbach-Wagen, der einige Zeit im Neckartal stand (beim Dieter Vogel), wohl zurück auf die Alb gebracht wurde - und damals bei seinem Abtransport von Jürgen Reich fotografiert wurde.
Jürgen, hast Du noch ein Foto von dieser Aktion?
Hier das Abschiedsfoto von Altenburg.
Bildertanz-Foto: Jürgen Reich

Übrigens: Den Tipp gab uns Werner Früh aus Betzingen
Der Link funktionierte zeitweilig nicht. Er ist jetzt richtig eingestellt.
Laufzeit: NOCH ACHT TAGE!!!
Erstes Gebot: EIN EURO

Urlaubsfotos: Manchmal genügt auch ein Ausflug...


... mit dem Schwäbischen Albverein in die nähere Umgebung. Das war in den fünfziger Jahren so, das ist auch heute noch so. Und die Belohnung war damals wie heute dieselbe.
Bildertanz-Quelle: Familie Kuder (Oferdingen)

Zitat des Tages: Partei

»Ist die Regierung zufrieden mit der Partei,
dann hat die Partei nicht weit genug gedacht.«

Egon Bahr, deutscher Politiker, (geb. 1922)

Mittwoch, 29. Juli 2009

Urlaubsfotos: Boot mit Mopedantrieb...




... bauten sich Elmar Heymann aus Reutlingen und seine Freunde. Und der Kahn lief tatsächlich.
Bildertanz-Quelle: Elmar Heymann

Die Anzeige der Ulla Schmidt


Gesehen in der FAZ von heute

Die B27, der Megastau und die Baustellen-PR


Lieber ein Stilleben vom Neckarviadukt der B464 als im Staustehen auf der B27. Das Bild schickte uns per Email Rudolf Thumm aus Altenburg, der - als Unternehmer - die B27 sehr schätzt und es auch am Montag hingenommen hat, hier im Stau zu stehen. Natürlich ist sein Foto wunderschön - und der Blick von der Brücke ins Neckartal ist selbstverständlich auch voller Faszination. Das Schöne an Fotos ist: Man hört nicht den Lärm...

»Trotz überdurchschnittlicher Pressearbeit
haben wir nicht alle erreicht.«

Dr. Clemens Hoboth-Kuhs,
Pressesprecher des Regierungspräsidiums in Stuttgart
gegenüber dem Reutlinger General Anzeiger
KOMMENTAR:
KEINE SORGE - JETZT HABEN SIE JEDEN ERREICHT.
Siehe auch unsere Erstmeldung

Zitat des Tages: Reisen

»Man reist ja nicht,
um anzukommen.
sondern um zu reisen.«

Johann Wolfgang von Goethe, Dichter (1749-1832)

Dienstag, 28. Juli 2009

50er Jahre: Blick auf die Wolfgangskirche



Bildertanz-Foto: Ruth Haussmann

Lichtenstein: Wie wäre es mit einem Kurzausflug?


Wenn das Wetter weiterhin so bleibt, wie es heute morgen scheint, dann wäre für all die, die hierbleiben, ein Besuch auf der Burg Lichtenstein auch nicht schechtt. Diese Postkarte ist mindestens 50 Jahre alt.

Wanderglück: Morgen beginnen auch bei uns die Ferien



So war es 1950 - vor nunmehr bald 60 Jahren. Und der Triumph war natürlich, damals wie heute, wenn man den Gipfel erreicht hatte.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Friedrich Dittmar (Oferdingen)

Zitat des Tages: Gefahr

»Wo Gefahr ist, wächst das Rettende auch.«
Friedrich Hölderlin, Dichter (1770-1843)

Montag, 27. Juli 2009

Feierabend in Betzingen: Vor dem Haus...


... traf man sich im Sommer - nicht nur die Männer, sondern auch die Frauen, die sich dann gemeinsam der Handarbeit widmeten.
Bildertanz-Quelle: Waltraut Digel (Betzingen)

CHAOS AUF DER B27...

... wer zum Flughafen wollte, der sah heute morgen alt aus.
Bei Walddorfhäslach haben heute Ausbesserungsarbeiten auf der B27 Richtung Stuttgart begonnen. Das Ergebnis: Elf Kilometer Stau - auch auf den Umgehungsstrecken. Niemand ahnte etwas - und wer zum Flughafen wollte, der wird seinen Flieger verpasst haben. Selbst die Nebenstrecken waren allesamt verstopft. Eine klare Ansage über die Medien wäre hier angesagt gewesen.
SO NICHT, MEINE HERREN VOM STRASSENBAU!
DIES IST AN ARROGANZ DURCH NICHTS ZU ÜBERBIETEN.
Bis September werden die Fahrbahnarbeiten dauern.

Eine Familie aus Reutlingen...


... mit acht Kindern war selbst in den fünfziger Jahren schon eine Seltenheit. Vier oder fünf Kinder war fast normal. Die Babyboomer sollte man diese Generation später nennen, die nun in das Rentenalter kommt und feststellen muss, dass es auch schlecht sein kann, wenn es von einer Generation zu viele gibt.
Bildertanz-Quelle: Familie Dittmar

Lichtenstein: Umzug mit "Luftschutzübung"


Bildertanz-Quelle: Sammlung Gerlinde Christner

Zitat des Tages: Das Menschliche

»Es ist ganz einerlei, vornehm oder gering sein:
das Menschliche muss man immer ausbaden.«

Johann Wolfgang von Goethe, Dichter (1749-1932)

Sonntag, 26. Juli 2009

Wochenschau: Gerüchte, Gerede und Geraune

Großbildprojektion & Studio: Villa Schau(m)burg erstmals getestet

Wannweil. Ohne dass die breite Öffentlichkeit etwas davon mitbekam, wurde gestern in Wannweil das neue 3-D-Studia in der Villa Schau(m)burg erstmals ausprobiert. Aus Washington zugeschaltet, als wären sie live dabei, wurden Barack Obama und die First Lady, die sich virtuell auf dem Vorplatz des Wannweiler Rathauses einfanden. Sie bestaunten das neue 3-D-Studio, in dem im kommenden Jahr der Weltklimagipfel stattfinden soll.



Erstmals Tiefbohrung am Gießstein

Lichtenstein. Wie erst jetzt bekannt wurde, hat der Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein die Unterhausener Firma TIBO Maschinenhandels GmbH damit beauftragt, im Untergrund des Gießsteins nach einer Echazhöhle zu bohren. In 500 Meter Tiefe wurden die Tiefbohrer fündig und entdeckten die oben abgebildete Höhle, die - wie die Wimsener Höhle -voll unter Wasser steht. "Wir haben nie damit gerechnet, hier so schnell zum Erfolg zu kommen", äußerte sich Kurt Reichenecker, Geschäftsführer von TIBO.
Werner Vöhringer (rechts) und Günter Frick (beide im Vorstand des GHV) bestanden darauf, als erste in die Höhle hinuntergelassen zu werden. Zu ihrem Erstaunen war es trotz der großen Tiefe fast taghell in der Höhle. Wie man jetzt feststellte, heißt der Ort nicht zu Unrecht Lichtenstein. Die Steine lassen Licht durch, das umso konzentrierter ist und damit intensiver wirkt, je tiefer man kommt.
Die Höhle soll nach den Sommerferien für die Allgemeinheit zugänglich sein. "Wir wollen hier auf dem Wasser dann eine Bildertanz-Veranstaltung durchführen", erklärte jetzt Vöhringer. "Die Zuschauer werden dabei in Booten sitzen, während wir ein grandioses Spektakel auf die Felsen projizieren". Es soll ein Film gezeigt werden, bei dem sich die Zuschauer nicht wundern dürfen, wenn sie das Gefühl haben sollten, hier verschaukelt zu werden. "Dafür sorgt der sanfte Wellengang des Tiefensees".

Zitat des Tages: Brutto & netto

»Der Mensch will brutto geliebt werden, nicht netto.«
Friedrich Hebbel, Schriftsteller (1813-1863)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (14)

»Bey der Organisation im Jahr 1803 wurde der Stadt ein angemessenes Einkommen (es ward allein in Domänen und Grundgefällen auf 15.546 berechnet) zugeschieden, für den Staat hingegen wurde von den Stiftungen die Pfründenpflege und im Ganzen ein Einkommen von 22.937 fl. mit einer Ausgabe von 6337 fl. (ohne die Zinse von übernommenen Schulden und ohne andere Staatsausgaben) zugeschieden. [105] Über die Schulden wurde folgender Maßen verfügt: die 162.000 fl. Stiftungsschulden wurden in Abgang gerechnet; 103.000 fl. sollte die Stadt mit Vorräthen und Activ-Capitalien decken, 21.536 fl. wurden den Dörfern des Gebiets zugeschieden, und 30.683 fl. übernahm die Kammer. Somit wäre auf der Stadt noch eine Schuldenlast von ungefähr 110.000 fl. geblieben. Da aber sich nachher noch eine Schuld von 36.000 fl. zeigte, die Vorräthe und Activ-Captialien nicht die angenommene
Summe erreichten und die Stadt überhaupt durch die getroffenen Anordnungen sich
beschwert glaubte: so wurden in Folge von den Reclamationen der Stadt im Jahr 1823
durch einen Vergleich von dem Staat abermals 130.000 fl. übernommen, und die Stadt ist somit nun besser daran, als jede alt Würtembergische Stadt.
«
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Samstag, 25. Juli 2009

Straßenbahn: "Ich wollte doch gar nicht nach Chlorodont...


... sondern nach Pfullingen", zitiert Rudolf Thumm aus Altenburg den Witz zu dieser Postkarte aus seiner Sammlung von Fotos und Dias aus unserer Region.
Bildertanz-Quelle: Rudolf Thumm (Altenburg)

Zitat des Tages: Heute ist morgen gestern

»Morgen werde ich mich ändern;
gestern wollte ich es heute schon tun.«

Christine Busta, österreichische Schriftstellerin (1915-1987)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (13)

»Der ganze Freystaat stand unter dem Schutze von Würtemberg. Dem Schirmsverein
gemäß, der zu verschiedenen Zeiten erneuert wurde, entrichtete Reutlingen ein jährliches Schutzgeld von 75 Dukaten, und nach dem Vertrage von 1689 lieferte es entweder 100 Mann, oder monatlich 300 fl. zur Landesvertheidigung im Fall eines feindlichen Angriffs. Durch den Pariser Frieden von 1802 und den Reichsdeputationsschluß von 1803 kam Reutlingen mit seinem Gebiet an Würtemberg. Sein finanzieller Zustand, wie er bey dieser Gelegenheit erhoben und geordnet wurde, war folgender.
Die Einkünfte der Stadt beliefen sich (ohne Steuern) auf 20.000 fl., die Einkünfte der
Stiftungen auf ungefähr 40.000 fl. Die Schulden der Stadt und des Gebiets betrugen
428.000 fl. und mit Einschluß einer erst später entdeckten Schuld – 464.000 fl. Die
Stiftungen hatten keine Schulden, vielmehr ein Activ-Capital von ungefähr 350.000 fl., wovon aber 162.000 fl. unverzinslich bey der Stadt standen, welche die Stiftungen, gemäß der Anordnung vom Jahr 1741, an die Stadt nach und nach als jährlichen Überschuß bis auf bessere Zeiten überlassen hatten. Es verordnete nämlich ein, von einer Kaiserlichen Commission entworfener und vom Kaiser bestätigter, Ökonomieplan vom Jahr 1741: „weilen die Drangsale der Stadt so groß und ihre Caducität so nahe, so ist es billig, daß alle 7 geistliche Pflegschaften (Zehent- und Pfründenpflege waren nicht darunter gezählt) zu Salvirung des Publici concurriter, was also einer jeden Pflegschaft über Abzug einer jeden zu bestimmenden jährlichen Ausgaben nicht minder über ihre Steuern und bestimmendes Subsidium vermög der Jahres-Rechnungen von baarem Geld noch verbleibt, das solle zur Steuer-Caß geliefert, jedoch bey derselben als eine baare Anlehnung, innhalb Falzes nachgeführt, und nach erlangten beßern Zeiten von dem Steueramt wiederum, gleichwolen aber ohne Zinnß, restituirt werden.“«
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Freitag, 24. Juli 2009

Freitagslösung: Eine kurze Geschichte dieser Brücke


video
Am Mittwoch zeigten wir Ihnen diesen Film und fragten, wo die Brücke wohl gestanden hatte. Der Zufall wollte es, dass Charlie - der nach einem Jahr des Beobachtens sich entschlossen hat, in die Reihen der Bildertanz-Blogger einzureihen - bei dringend erforderlichen Aufräumarbeiten einen Artikel des Reutlinger General Anzeigers aus dem Jahr 1982 (20. März) wiederfand, in dem über den Abriss dieser Brücke berichtet wird. Da heißt es:
»Gespenstische Szene am Güterbahnhof. Zu mitternächtlicher Stunde klettern Arbeiter durch das schon gelichtete Gestänge der Friedrich-List-Brücke, zischen Schneidbrenner und lassen Funkengarben sprühen, der riesige Kran schleppt zwanzig, dreißig Tonnen schwere Stahlbögen zur Seite... Morgens um vier ist das 76 Jahre alte Bauwerk zur Hälfte demontiert...«
Es war eine schöne Brücke, die irgendwie zu Reutlingen gehörte - eigentlich ein Industriedenkmal. Und wir wissen, dass der Eninger Leopold Müller den Abriss dieser Brücke gefilmt hat. Bloß ist das Zelluloid verschwunden. Weiß jemand etwas darüber?
Bildertanz-Fim: Familie Wiedemann

Straßenbahn: Die Endstation Altenburg...


... diente auch zum Rangieren der Wagen. Denn der Zugwagen musste immer vorne sein. So war eine kurze Pause an der Endstation garantiert, eine Pause, die die Altenburger nutzten, um - alarmiert durch das Quietschen der Tram - in aller Ruhe vom Frühstückstisch aufzustehen und sich zur Haltestelle zu begeben.


Bildertanz-Quelle: Rudolf Thumm (Altenburg)

Zitat des Tages: Gründerjahre

1890: »Die Wunden der Helden waren noch nicht verharscht, die Tränen der Kinder, der Mütter, der Gattinnen, der Bräute und Schwestern noch nicht getrocknet, die Gräber der Gefallenen noch nicht übergrünt: aber in Deutschland ging’s schon - so früh nach dem furchtbaren Kriege und schweren Siege - recht wunderlich her. Wie während oder nach einer großen Feuersbrunst in der Gasse ein Sirupfaß platzt und der Pöbel und die Buben anfangen zu lecken, so war im deutschen Volke der Geldsack aufgegangen, und die Taler rollten auch in den Gossen, und nur zu viele Hände griffen auch dort danach. Es hatte fast den Anschein, als sollte dies der größte Gewinn sein, den das geeinigte Vaterland aus seinem großen Erfolge in der Weltgeschichte hervorholen könnte.«
Wilhelm Raabe, deutscher Schriftsteller (1831-1910), im Vorwort zur zweiten Auflage seiner 1871/72 entstandenen Erzählung »Christoph Pechlin«

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (12)

»Das Geheime Collegium bildete eine Art von Ausschuß des Magistrats, und bestand aus den 3 Burgermeistern, den beyden Schultheissen und dem Syndicus.
Das Consistorium, aus den 3 Burgermeistern und dem Syndicus und den beyden
Ober-Geistlichen nebst den 2 ersten Senatoren zusammengesetzt, besorgte die kirchlichen und mit Zuziehung der beyden Schultheissen als Scholarchat die Schulangelegenheiten.
Zwey Stadtschultheissen, der Stadtrechner, und zwey Cassier nebst dem Spitalverwalter waren die Hauptbeamten.
Das ganze Staatspersonal wurde alljährlich neu gewählt, und am Ende der Wahlen huldigte die Bürgerschaft in dem Schwörhofe jedesmal wieder. Das Wahlgeschäft war sehr zusammengesetzt.
Die Staatseinkünfte flossen aus den Domänen, Grundabgaben und Steuern. Die eingeführte Steuer war die Vermögenssteuer; von 100 fl. steuerbarem Vermögen wurden 30 kr. bezahlt. Ausgenommen von der Besteurung war nur Weniges; die Aufnahme des Vermögens geschah nach sehr strengen Grundsätzen, die Schätzung hingegen war mild.«
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Donnerstag, 23. Juli 2009

Die Schienen der Büschelesbahn, der Gasthof Krone und die Wilhelmstraße...


... zeigt dieses Foto, das um die Wende zum 20. Jahrhundert entstanden ist.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Richard Wagner

Zitat des Tages: Unser Wissen

1989: »Wir leben in einer Welt, in der entdeckt wird wie nie zuvor. Wir haben es nicht nur mit einer Explosion der Bevölkerung, sondern auch des Wissens zu tun.«
Friedrich Dürrenmatt, Schweizer Schriftsteller

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (11)

»Die Verfassung der Reichsstadt war von frühen Zeiten her demokratisch, und schon die oben angeführte Ordnung der Stadt zu Reutlingen von 1374, welche alle Hauptzüge derselben enthält, beruft sich auf althergebrachte Gewohnheit. Die Bürgerschaft theilte sich in 12 Zünfte (Tribus), jede dieser Zünfte hatte ihren Zunftmeister und ein mit diesem aus 13 Personen bestehendes Zunftgericht. Die 12 Zunftgerichte zusammen bildeten den Großen Rath, gesetzgebenden Körper, der aus 56 Gliedern bestand, aber nur bey wichtigen Staatsangelegenheiten und bey den jährlichen Wahlen zusammenkam. Die eigentlichen Regierungs- und Verwaltungsbehörden waren: der Magistrat mit dem ersten oder regierenden Burgermeister an der Spitze. Er bestand aus 16 Senatoren und den 12
Zunftmeistern nebst einem Syndicus. Die 3 erstgewählten Senatoren hießen Burgermeister, die 2 ersten Zunftmeister waren Schultheissen.«
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Mittwoch, 22. Juli 2009

50er Jahre: Fünf Freunde und die Bärenhöhle...


... so möchte man dieses Bild frei nach Enid Blyton überschreiben. Auf jeden Fall sind es fünf Eninger Buben, die sich hier zum Gruppenbild mit Bären aufgestellt haben.
Bildertanz-Quelle: Jörg Hägele (Eningen)

Zitat des Tages: Kinderarbeit

1832: »Es kommen Fälle vor, daß Kinder schon im Alter von 3 bis 4 Jahren zu arbeiten anfangen, während im allgemeinen die regelmäßige Anstellung mit 7 bis 8 Jahren beginnt. In verhältnismäßig sehr vielen dieser Gewerbe und Manufakturen arbeiten Mädchen in demselben zarten Alter mit Knaben zusammen. In einigen wenigen Fällen wird die Arbeit, soweit sie von Nichterwachsenen getan wird, fast ganz allein durch Mädchen und junge Frauenzimmer verrichtet. In einigen wenigen Fällen übersteigt die Arbeitszeit nicht 10 Stunden; manchmal aber beträgt sie 11, häufig 12, und in sehr vielen Fällen dauert die Arbeitszeit 15, 16 und selbst 18 aufeinanderfolgende Stunden. Beinahe überall arbeiten die Kinder eben solange wie die Erwachsenen.«
Bericht eines Fabrikdirektors

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (10)

»Diese harten Schicksale waren Ursache, daß sich Reutlingen zwar durch den
unermüdlichen Fleiß und die Betriebsamkeit seiner Einwohner zu einem ziemlichen
Wohlstand erhob, und die Stadt selber auch sich ein kleines Gebiet erwarb, wozu außer den oben genannten Orten früher auch Gomaringen und Hinterweiler gehörten, daß es aber doch in Vielem, namentlich auch in Gebäuden und öffentlichen Anstalten zurückblieb. In alten Zeiten hatte Reutlingen sehr reiche Bürger; die Becht, die Teufel waren Familien, welche ganze Herrschaften besaßen. Von Reutlingen stammen auch die Werrenwag und Imhof ab.«
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Dienstag, 21. Juli 2009

Nächste Meldungen und Bilder gibt es erst morgen wieder

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (5)


Idee & Konzeption: Raimund Vollmer; Umsetzung: Stefan Kieninger


ÜBRIGENS: Der Punkt am Ende dieses Satzes hat eine Million Transistoren, behauptet die Financial Times, um die heute machbare Integrationsdichte bei Mikroprozessoren zu veranschaulichen. Zu Beginn der bemannten Raumfahrt passten 16 Transistoren auf ein Chip, heute sind es 600 Millionen.
Bildertanz-Quelle: Financial Times, 21.7.2009: "Moore's Law hits economic limits"

Gomaringen 1957: Bitte, einmal volltanken...


... das war in den fünfziger Jahren keine Frage der Spritpreise. Übrigens: Gestern kostete der Liter Diesel unter einem Euro, heute steht er wieder bei 108 Cents.
Bildertanz-Quelle: Familie Weimar (Gomaringen)

Zitat des Tages: Süddeutschland

1999: »Das gesamte 19. Jahrhundert in Deutschland ist mir immer sehr lieb gewesen. Vor allem der Vormärz, den ich lange belächelt habe. Ich komme immer mehr zu der Ansicht, dass das späte Preußen ein Verhängnis war. Preußen hat den Untertan hervorgebracht. Innerlich fühle ich mich immer mehr von Süddeutschland angezogen, von seinem liberalen Erbe.«
Bernhard Schlink, Schriftsteller

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (9)

»Im Jahr 1502 (nach Beger, und schwerlich 1506) entstand ein Brand bey dem Markte, der 144 Häuser in Asche legte, und 1577 wüthete die Pest in der Stadt so, daß sie innerhalb 4 Monate, vom September bis Januar, 906 Menschen wegraffte. In der Zwischenzeit, im Jahr 1519, lief die Stadt sogar Gefahr, ihre Selbstständigkeit zu verlieren. Reutlinger Bürger hatten im Jahr 1519 den Würtembergischen Burgvogt von der Achalm in einem Wirthshause der Stadt erschlagen, und da der Magistrat die Auslieferung der Thäter verweigerte, so zog Herzog Ulrich vor die Stadt, nahm sie nach einer kurzen Belagerung ein, und erklärte sie zu einer Würtembergischen Landstadt. Doch dieser Zustand dauerte nicht lange, und hatte für Ulrich die aus der Geschichte von Würtemberg bekannten schlimmen Folgen. Eine harte, beängstigende [102] Zeit für die Stadt war der dreyßigjährige Krieg, vornehmlich das Jahr 1631, wo Graf Egon von Fürstenberg gegen sie anrückte, und die Stadt am Peter- und Paulstag durch einen Trompeter und Schröck-Capitän auffordern ließ. Es kam jedoch eine so günstige Capitulation zu Stande, daß dieser Tag lange als ein Tag des Heils und miraculöser Redemption feyerlichst begangen wurde. Die tiefste Wunde wurde der Stadt vollends durch den großen Brand im Jahr 1726 geschlagen, wodurch 900 Häuser und darunter fast alle öffentliche Gebäude ein Raub der Flammen wurden, so daß beynahe die ganze Stadt in einen Aschenhaufen verwandelt war.«
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Montag, 20. Juli 2009

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (4)


Idee & Konzeption: Raimund Vollmer; Umsetzung: Stefan Kieninger

Gomaringen: Immer lernen...


... heißt es zu diesem Foto aus den Alben der Familie Weimar (Auto Weimar) in Gomaringen.
Das war damals genau so wie heute.
Bildertanz-Quelle: Familie Weimar

1984: Als die Drucktastentelefone in Mode kamen...


... da gab es auch diese Postkarten, die Ihr Mister Bildertanz beim Aufräumen wiederfand.
Bei Ebay kann man sie sogar ersteigern - für 1 Euro. Nur: Keiner ruft an. Keine Gebote.

Zitat des Tages: FUNK-Spruch

»Say it loud: I'm arbeitslos and proud.«
Unbekannter Autor, zitiert 2003 in der Tageszeitung Die Welt, über "heiße Funk-Rhythmen"

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (8)

»Im Jahr 1529 trat die Stadt auf dem Reichstag zu Speyer unter den protestirenden Ständen auf, und zu Augsburg genoß sie nebst Nürnberg die Ehre, die Augsburgische Confession zu unterzeichnen.
Reutlingen hatte manche schwere Schicksale. Im Jahr 1247 wurde es von dem Gegenkönig Heinrich dem Thüringer, der sich an der Stadt für ihre Anhänglichkeit an Kaiser Friedrich II. rächen wollte, mit einer harten Belagerung heimgesucht. Heinrich mußte jedoch unverrichteter Dinge wieder abziehen. Im Jahr 1377 sah sich die Stadt Reutlingen von Graf Ulrich von Würtemberg, dem Sohn Eberhards des Greiners bedrängt; Ulrich wurde aber vor ihren Mauern geschlagen, und entkam mit genauer Noth der Gefangenschaft.«
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Sonntag, 19. Juli 2009

Wochenschau: Gerüchte, Gerede und Geraune

NASA*: Albaufstieg wird neue Weltraumrampe

Erlkönig gesichtet: Die neue Weltraumrakete - getarnt als Schienenbus - wurde gestern hier eingangs von Pfullingen auf ihrem Transport nach Honau entdeckt. Sie soll hier am 27.7. eintreffen - an dem tag, an dem vor 40 Jahren der Bahnbetrieb von Honau nach Engstingen eingestellt wurde.

Lic
htenstein. Den Journalisten des BILDertanzes ist es gelungen, endlich die wahren Hintergründe herauszufinden, warum imer noch keine Lösung für einen neuen Albaufstieg gefunden wurde. In einem Geheimtreffen im Bahnhof Honau war bereits vor zehn Jahren beschlossen worden, den alten Albaufstieg der Zahnradbahn in eine Weltraumabschussrampe umzuwandeln. Aus Honau will die NASA ein neues Houston errichten, von dem aus 2019 die nächste bemannte Mondfahrt gestartet und überwacht werden soll. Honousten - wie das Weltraumkontrollzentrum genannt werden soll - wurde aber nicht nur deswegen aufgewählt, weil der Albaufstieg eine direkte Luftlinie zum Mond eröffnet, sondern auch, weil man festgestellt hat, dass das Wasser der Echaz als Superwasserstoffantrieb geradezu ideal ist.
MONDPREISFLUG: 5000 EURO
Schon jetzt ist klar, dass vor allem Touristenflüge zum Mond aus dem Echaztal heraus gestartet werden sollen. Der Preis eines Mondfluges: 5.000 Euro. Davon sollen knapp 4.999 Euro dem Geschichts- und Heimatverein Lichtenstein zugute kommen. Er braucht das Geld zur Finanzierung des BILDERTANZes. Werner Vöhringer, Vorstandsvorsitzender des Vereins, meinte allerdings: "Wir brauchen jeden Tag mindestens zehn Starts, um unsere Kosten decken zu können." Dies hat inzwischen - wegen der erwarteten Lärmbelästigung - zu einigem Unmut bei der Bevölkerung gesorgt. "Wir werden dies auf keinen Fall zulassen", erklärte Klaus Beck, Vorstandsvorsitzender der Freunde des Bahnhofs Honau, die nun um ihren Stammsitz, den Bahnhof, fürchten. Mehr noch: "Da ja der Mond nur nachts scheint, kann es auch die Starts nur nach Mondaufgang geben. Das heißt: Nur bei Neumond können die Honauer durchschlafen."
STARTS NUR NACHTS - BEI MONDSCHEIN
Eine Bürgerinitiative wurde gegründet, die gestern Unterschriften sammelte - angeblich, weil Lichtensteins Wahlkreis ausgegliedert werden soll. In Wirklichkeit war dies eine verdeckte Aktion, die der stellvertretende Vorsitzende des GHV Lichtenstein Günter Frick zu verantworten hat. Er hat sich mit dieser Aktion gegen seinen Vorsitzenden gestellt. "Ich wäre allerdings von der Richtigkeit dieses Projektes durchaus zu überzeugen", behauptete Frick, "wenn der GHV bereit wäre, die Hälfte der Einnahmen mit dem TUS Unterhausen zu teilen." Frick ist Präsident des TUS. Am kommenden Freitag wollen Vöhringer und Frick im Hauptquartier des Geschichts- und Heimatvereins, in der alten Kaplanei an der Erlöserkirch in Oberhausen, über die Situation verhandeln.
HONAUER LEBEN NICHT MEHR LÄNGER HINTERM MOND
Klaus Beck hat inzwischen auch seine Ansprüche angemeldet und Bereitschaft signalisiert, seine Meinung entsprechend zu ändern: "Gerade den Honauern wurde doch in der Vergangenheit immer nachgesagt, dass sie hinter dem Mond leben. Jetzt können sie der Weltöffentlichkeit beweisen, dass sie vor dem Mond leben."
*NASA steht übrigens für Nacht-Astronautik Schwäbische Alb

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (3)

Also, bei dem Wetter machen wir es uns daheim gemütlich


Bildertanz-Foto: Familie Vollrath

Zitat des Tages: Demokratie

»Das Regieren in einer Demokratie wäre viel einfacher,
wenn man nicht immer Wahlen gewinnen müsse.«

George Clemenceau, französischer Politiker (1841-1929)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (7)

»Als Reichsstadt nahm Reutlingen an allen wichtigern Begebenheiten, besonders auch an den verheerenden Städtekriegen Theil. Eine Hauptrolle aber spielte es in der
Reformationsgeschichte. Es war die erste Stadt in Schwaben, welche sich zu der
lutherischen Lehre bekannte, und schon im Jahr 1513, noch ehe Luther öffentlich auftrat, wurde hier der Anfang zu einer Kirchenverbesserung gemacht. Die erste Veranlassung gab die Unzufriedenheit mit den schlechten Geistlichen, welche die Stadt von ihrem Patronatsherrn, dem Abt zu Königsbronn erhielt, besonders mit ihrem sittenlosen Stadtpfarrer Peter Schenk. Da keine Beschwerden fruchteten: so berief die Stadt im Jahr 1519 einen jungen Theologen, den nachmals so berühmten Dr. Matthäus Alber (zu seiner Zeit Aulber ausgesprochen), eines Goldschmids Sohn von Reutlingen, von der Universität Tübingen zurück, und stellte ihn als Prediger bey der Pfarrkirche an. Alber hatte in Tübingen Luthers Lehren kennen gelernt, er predigte öffentlich und in häuslichen Lehrstunden im Geiste derselben. Die Gemüther waren vorbereitet und die neue Lehre fand überall Eingang. Zwar widersetzte sich der Abt von Königsbronn aus allen Kräften und bewirkte sogar, daß Alber und die Stadt in den Bann gethan wurden und letztere überdieß noch in die Reichsacht erklärt wurde: allein aller Widerstand war vergeblich. Nach Eßlingen vor das [101] Reichsgericht geladen, zog Alber i. J. 1524 unter dem Geleite einer Schaar bewaffneter Reutlinger dahin, vertheidigte sich dort siegreich über 68 ihm vorgelegte Punkte, und läugnete nur die eine Beschuldigung, daß er die heil. Mutter Gottes verlästert und sie eine Lohnwäscherin genannt habe. Das Reformationswerk ging von nun an mit schnellen Schritten vorwärts. Im Jahr 1526 schickten die Reutlinger Abgeordnete an Luther und diese brachten von ihm ein Schreiben an Alber und „an alle liebe Christen in Reutlingen“ zurück.«
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Samstag, 18. Juli 2009

Pfullingen: "Grüne" Grüße vom Lindenplatz


Über keinen anderen Ort haben wir soviele Bilder wie von Pfullingen. Es wird höchste Zeit, dass wir hier ebenfalls ein Tagebuch eröffnen. Oder?
Bildertanz-Quelle: Charlies Schatulle

Bahnhof Pfullingen: Heute eine Gastwirtschaft...


... früher eine wichtige Station der Zahnradbahn auf dem Weg hinauf auf die Alb.
Bildertanz-Quelle: Alfred Betz (Pfullingen)

Erinnerungen an die Mondfahrt 1969 (2)

»Wir kamen im Frieden für die gesamte Menschheit.«

Idee & Konzept: Raimund Vollmer; Grafische Umsetzung; Stefan Kieninger

Leben 1957: Der Abwasch noch ohne Spülmaschine...


Bildertanz-Quelle: Sammlung Friedrich Dittmar

Zitat des Tages: Erfahrung

»Zuviel Erfahrung ist durchaus geeignet,
die Freude am Leben zu trüben.«

André Maurois, französischer Autor (1885-1967)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (6)

»Auf diese Weise gelangte Reutlingen allmählig zu der völligen Unabhängigkeit und
Selbstständigkeit einer Reichsstadt. Als solche genoß es auch, zwar nicht so häufig,
[100] wie andere schwäbische Städte; doch nicht ganz selten die Ehre Kaiserlicher
Besuche. Im Jahr 1360 kam Kaiser Karl IV. dahin, und verweilte 14 Tage, um die
Angelegenheiten Schwabens in Ordnung zu bringen. Auch Kaiser Friedrich III. ließ sich
nicht abhalten, die Stadt zu besuchen, ungeachtet sie sich die Ehre verbeten hatte, und
sein Sohn Maximilian I. verweilte mehr als Einmal daselbst.«
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Freitag, 17. Juli 2009

Zur Erinnerung an die Mondfahrt 1969 (I)



»Ich glaube, wir sollten zum Mond gehen.«
John F. Kennedy, US-Präsident, am 25. Mai 1961
Aus einer Ausstellung der Firma USU, die Ihr Mister Bildertanz gemeinsam mit dem Grafiker Stefan Kieninger produziert hat.

Kinder vor der Hahnschen Mühle Richtung Tübinger Tor...


So beschreibt Werner Früh das Bild: »Das Gebäude im Hintergrund ist die "Hahnsche Mühle" oder auch "Kunstmühle". Die Kinder haben soeben die Lederstraße überquert und stehen nun fast direkt vor dem Tübinger Tor.«
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Sickenhausen in den sechziger Jahren...


... im Hintergrund sieht man das Rathaus.
Bildertanz-Quelle: Martin Nübling

Bildertanz 1962: Unter den Linden


Bildertanz-Quelle: Freidrich Dittmar

Zitat des Tages: Die Wahrheit

»Die Wahrheit siegt durch sich selbst.
Eine Lüge braucht stets einen Komplizen.«

Epiktet, griechischer Philosph (50-135 v.Chr.)

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (5)

»Vom Kaiser Maximilian I. erhielt Reutlingen im Jahr 1495 das Recht, bey geschlossenen Thüren, und nicht wie bisher auf freiem Platz oder Markt, über Blut zu urteilen, und von demselben in ebendenselbem Jahre ein Privilegium wegen der Todtschläger, wodurch der Gebrauch bestätigt wurde: daß hinführo all und jegliche Person, so auch bis des Zorns oder aus Notwehr außerhalb Reutlingen, Todtschläge thun, in der Stadt Freyung haben sollen; und noch heute leben Asylanten in Reutlingen.
Allmählig machte sich die Stadt auch von dem ihr so lästigen Achalmischen Verbande los; der vielen daraus entstandenen Verdrießlichkeiten, verlieh ihr Graf Eberhard das Stadtschultheissenamt nebst den obigen Rechten gegen ein jährliches Pachtgeld von 550 fl. im Jahr 1479 auf 3 Jahre und im Jahr 1483 wieder auf 11 Jahre; und dieser Pacht wurde immer wieder erneuert, bis endlich im Jahre 1500 Württemberg gegen Kaiser Maximilian sich zu einem Verkauf verstand, worauf dann der Kaiser den Besitz gegen den doppelten Pachtschilling von 12,000 fl. an die Stadt verkaufte.«
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Donnerstag, 16. Juli 2009

Vor 50 Jahren: Heuss & Kiesinger in Reutlingen...


... dann war das schon ein Ereignis, auf das die Reutlinger stolz waren. Immerhin kamen der Ministerpräsisdent und spätere Bundeskanzler und der Bundespräsident im Doppelpack. Wann gab es so etwas jemals wieder in Reutlingen.
Bildertanz-Quelle: Familie Rist

Feierabend in Sickenhausen (II)


Wohl etwa 40 Jahre alt ist dieses Foto.
Bildertanz-Quelle: Familie Holder (Sickenhausen)

Reutlingen um 1960: Blick in die Karlstraße


Urbanität pur. Ein Hauch von Großstadt. Reutlingen, einst die Stadt der Millionäre
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Reutlingen 1960: Als Kalbfell seine Großstadt plante...


So sah die Gesamtplanung des Rathauses aus. Es ist ein Modell, das - jedenfalls im Vordergrund - wieder zur Disposition steht. Durch die neue Stadthalle, die vielleicht alle wollen, aber nicht jeder wirklich mag. 45 Jahre später steht das Rathaus, das von vornherein auf eine Stadt mit mehr als 100.000 Einwohner geplant wurde, immer noch - und es wird so lange stehen bleiben, bis es jeder mag. Dann wird es abgerissen. So war es schon oft in Reutlingen.
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus

Zitat des Tages: Sprache

»Sprache ist unter anderem auch Expression,
durchaus nicht immer Kommunikation.«

Ludwig Marcuse,
deutscher Philosoph (1894-1971)

Reutlingen 1962: Blick auf den Listplatz


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar

Reutlingen 1824: Beschreibungen des Oberamts Reutlingen (4)

»Im Jahr 1343 erhielt Reutlingen von K. Ludwig IV., der gern alle Städte zu Reichsstädten gemacht hätte, ein Privilegium, wie man jährlich Gericht und Rath vereinen soll, und 1374 geht eine von Kaiser Karl IV. bestätigte Ordnung, dem Burgermeister und dem Rath uffgericht, aus, weölche, nach dem Vorbild der Rotweiler Ordnung, die Wahlen, wie sie bis in die neusten Zeiten blieben, bestimm.*) In demselben Jahre erhält die Stadt das Privilegium, daß Keiner an kein Landgericht geladen werden, sondern vor dem Schultheißen Recht geben und nehmen soll.«
*) Die Urkunde ist mit dem Stadtsiegel - einem einfachen Adler mit der Inschrift: S. Universitatis De Riutelingen versehen

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Mittwoch, 15. Juli 2009

Feierabend in Sickenhausen (I)


Bildertanz-Foto: Familie Holder

Gasthaus Löwen: Noch heute im Stil der 50er Jahre...


... ist diese Kultkneipe in Sickenhausen, an dessen Stammtisch sich die Sickenhäuser, Altenburger und Rommelsbacher treffen - und zwar jung und alt, 18jährige ebenso wie 80jährige. Berühmt ist das Lokal aber auch für sein Männerpissoir - im Stil der 50er Jahre.
Bildertanz-Quelle: Martin Klaus (Sickenhausen)

Reutlingen 1962: Und vor dem Merkur lockte das Kino "Scala"


Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar