Donnerstag, 12. Februar 2026

1929 eröffnet: Das Reutlinger Hallenbad

 Schöne Aussichten von der Dachterrasse
 Das Hallenbad von innen: Mit Drei-Meter-Brett


Musste Platz machen für das Hallenbad: die Armenkelter.

Hermann schreibt dazu: "Zum Standort des Hallenbades wäre zu sagen, dass der Bau das Ende des gesamten Kelternareals bedeutete. Eigentlich schade, so ein mittelalterliches Ensemble zu opfern, zumal in RT viele Zeugen des Weinbaus verschwunden sind. Ich denke da nur an die Loschenhaldekelter, die Anfang der 60er nach kurzer Diskussion im Gemeinderat abgebrochen wurde. Der Architekt Schaupp (übrigens Reutlinger) konnte dafür einen Komplex errichten, der einer der wenigen Zeugen ist, der an Bauhausvorstellungen angelehnt ist. Schaupp hat bis in die 50er Jahre gewirkt, in Frankfurt gibt es noch einige Schulbauten von ihm"
Erstveröffentlichung am 15. Juni 2013

Bildertanz-Quelle: Eröffnungsprospekt (Sammlung "Hermann")

Donnerstag, 5. Februar 2026

DER MAXIMILIAN-BRUNNEN



Ob tatsächlich hier Kaiser Maximilian II. abgebildet ist oder nur ein ganz ordinärer Wappenschildhalter, war eine Zeitlang mal eine Streitfrage unter den Gelehrten. Auf jeden Fall wird dieser Brunnen schon im 13. Jahrhundert erwähnt - und da lebte Maximilian (regierte von 1562 bis 1576) noch gar nicht. Das Standbild entstand 1570 zum Preis von 70 Gulden. Und bei der Analyse der Gesichtszüge auf einer Münze und der auf dem Standbild kann man durchaus Ähnlichkeiten feststellen. Kaiser Karl V. (1519 bis 1558) hatte den Reutlingern etliche Stadtprivilegien entzogen, die der Reichsstadt dann von Maximilian später wieder zugestanden wurden. Und aus Dank widmeten die Bürger Reutlingens ihrem Kaiser dieses Standbild. Bis 1900 diente der Brunnen den Tieren als Tränke, deshalb war die Umrandung auch sehr viel niedriger. 1901 wurde der Brunnen um ein paar Meter verlegt - und an dieser Stelle steht er noch heute.
Bildertanz-Foto: Sammlung Wagner
Bildertanz-Quelle: