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Mittwoch, 23. Oktober 2019

Straßenbahn Reutlingen - Beweisfoto

   Tw 57 + 2x Bw im Jahre 1973 im Bahnhof Eningen (Erstveröffentlichung 30. März 2012)

Von dem Stahlwagen-Typ gab es in Reutlingen die 3 Triebwagen (Tw) 56-58 und die 7 Beiwagen (Bw) 43-49. Diese trugen verschiedene Werbe-Anschriften und auch austauschbare Werbetafeln, wobei offenbar auch die auflackierten Werbebanner über den Einsatzzeitraum der Fahrzeuge hinweg teilweise ausgewechselt wurden.


Das obige Bild zeigt die 3 Triebwagen als virtuelle Fahrzeugmodelle mit jeweils 2 verschiedenen authentischen Werbe-Anschriften: Hinten der Tw 56 links nur mit Webetafeln des Autohauses MaxMoritz, rechts zusätzlich mit dem Werbebanner für Idee-Kaffee und einer ausgetauschten Werbdetafel für Olpp-Bier. In der Mitte wirbt Tw 57 links für Schuh-Schneider und rechts für Karamalz (so fotografiert 1973 im Bild ganz oben). Leider weiß ich nicht, ob der Triebwagen die beiden Werbeanschriften zu verschiedenen Zeiten trug oder wie beim Tw 58 in der vorderen Reihe (Bluna und Afri-Cola desselben Getränkeherstellers) die beiden Fahrzeugseiten gleichzeitig mit unterschiedlichen Werbe-Anschriften ausgestattet waren.



Bei den 7 Beiwagen waren die Werbe-Anschriften entsprechend vielfältiger. Auch hier habe ich teilweise für dasselbe Fahrzeug unterschiedliche Werbeanschriften vorgefunden. In der hinteren Reihe sind von links nach rechts Bw 43 (Ankele+Weckler), Bw 44 (Böhringer Bier), Bw 46 (Listhaus+AEG) und Bw 47 (Listhaus+Bosch) abgebildet. Die mittlere Reihe zeigt links Bw 45 (Afri-Cola, auf der anderen Seite trägt er die Bluna-Werbung), in der Mitte Bw 46 (nun Möbel-Bechtle) und rechts nochmals Bw 47 (nun Modehaus Schauer). In der vorderen Reihe zeigen die beiden Wagen 48 und 49 links zwei unterchiedliche Doornkaat-Werbungen, während nochmals Bw 49 rechts für Südmilch wirbt.

Für alle hier gezeigten Werbe-Anschriften gibt es fotografische Belege.

Bildertanz-Quelle:Hans-Martin Hebsaker, München

Samstag, 19. Oktober 2019

Straßenbahn-Gedenktag

 
Gerade noch rechtzeitig vor Ablauf des heutigen Straßenbahn-Gedenktages möchte ich hier noch ein kleines Foto einiger virtueller Modelle der Reutlinger Straßenbahn veröffentlichen.

Bildertanz-Quelle:  Hans-Martin Hebsaker

Freitag, 19. Oktober 2018

Gedenken an die Reutlinger Straßenbahn



(Auf Link klicken, um Video in Originalgröße zu sehen)


Heute jährt sich zum 44. Mal die Einstellung der Reutlinger Straßenbahn. Ich durfte die Straßenbahn in den 1960er und 1970er Jahren noch erleben.  Anbei ein kleiner Film, in dem ich mithilfe eines Simulationsprogramms die Reutlinger Straßenbahn im Bahnhof Eningen habe "auferstehen" lassen. Die gezeigten Straßenbahnmodelle überspannen den gesamten Zeitraum, in dem die Straßenbahn exisiert hat (1912-1974). Viel Vergnügen beim Anschauen!

Bildertanz-Quelle:  Hans-Martin Hebsaker, München

Donnerstag, 4. Januar 2018

Warum ab Rommelsbach in der Linie 3 geraucht werden durfte...

... erzählt Ihnen jetzt Karlheinz Kaufmann aus Orchel-Hagen. Er war bis 1968 Schaffner auf der Linie nach Altenburg. "Wenn wir die Ausweiche in Rommelsbach auf dem Weg nach Altenburg hinter uns gelassen hatten, dann durfte im Triebwagen geraucht werden. Denn jetzt kreuzte keine Straßenbahn mehr unseren Weg. Wir konnten nicht mehr kontrolliert werden. Natürlich habe ich auch geraucht."

Erstveröffentlichung am 31. Oktober 2009

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Straßenbahngedenktag: Die letzten Tage der Straßenbahn





Heute vor 43 Jahren fuhr die Reutlinger Straßenbahn zum letzten Mal. Wir feiern dies - wie jedes Jahr - mit dem Straßenbahngedenktag und zeigen Euch den Originalfilm von Leopold Müller. Die Tonqualität ist nicht die Beste, aber die Kommentare schon - voll beißendem Humor.

Sonntag, 19. Oktober 2014

Genau 40 Jahre ist es heute her ...

... dass die Reutlinger Straßenbahn zum letzten Mal fuhr.

Als ich knapp zwei Monate vorher (am 26. August) die beiden Diensttriebwagen 31 und 27 fotografierte, hatte ich noch schönstes Wetter.




Am letzten Betriebstag, dem 19. Oktober 1974, war wohl auch Petrus sehr traurig. Denn er hatte vor die Sonne dicke Wolken geschoben. An diesem Tag standen noch der große Turmwagen und der Tieflader mit dem Schweißaggregat "auf dem Hof" (im Hintergrund sieht man noch den Schienenschleifwagen und die Reste des bereits weitgehend abgebrochenen Triebwagens 55).  



Vor einem der letzten Straßenbahnzüge standen noch einmal die Straßenbahner beisammen, bevor - wie auf einem an der Außenwand des Eninger Bahnhofs angebrachten Plakat zu lesen - am Abend endgültig "Sennsse!" war.



Bildertanz-Quelle:  Hans-Martin Hebsaker, München

Montag, 29. September 2014

Wenn es die Reutlinger Straßenbahn noch gäbe ...

sähe es heute am Marktplatz möglicherweise so aus:
Als ich das Originalbild von Raimund Vollmer im Beitrag "Herbst 2014 (3): Im Herzen der Stadt" entdeckte, fingen sofort meine Finger zu "Kribbeln" an. Heraus kamen die hier gezeigten Varianten mit unterschiedlichen Straßenbahnzügen.



Bildertanz-Quelle:   Hans-Martin Hebsaker, München (Originalbild: Raimund Vollmer)

Donnerstag, 5. Juni 2014

Acht Millionen Menschen transportierte jährlich die Reutlinger Straßenbahn...

... und war damit ein ungemein erfolgreiches Verkehrsmittel. Im Schnitt waren dies 21.000 Personen pro Tag. Trotzdem wurde sie 1974 abgeschafft. Wegen Unwirtschaftlichkeit. Noch zwanzig Jahre zuvor hörte sich das in einem Lehrbuch über "Volkswirtschaftspolitik" viel, viel positiver an.

1955: »Unter den Transportmitteln des (städtischen) Straßenverkehrs kommt der Straßenbahn noch heute das Prädikat technischer Hochleistung zu. Die Größe des von den Straßenbahnen bewältigten Verkehrsumfanges wird beispielsweise illustriert durch den Hinweis, daß sie in der westdeutschen Bundesrepublik im Jahre 1951 rd. 3,1 Mrd. Personen (gegenüber 1,23 Mrd. Personen der Bundesbahn befördert haben; bei solchen Vergleichen bleibt freilich die durchschnittliche Reiseweite (Personenkilometer) außer Betracht. 

Die Stellung der Straßenbahn im System der Verkehrsmittel ist nicht eindeutig, weil sie auch dem Schienenverkehr zugeordnet  werden kann und damit der Eisenbahn näher verwandt ist als den nicht an Schienen gebundenen Straßenverkehrsmitteln. 

Aber gerade aus dieser Doppelstellung der Straßenbahn ergeben sich ihre besonderen Vorteile. Da sie innerhalb der allgemeinen Straße auf einer ihr angepaßten Schienenunterlage läuft, genießt sie den Vorzug geringeren Roll- und Reibungswiderstandes, der Verwendbarkeit anderer mechanischer Triebkräfte (Elektrizität) mit allen positiven Folgen für Schnelligkeit, Pünktlichkeit, Massenhaftigkeit und Billigkeit des Transports. Freilich setzt die Ausschöpfung dieser Möglichkeiten ein konstantes starkes Verkehrsbedürfnis voraus, da andernfalls die hohen fixen Kosten des Straßenbahnbetriebes (Schienen, Straßenbefestigung, elektrische Oberleitung, Stationsbauten) die einzelne Transportleistung zu sehr belasten würden.«
Wilhelm Meinhold in "Volkswirtschaftspolitik"
 
 Bildertanz-Fotos: Wolf-Rüdiger Gassmann

Freitag, 16. Mai 2014

Dienstag, 6. Mai 2014

Als vor 20 Jahren (!) die Straßenbahn zurückkehrte...


Fast hätten wir es vergessen: Es gab ja schon einmal die Rückkehr unserer Straßenbahn. 1994 - als der Zinser noch Haux hieß, hatte das renommierte Textilgeschäft aus Nürnberg eine "Original Reutlinger Straßenbahn" ergattert, zweigeteilt und so restauriert, dass sie für Kinder wieder einsatzfähig war. Die hatten in der Tat ihren Riesenspaß an der Grünen, die von Kranverleih Dieter Vogel ins 2. Stockwerk gehievt worden war. Werbemäßig war das bestimmt ein Knüller - und man fragt sich: Warum steht sie da eigentlich nicht mehr? Übrigens: Als vor zwei Jahren der Beiwagen 40 der Reutlinger Straßenbahn (im Eigentum des Brauchtumvereins Pfullingen) wieder auf Reisen ging und an der Marienkirche Hof hielt, war es auch die Firma Vogel, die für den Transport sorgte. Und wer immer sich rühmt, diese Aktion unterstützt zu haben, es war vor allem aber eine Initiative der Aktion Bildertanz. Seitdem wissen wir vom Bildertanz, was Trittbrettfahrer sind. Manche waren herzlich willkommen, andere versuchten uns aus dem Wagen zu kippen.
Bildertanz-Quelle: Dieter Vogel

Samstag, 3. Mai 2014

Bei dem Wetter! Wir fahren Straßenbahn

Der Mai sieht heute aus wie der April. Deswegen fahren wir erst einmal mit der Straßenbahn in die Stadt. Da gibt's ja einiges zu gucken. Auch das, was uns nicht so gefällt.
Die Linie 1 kommt aus Eningen unter Achalm? Nein, aus Pfullingen bemerken unser Bildertanz-Experten. (Siehe Kommentar) Das ist in der Marktstraße von Pfullingen!!!
Bildertanz-Quelle: Hans-Martin Hebsaker
Die Linie fährt uns von Orschel-Hagen nach Reutlingen und wieder zurück. Bis Mitternacht.

Die Linie 3 nimmt ihren Anfang in Altenburg und fährt uns in gefühlten, kurzweiligen 45 Minuten aus dem Neckartal über Oferdingen und Rommelsbach nach Reutlingen. Es sei die schönste Strecke, meint nicht nur der Fotograf Eberhard Hohloch.

Hier kommt die Linie 1 aus Betzingen (Fragezeichen), während die Linie 3 eine Kurzstrecke Richtung Unter den Linden hinlegt. Nicht nur das Lieblingsfoto von Ihrem Mister Bildertanz. Es zeigt Reutlingen mit einer Urbanität und Vitalität, die sie bis heute - da RT längst Großstadt ist - nie wieder erreicht hat, oder? Martin Klaus hat dieses geniale Foto als Schüler in den sechziger Jahren gemacht.
Ein Foto aus der Burgemeister-Produktion, nehmen wir mal an. Womit wir irrten, wie uns Bernhard aufklärt. (Siehe Kommentar) Auf jeden Fall zeigt es die Linie 2 an der Endhaltestelle am Laiblinsplatz in Pfullingen: Bitte einsteigen!!!

Samstag, 13. April 2013

Im Pfarrhof zu Rommelsbach


entstand dieses tolle Foto von der Linie 4

BildeRTanzquelle Sammlung Werner Früh

Montag, 6. August 2012

Beiwagen 40 ist wieder in Pfullingen



















Seit heute morgen haben die Pfullinger den BW 40 wieder. Er steht für die nächsten Wochen auf dem Marktplatz, kann besichtigt werden und er ist bewirtschaftet.

Bildertanzquelle Werner Früh

Freitag, 27. Juli 2012

Der Gablenberger Klaus war in Reutlingen


















Und er hat auch dem Beiwagen 40 einen Besuch abgestattet und seine Bilder davon können sich sehen lassen. Vielen herzlichen Dank an dich, Klaus. LINK




















































































Bildertanzquelle GKB

Dienstag, 10. Juli 2012

Montag, 9. Juli 2012

Sonntag, 1. Juli 2012

An der Ersatzhaltestelle Gummi-Reiff

















Möglicherweise hieß sie auch Haltestelle Gutenbergstraße, denn in dieser Straße befand sie sich und genau gegenüber vom Hauptgebäude der Fa. Gummi-Reiff. Aber was für eine Rolle spielt das, die Tage der Straßenbahn waren sowieso gezählt. Die Bilder stammen aus dem Jahr 1969 und zeigen den TW 51 der Linie 3. Von hier aus fuhren bereits zwei Jahre früher auch die letzten Straßenbahnzüge der Linie 1 nach Betzingen ab.


































BildeRTanzquelle Werner Früh

Freitag, 29. Juni 2012