Bildertanz-Quelle: Friedrich Dittmar
Über diese Holzkirche schreibt Hermann am 24. November 2012:
"Das war die "Notkirche" der Ev. Gemeinschaft, bis die Erlöserkirche errichtet wurde. Aus Erzählungen glaube ich mich zu erinnern, dass an dieser Stelle die Ebenezer Kapelle der Ev. Gemeinschaft stand, die gegen Ende des 2. Weltkrieges bei den Luftangriffen wie die meisten Gebäude der heutigen Karlstraße zerstört wurden."Doch dann korrigiert er sich in einem zweiten Eintrag, "Ich muss meinen Kommentar vom 24.1.12 korrigieren. Die "alte" Ebenezerkapelle stand in der Kaiserstr. 28, sie wurde im Krieg zerstört. Auf der Parzelle Kaiserstr. 30 wurde dann die Erlöserkirche der Ev. Gemeinschaft (heute der Ev-method. Kirche) erbaut. Das interimistische Holzkirchlein ist auf dem Ruinengrundstück nach dem Krieg errichtet worden.
-
Bei dieser Kapelle handelt es sich um die damalige Eben-Ezer-Kapelle,
ein kleines Holzkirchle hinter dem Kaufhaus Merkur. Der Eingang war von
der Kaiserstraße aus. Vermutlich gehörte die Kirche einer
Evangelisch-methodistischen Gemeinde.
Die kleine Holzkirche wurde später abgetragen und (ohne das Glockentürmle) auf dem Gelände des Naturtheater im Markwasen wieder aufgebaut, es diente dort als Gaststätte hinter der Gartenwirtschaft. Diese Informationen stammen von meinem älteren Bruder Robert, der sich noch gut an das Holzkirchle erinnern kann.











.jpg)

















... dann befinden wir uns bereits mitten in einer der vielen, vielen Anekdoten aus der Nachkriegs- und Besatzungszeit, die wir momentan bei unseren Zeitzeugen-Besuchen mit der Kamera aufzeichnen. Gestern abend zum Beispiel waren wir in Betzingen bei dem Ehepaar Walter und Anneliese Siemes. Als Tochter des Fahrradhändlers Alfred Sauer in Betzingen wusste sie eine Menge zu berichten aus einer Zeit, als die Franzosen einmarschierten, als Oskar Kalbfell als ernannter Oberbürgermeister von Reutlingen den noch vor dem Krieg von seinem Sportkameraden Alfred Sauer erworbenen "Wanderer", ein "wunderschönes Fahrzeug", konfiszieren und sich damit kutschieren ließ. Erst Jahre später konnte Alfred Sauer das Fahrzeug wiedererlangen - mit Hilfe eines Rechtsanwalts und auf Gerichtsbeschluss. Bei der Hochzeit mit dem heute 90jährigen Walter Siemes, 1950, konnte jedenfalls das schmucke Gefährt wieder eingesetzt werden. Aber das ist nur eine der vielen Geschichten, die die beiden gestern in die Kamera hinein erzählt haben. Es war ein wunderbarer Abend, den der Enkel Markus Winter und seine Frau, die Künstlerin Jenny Winter-Stojanovic, möglich gemacht hatten. 









