Bildertanz-Quelle:Raimund Vollmer
Samstag, 12. Dezember 2015
Freitag, 11. Dezember 2015
1895: Wilhelmstraße - wie es wohl hier um Weihnachten ausgesehen haben mag?
Donnerstag, 10. Dezember 2015
Neue Ortsmitte: Altenburg auf dem Weg zur Avantgarde?
(Kommentar) Endlich mal kein kalter GWG-Bau. Endlich mal eine Ortsmitte, in der es sich leben lässt. Endlich mal ein Dorfplatz, der zum Dorfleben einlädt. Es ist fast zu schön, um wahr zu werden. Altenburg, seit 43 Jahren Teil der Stadt Reutlingen, bekommt eine Ortsmitte, die endlich die Kaltbauten der Nachkriegszeit hinter sich lässt und dem 21. Jahrhundert gerecht wird. Altenburg wird Avantgarde.
Gestern tagte der Bezirksgemeinderat von Altenburg. Zum zweiten Mal hintereinander wegen des großen Interesses im Bürgersaal, der dann auch tatsächlich mit rund 30 Besuchern gut gefüllt war. Und alle, auch die Mitglieder des Ortschaftsrats, waren überrascht von dem, was ihnen da Architekt Gerhard Schulz aus Pfrondorf präsentierte. Seit 20 Jahren bemühen sich die Altenburger darum, den leeren Platz an ihrer breiten, allzu breiten Donaustraße als neue Ortsmitte zu füllen. Vergeblich, bis jetzt die GWG das Grundstück von der Stadt erwarb. Das heißt: Anfänglich war die Sorge groß, dass in Altenburg alte Konzepte aus den Schubladen hervorgekramt werden würden und so etwas wie eine Außenstelle der Rommelsbacher Ödbauten entstehen würde.
Doch seitdem Klaus Kessler in der Geschäftsführung der GWG ist, hat der Mut zum Experiment, zum Neuen, stark zugenommen. In der Stadtplanung hatten die Altenburger mit Sabine Freitag zudem eine starke Protagonistin für ein eher dörfliches Konzept. Deshalb kann die GWG jetzt den wohl deutlichsten Bruch mit den kalten Zweckbauten der Vergangenheit vollziehen. Dafür steht die Entscheidung für das Konzept, das Gerhard Schulz gestern präsentierte.
Die Architekten Gerhard Schulz und Sokrates Molochidis, der vor allem den großen Ent-Wurf wagte
Da wird nicht ein Dorf zu Tode geklotzt, sondern mit einer "kleinteiligen Körnung" zu neuem Leben erweckt. 17 Zwei-Zimmer-Wohnungen, zwischen 55 und 78 Quadratmeter Wohnfläche, verteilt auf drei Gebäudekomplexe sollen hier entstehen. Hinzu kommt noch eine 100 Quadratmeter große Maisonette-Wohnung. Ingsesamt wird es 1200 Quadratmeter Wohnfläche geben, die zur Miete, zu einer "bezahlbaren" Miete, angeboten werdem. Und der ganze Komplex soll bereits 2018 fertiggestellt sein. Hinzu kommen 28 Stellplätze auf einem Vorplatz, der durchaus zu einem Dorfplatz umfunktioniert werden kann. Und hier könnten Veranstaltungen stattfinden, die ohne feuerpolizeiliche Probleme 300 Menschen verkraften können. Und da es sogar eine kleine Tiefgarage gibt, wäre diese sogar bei schlechtem Wetter für kleine "Events" nutzbar.
Alles wirkt durchdacht. Alles ist zugeschnitten auf ein echtes Dorfleben. Und die frei finanzierten Wohnungen, die also ohne öffentlichen Zuschuss errichtet werden, sind so konzipiert, dass altersgerechtes Wohnen durchaus möglich ist - was dem Namen GWG eine neue Bedeutung als Geriatrische Wohn-Gemeinschaft zukommen ließ. Oder anders formuliert: Altenburg bekommt eine Alten-Burg. So die wohlwollenden Späße am Rande der Präsentation, die allerdings auch deutlich machten, dass die Altenburger das Wohnkonzept freudig aufgenommen haben. Am liebsten würden einige Altenburger die Wohnung nicht mieten, sondern kaufen. Doch das ist nicht geplant - auch wegen der Stellplätze nicht, deren Eigentümer im Unterschied zum Mieter kaum dazu zu verpflichten wären, im Falle eines Events den Stellplatz zwei- oder dreimal im Jahr zu räumen.
Natürlich interessierte die Bürger vor allem die Nutzung des Gebäudes als Einkaufsmöglichkeit. Hier hat der Architekt sich eine kleine Markthalle ausgedacht, ähnlich dem in Betzingen in der Steinlachstraße realisierten konzept. Aus 200 bis 250 Quadratmetern ist Platz für drei Geschäfte im lockeren Verbund. Und wer dann hier nicht einkaufen mag, dem ist ohnehin nicht zu helfen.
Es ist ein großer Schritt für Altenburg, aber ein noch größerer für Reutlingen, das nun endlich Schluss macht mit der Lieblosigkeit und Leblosigkeit ihrer Ortsmitten in den Dorfbezirken.
Die Bürger jedenfalls waren sehr, sehr angetan von dem Konzept. Die Baufortschritte sollen übrigens synchronisiert werden mit der Erneuerung der Erlenbachverdolung unterhalb der Donaustraße. Das heißt: auch die Donaustraße soll zeitgleich verengt werden - ein Herzenswunsch nicht nur der Anwohner.
Raimund Vollmer
Bildertanz-Quelle:RV
Dienstag, 8. Dezember 2015
Montag, 7. Dezember 2015
Samstag, 5. Dezember 2015
Freitag, 4. Dezember 2015
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Reutlingen: Irgendetwas auf diesem Bild gibt es nicht mehr...
Eine Postkarte zum Stöbern und Nachdenken - und der Frage: Aus welcher Zeit sie wohl stammen mag?
Bildertanz-Quelle: Sammlung Familie Lengwin
Bildertanz-Quelle: Sammlung Familie Lengwin
Mittwoch, 2. Dezember 2015
Dienstag, 1. Dezember 2015
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