Donnerstag, 14. Januar 2016

Reutlingen 2000-2015 - Stadt in der Veränderung

Ein paar Fotos aus den Anfangstagen dieses Jahrhunderts - und schon hat sich unser Stadtbild mehr oder minder verändert. Die Alteburgstraße ist - wie wir wissen - an ihrem unteren Ende gerade besonders betroffen. Die Fotos sind von Jürgen Reich und Tanja Wack.
 Dazu müssen wir seit 2012 nichts mehr hinzufügen. Der Blick auf das Tübinger Tor hat aber gewonnen, wie wir gerne zugeben.
 Hinter dem Tübinger Tor, wo noch bis Ende der 2000er Jahre (der Zwei-Nuller-Jahre) der Parkplatz auf dem ehemaligen Bruderhausgelände alles beherrschte...
... und der alten Feuerwache, die heute ganz anderen Zielen dient, sah man noch ihre ursprüngliche Funktion an.
Bei diesem Bild sieht man andeutungsweise die jüngsten Veränderungen an dem Gebäude der BW-Bank, das - ursprünglich Sitz der LBBW, zu der die BW-Bank gehört - im vergangenen Jahr komplett saniert wurde (Marktplatz 10) und nun der alleinige Hauptsitz der BW-Bank geworden ist. Die alte BW-Bank, die am Marktplatz 9 seit den fünfziger Jahre residiert, sucht nun, wenn ich mich nicht täusche, eine neue Herausforderung. Ergänzungen und Korrekturen sehr erwünscht. Das untere Bild muss aus dem Jahr 2003 sein. Da wurde nämlich die Kreissparkasse 150 Jahre alt. Raimund Vollmer
Bildertanz-Quelle:Jürgen Reich/Tanja Wack

Dienstag, 12. Januar 2016

Luftbilder Reutlingen: der Altstadtring

Vor einigen Jahren gab Reutlingen mal einen wunderbaren Atlas über das Stadtgebiet mit allen Vororten heraus. Während das obige Bild von Ulli Wolf aus der Sammlung Bildertanz ist und mit 1934 datiert wird, ist das nächste Bild hier dem Atlas entnommen. Es zeigt Reutlingen vor 25 Jahren.
Die Strukturen von 1820, als Reutlingen sich anschickte, die Befestigungsanlagen abzubauen, zeigen, dass das Mittelalter die Moderne bislang souverän überlebt hat. Das untere Bild zeigt Reutlingen vor 60 Jahren: 1956.



Bildertanz-Quelle:Sammlung Bildertanz/Atlas Reutlingen

Sonntag, 10. Januar 2016

2016: Das Reutlinger Rathaus wird 50 Jahre alt - Hätte es damals eine Volksabstimmung gegeben...


... dann stünde heute am Marktlatz ein anderer Gebäudekomplex, oder? Das Bild entstand bei der Grundsteinlegung.

Von Raimund Vollmer 

Bei der Grundsteinlegung im Jahr 1963 ahnte Oberbürgermeister Oskar Kalbfell wohl kaum, dass dieser Neubau ein halbes Jahrhundert später wegen dessen Gestaltung immer noch in der Bevölkerung umstritten sein würde.  Aber der Stadtrat hatte es im höchsten Einvernehmen mit der Stadtverwaltung, die ja mit damals 450 Mitarbeitern in dem neuen Komplex residieren sollte, so beschlossen - und Demokratie ist in Deutschland immer zuerst repräsentative Demokratie. Kommunale Selbstverwaltung heißt bei uns niemals - wie in den USA - "kommunale Selbstregierung". Die Verwaltung steht an erster Stelle. Entscheidungen fallen von oben nach unten. Bürgerentscheide werden nicht so gerne gesehen. Dabei wird landauf, landab mit dem Scheitern der Weimarer Republik argumentiert. Ist das wirklich gerechtfertigt? 1975 - als die kommunale Neugliederung gerade in ihre Schlussphase ging - heißt es in der Frankfurter Allgemeine Zeitung über die Weimarer Republik: "Doch in keiner der Volksabstimmungen triumphierten die Radikalen, und in der zweiten Volkswahl des Reichspräsidenten erhielt Hindenburg gegen Hitler die absolute Mehrheit. Der Rückblick auf Weimar rechtfertigt nicht schlüssig das Nein zu Volksabstimmungen." Tatsächlich geht es um Macht - und wie der FAZ-Artikel vor 40 Jahren andeutet -, es geht vor allem um die Macht der Parteien. "Festen Fuß fassten die Parteien in allen Bereichen des öffentlichen Lebens, das sich vom öffentlichen Dienst über die vielen öffentlich-rechtlichen Einrichtungen bis in die Wirtschaft ausbreitet mit den Staatsbetrieben, den Landesbanken, den unzähligen kommunalen Betrieben." (FAZ, 3.5.1975, Alfred Rapp: "Herrschen die Parteien über die Wähler?")

Ob sich in Reutlingen die Bürger per Volksentscheid für die dann realisierte Architektur entschieden hätten, ist mit Sicherheit fraglich. Sie hatten bestimmt nicht so "klare", gradlinige Vorstellungen wie der sich um Modernität bemühende Stadtrat unter der Führung seines hoch angesehenen und direkt gewählten OBs. Kalbfell war zwar erstmals von der französischen Besatzungsmacht am 20. April 1945 zum Oberbürgermeister ernannt (also nicht gewählt) worden, aber er wurde dann mit großen Mehrheiten von der Bevölkerung immer wieder im Amt bestätigt. 1973 trat er zurück, als die Spuren des Alters wohl nicht mehr zu übersehen waren,. Da galt er als der dienstälteste OB im Land.
Es war die Zeit der kommunalen Verwaltungs- und Gebietsreformen, in denen die Bürger in den Dörfern letztlich in Befragungen und Anhörungen, die einen ziemlich offiziellen Anstrich bekamen, mehrheitlich darstellen konnten, ob sie einer Eingemeindung nach Reutlingen zustimmen würden. Letztlich folgten die Bürger den wohl allein bindenden Vorgaben der Gemeinderäte in den Ortschaften, die sich nach viel Au und Weh für die Eingemeindung entschieden hatten. Die Bürger ahnten, dass es dazu keine Alternative gab. Außer der Zwangseingemeindung (Beispiel: Rübgarten 1975 und Pliezhausen).
Bei uns herrscht eben die kommunale Selbstverwaltung und nicht die kommunalen Selbstregierung. Vielleicht hat es zuletzt so etwas auf Landesebene bei der Gründung des Landes Baden-Württemberg gegeben.
Denn Baden-Württemberg ist das einizige Land, das durch einen Volksentscheid (1951) entstanden ist, und dessen Bestehen durch einen weiteren Volksentscheid (1971) zwanzig Jahre später bestätigt wurde.

Bildertanz-Quelle:Richard Wagner (Foto)

Freitag, 8. Januar 2016

Wir haben da mal eine Frage: Was ist eigentlich ein Reutlinger?


 Wann immer ich in den letzten Wochen mit Menschen zusammen war, habe ich mich gefragt: Wer von Euch stammt eigentlich aus Reutlingen, und wen würde ich als typischen Reutlinger bezeichnen? Was macht überhaupt einen Reutlinger zu einem Reutlinger, eine Reutlingerin zu einer Reutlingerin? Ist er/sie so ein geselliges Wesen, wie ihn/sie diese Fotografie von 1909 aus dem Gastraum des Hotels Harmonie in der oberen Wilhelmstraße darstellt? Oder ist er/sie eher mürrisch und übergelaunt? Sind die Reutlinger nur Schwarzseher, wozu man ja manchmal angesichts der hier im Blog und auf Facebook wiedergegebenen Kommentare meinen könnte, die ja auch - wie beim Autor - nicht nur von gebürtigen Reutlinger kommen? Gibt es einen Reutlinger oder eine Reutlingerin, wie es einen Betzinger oder Betzingerin gibt? Würden den Sie von sich sagen, dass Sie ein Reutlinger oder eine Reutlingerin sind oder sich zumindest so fühlen? Wäre doch mal interessant eine solche Diskussion. Wenn Sie nicht bei Google gemeldet sind, können Sie Ihren Kommentar (auch als Nicht-Reutlinger) dazu unter Anticken des Kriteriums "Anonym" hier abgeben (bei Veröffentlichung werden Sie automatisch danach gefragt). Natürlich freut es uns, wenn Sie sich im Kommentarselbst mit Ihrem Namen oder einem Pseudonym oder einem Kürzel kenntlich machen, erleichtert ganz einfach die Kommunikation. Schade wäre es, wenn es keine Diskussion wert wäre, oder?
Sie können uns übrigens Ihre Meinung auch per Email zukommen lassen: bildertanz@aol.com
Ihr
Raimund Vollmer
Bildertanz-Foto: Sammlung Fritz Haux

DER REUTLINGER IST...

Donnerstag, 7. Januar 2016

Am Samstag eröffnen die Reichenecker ihren Dorfladen...

... und hoffen darauf, dass er dauerhaft regen Zuspruch erfahren wird. Untergebracht im Erdgeschoss des gerade um einen neuen Anstrich aufgefrischten Rathauses, belebt er das Innenleben des kleinen Dorfes am Rande des Reutlinger Universums. Wir waren am Dienstag schon einmal da, um uns umzusehen. Schon haben wir die ersten Kunden entdeckt. Die Regale füllen sich. Was noch fehlte, war die Auszeichnung der Ware mit Preisen. Doch die Kinder, die sich schon einmal vor der offiziellen Eröffnung am Samstagmorgen mit Leckereien eindecken wollten, wussten genau, was die einzelnen Süßigkeiten kosteten. Da brauchte Bügermeister Willi Igel keine Preislisten zu wälzen. Übrigens ist es wunderbar zu sehen, mit welchem Engagement die Reichenecker ihre Dorfladen-Genossenschaft begleiten. So manches Regal kommt aus eigener Produktion.

Eigentlich sollte man ja mal am Samstag in der Dorfstraße vorbeischauen...






 So sah es hier noch vor Weihnachten aus...
... und das Rathaus war im Oktober noch schwer eingerüstet...

Bildertanz-Quelle:Raimund Vollmer

Mittwoch, 6. Januar 2016

Museumstraße: Hier gab es einmal eine Art Subkultur

Jedenfalls hätte diese Parallelstraße zur Wilhelmstraße, hier ein Bild von 1974, noch bis vor kurzem alle Chancen gehabt. Doch wie es weitergeht in dieser Gasse? Ungewiss, oder?
Bildertanz-Quelle:Ursula Deutschle

Dienstag, 5. Januar 2016

Kaiserstraße: Hugo war sein Name...

Also, wenn ich es richtig in Erinnerung habe: Das Pferd gehörte zur Spedition Hasenauer, der Kutscher war Josef Deutschle. Und der Ort ist die Kaiserstraße. Wann? Vermutlich 20er, 30er Jahre.
Bildertanz-Quelle:Ursula Deutschle

Montag, 4. Januar 2016

Linie 3 mitten in Rommelsbach




Was bei Opa nicht alles an der Wand hängt: Unsere "Grüne" auf dem Weg von Rommelsbach nach Reutlingen. Beide Fotos dürften aus der Anfangszeit des Straßenbahnverkehrs der Linie 3 stammen. Das untere Bild ist mit 1928 datiert.

Bildertanz-Quelle: Ingo Wissendaner

Nachkriegszeit: Kaiserstraße und Bundeshalle


War die Kaiserstraße wirklich mal so breit? Das möchte man angesichts dieser beiden Fotos fragen. Dabei ist sie heute genau so breit wie vor 50, 60 Jahren...
Bildertanz-Quelle:Immanuel Lude

Sonntag, 3. Januar 2016

1960: Erinnerungen an die Zahnradbahn




Die gute alte "501" ist heute mehr als nur ein Museumsstück - sondern vor allem eine Einnerung an die Zukunft, in der der Schienenverkehr noch das Bild des Echaztales bestimmte.
Bildertanz-Quelle:Botho Waldorf

Samstag, 2. Januar 2016

Der Dreck des Neuen Jahres oder das Ende eines Feuerwerks



Überall liegen sie nun herum - die Reste der Neujahrs-Nacht. Wenn sich nicht - wie jedes Jahre - einige Bürger, die ganz bestimmt nicht die Verursacher sind, des Elendes annehmen, werden die Pappen erst zu Ostern verrottet sein.
Bildertanz-Quelle:Raimund Vollmer