„Jetz hogg amal no“
Eine bunte, herzhafte Mischung aus Hochdeutsch und Schwäbisch erwartet Euch am Donnerstag, 21. Mai, ab 19.00 Uhr im Ev. Gemeindesaal (Luckenäcker Weg 7, Altenburg), wenn uns Nicole Krieg im Rahmen der „Altenburger Abende“ aus ihrem Roman „Eggerhof“ vorliest. 1972 geboren bringt sie uns das Leben auf einem schwäbischen Bauernhof aus der Nachkriegszeit so nahe, als habe sie die 50er Jahre, in denen ihre Geschichte beginnt, selbst erlebt. Aber natürlich ist alles, was hier geschieht, frei erfunden. Nur: Warum kommt einem dann so manches so bekannt vor? Man riecht förmlich die Landluft, die aus Altenburg schon so lange verschwunden wäre. wenn es nicht doch am Ortsrande Reiterhöfe und bewirtschaftete Felder gäbe.
Der „Eggerhof“, von dem uns Nicole Krieg erzählt, liegt auf der Alb. Und das breite Schwäbisch, das dort gesprochen wird, ähnelt doch sehr dem, das noch in den achtziger Jahren auch in Altenburg gesprochen wurde. und das man sogar heute noch bei den „Ureinwohnern“ hören kann.
Es sind lauter Geschichten aus dem Leben, in dem es schon recht deftig zugeht. Und katholisch sind sie auch noch, die Leute rund um den Eggerhof, die noch über das Geschehen im Fernsehen staunten – wenn, 1968, Kiesinger und Strauß im Fernsehen sprachen, wenn die Studentenunruhen die Menschen auf dem Land verunsicherten oder der Vietnamkrieg mit seinen Napalmbomben.
Und dann gab es doch auch dort, im Fernseher, die heile Welt, „Im weißen Rössle“ mit „Peder“ Alexander.
Irgendwie weiß man am Ende, dass man sich zwar gerne als Zeitgenosse an diese Zeiten erinnern möchte – als Sehnsuchtsheimat – aber dann doch froh ist, in einem Altenburg von heute zu leben, das nur einen Erlenhof hat und keinen Eggerhof.
Hört doch Nicole Krieg ganz einfach mal zu! Am 21. Mai. Jeder ist willkommen. auch aus den Nachbarorten oder aus der Kernstadt. Der Altenburger Geschichts- und Heimatverein freut sich. Eintritt frei. R.V.
Foto: Nicole Krieg
Bildertanz-Quelle:

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