Donnerstag, 30. Oktober 2008

Dorfszenen aus 50 Jahren Filmgeschichte Wannweil




Mit diesem Plakat
wirbt das
Team BILDERTANZ
in Wannweil für die Veranstaltung
am 15. November 2008
in den Räumen der Firma Hipp.

Eintrittspreise:
Kinder: 1 Euro
Erwachsene: 2 Euro
Familien: 3 Euro

Siehe auch:

http://hippgmbh.de/index.php

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Pliezhausen: Hausschlachtung 1982

Eigentlich sollte es nur ein kurzer Besuch sein. Erich Frisch, engagierter Albvereinler in Pliezhausen, wollte den Film über die 100-Jahrfeier der Ortsgruppe zu Ende schneiden. Zur Ergänzung brauchte er dazu das Filmmaterial, das Mister Bildertanz an jenem Abend aufgenommen hat. Doch dann dauerte der Besuch in der Nachbargemeinde von Altenburg länger. Man kam sich näher - und allmählich wurde klar, dass es richtig tolle Typen in Pliezhausen gab. Vielleicht sogar besonders dann, wenn sie aus Franken stammen. Jedenfalls kramte irgendwann Erich Frisch eine Kiste mit mehr als drei Stunden Film hervor darunter auch eine Sequenz über eine der letzten Hausschlachtungen in Pliezhausen aus dem Jahr 1982.
Charley erzählt: Die Blutwurst und der Rohrstock
Charley erinnert dies an eine Geschichte, die ihm Anfang des Jahres erzählt worden war.
Es war in den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, als wieder einmal eine Hausschlachtung anstand. Der Sohn des Hauses, ein zwölfjähriger Lausbub, bat den Schlachter, ihm doch eine Stück Darm mit Blut zu füllen. Der Gefallen wurde ihm gewährt. Am nächsten Tag nahm er die Blutkonserve mit in die Schule. "Pass auf, wir ärgern heute den Lehrer, du steckst dir diese Blutwurst in deine Unterhose - und wenn der Lehrer dann zum Rohrstock greift..."
Der Freund ließ sich tatsächlich auf den Deal ein und verstaute die Wurst in seiner kurzen Hose. So kam es, wie es kommen musste. Nach einer heftigen Provovation griff der Lehrer zum Stock und ließ ihn derart kräftig auf dem Hinterteil des Knaben runtersausen, dass die Wurst aufplatzte und das Blut die nackten Beine hinunterströmte. Entsetzt hielt der Pauker inne. "Haben Sie denn nicht gewusst, daß er ein Geschwür am Hintern hat?" fragte der Anstifter den Lehrer. Kreidebleich entließ dieser die beiden Knaben.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Wannweil: Dorfszenen am 15.11.2008 bei Firma Hipp

Gespräch im kleinen Ratssaal: Hauptamtsleiter Volker Steinmaier hatte das TEAM BILDERTANZ eingeladen, um über das Programm am 15. November 2008 zu reden. Es steht unter dem Motto "Die Dorfstraße und andere Lichtblicke in das Leben einer Gemeinde". Zusammenschnitte aus fünf Jahrzehnten Filngeschichte Wannweils. Zum BILDERTANZ-Team in Wannweil gehören Volker Steinmaier, Dieter Ludäscher, Walter Ott, Botho Walldorf, Achim Frank, Heike Quandt und Winfried Hörnemann. Dieter - für die Verpflegung zuständig - will u.a. Fleischküchle am Abend des 15.11. servieren. Heike & Winfried, bekannt als das Tagesschau-Team, werden eine Neuauflage des Quizz "Der große Preis" moderieren.
Heftig diskutiert wurde die Möglichkeit das virtuelle Museum Wannweils um einen Blog zu erweitern. Dazu soll nach der Kehraus-Veranstaltung bei der Firma Hipp ein kleiner Workshop veranstaltet werden.

Montag, 27. Oktober 2008

Charley erzählt: Die Schrullen der Reutlinger

Er liebte Bücher über alles. Und er las sie alle - allerdings bevor er sie kaufte. So wird von einem Reutlinger erzählt, der in den neunziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts verstarb und Aberhunderte von zum Teil bibliophilen Erstausgaben hinterließ. Original verpackt. Im Prinzip ungelesen. Und doch kannte er die Inhalte sehr gut. Bevor er sie nämlich erwarb, lieh er sich die Bücher in der Stadtbücherei aus. Und weil manches der Werke noch gar nicht zum Inventar der Stadtbibliothek gehörte, überredete er mit viel Geschick und Charme die Mitarbeiter, den Erwerb des jeweiligen Buches auf die Einkaufsliste zu setzen. Dann trug er sich selbst in die Reservierungsliste ein - natürlich an erster Stelle.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Altenburg: BILDERTANZ für die Nikolauskirche

Während in Reutlingen der verkaufsoffene Sonntag, die Massen lockte, ging es im Vorort Altenburg sehr gemütlich zu. Man traf sich bei Kaffee und Kuchen im evengelischen Gemeindesaal, um sich über die notwendigen Renovierungsarbeiten der Nikolauskirche zu informieren. Rund 150.000 Euro kostet nach ersten Schätzungen die Innenerneuerung des Gotteshauses. Umrahmt wurde das von Pfarrerin Berghaus und Kirchengemeinderat vorbereitete Programm vom Posaunenchor und - wer hätt's gedacht - vom BILDERTANZ. Sehr zum Ergötzen der rund 30 Altenburger: eine Schwanensee-Inszenierung von 1989 beim Sommerfest des ev. Kindergartens. Väter hatten sich damals in weiße Tutus zwängt und hüpften nun gekonnt über die Bühne. Natürlich freuten sich die Brunnenfrauen, als sie sich selbst sahen bei der Kneippkur an Altenburgs Brunnen. Und an dem Film über das Lagerfeuer im Juli 2008 hatten die Gäste ebenso ihren Spaß wie an den historischen Aufnahmen aus der Neckargemeinde.

Samstag, 25. Oktober 2008

Elfte Veranstaltung: Finale in Gönningen

Rund 250 Mitglieder kamen am Freitagabend in die Roßberghalle nach Gönningen zum Finale der Mitgliederversammlungen der Volksbank Reutlingen. Aber der BILDERTANZ geht weiter.
Nur ist Mr. Bildertanz heute so müde, dass er keine große Lust zum Schreiben hat. Mehr später als Ergänzung.
DIE ERGÄNZUNG: Gute Veranstaltung. Publikum freute sich darüber, dass diesmal die Bilderfolge langsamer war. Erich Bader bekam viel Lob für seine Filme. Und Paul Ackermann, eigentlich als Kandidat für den Großen Preis gedacht, entpuppte sich als Co-Quizmaster für Josef Schuler, der nach seinem Bankenvortrag auch den BILDERTANZ moderierte.

Freitag, 24. Oktober 2008

Zehnte Veranstaltung: Die Feuerwehr und der Telefonjoker in Engstingen

Professsionell und schnell, analytisch klar und kompakt war der Vortrag von Josef Schuler, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Reutlingen bei der Mitgliederversammlung in Engstingen. Die Finanzkrise und deren Lösungswege wurden in ihrem globalen Zusammenhang sehr deutlich dargestellt. Und statt Medienschellte genoss Schuler diesmal das Lob der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, die die Volksbank- und Raiffeisenbankgruppe als einzigen Fels in der Brandung der deutschen Finanzwirtschaft darstellte.
Volles Haus mit rund 250 Teilnehmern hatte Filialleiter Gutbrodt zu begrüßen. Und beim BILDERTANZ-Quizz Der Große Preis stand ihm Kleinengstingens Ortsvorsteher Ulrich Kaufmman als Kandidat zur Verfügung. Kaufmann hatte mit der Bereitstellung von Filmen über die Feuerwehr den BILDERTANZ versorgt. Das Ergebnis war, dass er beim Quizz allein auf die Hilfe des Publikums angewiesen war. Auf den Telefonjoker musste er verzichten. Denn alle En gstinger seien heute hier im Saal, meinte Moderator Gutbrodt.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Neunte Veranstaltung: Eingemeindungsfest in Rommelsbach?

Nein, das war kein Fest, meinte Siegfried Thumm, Bezirksbürgermeister von Rommelsbach. Was damals, Ende Juni 1974, in der noch selbständigen Gemeinde gefeiert wurde, war auch nicht die Verabschiedung des hoch angesehenen Bürgermeisters Hans Auer. Die Tage galten dem Kreisfeuerwehrtag, denn die Rommelsbacher blickten auf 100 Jahre Feuerwehr zurück, und der Einweihung des neuen Sportplatzes. Hermann Beck hatte dieses Großereignis damals aufgezeichnet, an dessen Ende tatsächlich die ungeliebte Eingemeindung von Rommelsbach nach Reutlingen stand.
Rund 320 Mitglieder, Kunden und Gäste kamen gestern in die Wittumhalle, um nach dem Bankenvortrag durch Siegfried Arnold den voll auf Rommensbach ausgerichteten BILDERTANZ zu genießen. Im Vorprogramm lief der einstündige Eingemeindungsfilm, der im Frühjahr 2009 noch einmal allen Rommelsbächern präsentiert werden soll - als Hauptfilm. Danach ging es Schlag auf Schlag. Filialleiter Gutbrod führte auf sympathische Weise durch das Programm. Und Bezirksbürgermeister Thumm stellte sich dem Großen Preis. Gemeinsam mit dem Publikum. Als aber nach dem Pfundpreis für einen Rinderbraten gefragt wurde, da musste Thumms Frau ran. Sie ahnte den richtigen Preis: 2,98 DM. Das war 1971.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Achte Veranstaltung: Mitglieder in Betzingen mussten nach hause geschickt werden

Mit 300 Sitzplätzen war die Julius-Kemmler-Halle in Betzingen bis auf den letzten Platz besetzt. Die Schlange stand bis auf den Parkplatz. Schließlich mussten Mitglieder, die sich vorher nicht angemeldet hatten, nach hause geschickt werden. Betzingen wollte es wissen, wie es bei der Volksbank Reutlingen um ihr Geld in der Welt stand. Vorstand Siegfried Arnold schien die Betzinger mit seinem Vortrag beruhigt zu haben. Sie, die sonst immer mit kritischen Anmerkungen unterwegs sind, hatten diesmal nur eine Frage, und die hatte nichts mit der Bankenkrise zu tun.
Schon stürzten sich die Betzinger in den BILDERTANZ, der im Jubiläumsjahr (750 Jahre Betzingen) mit einigen Welturaufführungen aufwarten konnte. Dank der Filme von Erwin Digel aus den letzte 40 Jahren. Dietmar Heim, Filialleiter, moderierte die Show und das Quiz mit Dr. Joachim Haage. Endlich mal saß nicht Heim, sondern der Zahnarzt auf dem "heißen Stuhl", wie der Banker genüsslich feststellte. Mit Hilfe des Publikums löste indes der Doktor nahezu alle Fragen.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Charley erzählt: Scala, Merkur und Ben Hur


Gestern abend im "Löwen" von Sickenhausen (immer bis 20.00 Uhr - außer mittwochs - für Raucher und Nichtraucher als Club geöffnet) erfuhr Charley folgende Geschichte aus der Wirtschaftswunderzeit.
Es war die Zeit, als der 1959 gedrehte US-Monumentalschinken Ben Hur in die deutschen Kinos kam. Gezeigt wurde er auch in Reutlingens Kino Scala in der Nähe des Kaufhauses Merkur (heute Kaufhof Galeria). Die jungen Mädchen von damals trafen sich gerne am Karlsplatz. Denn hier sah Reutlingen aus wie eine Großstadt. Hier pulsierte das Leben. Der Bahnhof. Der Busbahnhof. Die Straßenbahn. Das mondäne Park-Hotel. Das gerade erst fertiggestellte Hochhaus. Vor allem aber das Kaufhaus. Da war es warm, wenn - wie jetzt - der Herbst Einzug hielt in den Straßen und Gassen der Echazmetropole. Da ließ es sich Rolltreppe fahren, ein völlig neues Gefühl des sich Erhebens über den Massen. Da war die Schallplattenabteilung, in der man die neuesten Hits probehören konnte. Da gab es Kosmetika. Als Probe. Kostenlos. So hatten sich auch an diesem Nachmittag wieder ein paar "Puppen" (sie waren mit ihren 12-13 Jahren wohl mehr Püppchen) beim Merkur versammelt, um das Neueste von Peter Kraus zu hören.
Doch das Verkaufspersonal in der Schallpalttenabteilung (im 2. Stock?) kannte inzwischen seine Puppenheimer und verjagte die Mädchen.
So verließen sie Merkur und schauten sich die Kinoplakate des Scala an. "Ben Hur" stand da. Was sich dahinter wohl verbarg? Frei ab 16 Jahren. Praktisch nur für Erwachsene, aber nicht für sie. So zogen sie zurück zum Merkur, schnappten sich dort ein paar Kosmetik-Proben, schminkten sich und kamen um Jahre gealtert auf die Karlstraße. Rechtzeitig zur Nachmittagsvorstellung. Anstandslos bekamen sie ihre Karten. Sie nahmen platz. Und dann die Enttäuschung. Nur Kampfszenen und Wagenrennen - und keine Nackerten. Dabei musste es die doch geben in einem Film, in dem das Wörtchen "Hur" vorkam...
Wollen Sie den Trailer zu Ben Hur ansehen? Klicken und gucken:
http://de.youtube.com/watch?v=8SOT0ofuscU
Foto: Familie Dittmar/Freining

Montag, 20. Oktober 2008

Betzingen: Jubiläums-Umzug im Vorprogramm

Wenn morgen in der Julius-Kemmler-Halle die Betzinger zur Mitgliederversammlung der Volksbank Reutlingen eintreffen, dann erwartet sie auf der Leinwand ein Festzug: Im Vorprogramm des BILDERTANZes zeigen wir Aufnahmen vom Jubiläums-Umzug im Juli 2008. Überhaupt steht in diesem Jahr das Programm ganz im Zeichen der 750-Jahr-Feier. Dank der Filme von Erwin Digel, dessen Sohn Klaus uns eine Fülle von Dokumenten überlassen hat.

Sonntag, 19. Oktober 2008

Gönningen: Mit Eugen Keppler durch den Ort

Neue Tafeln an den Gebäuden erzählen die Geschichte des Dorfes
Ein wenig lästig wurden ihm die Kameras schon: Denn Erich Bader, der Filmchronist Gönningens, und Raimund Vollmer, BILDERTANZ, konnten es nicht lassen, Eugen Keppler bei seinem Rundgang durch Gönningen zu filmen. Gefolgt von etwa 50 Bürgern, vornehmlich Mitglieder des Schwäbischen Albvereins, zeigte Keppler - nach einer Vorstellung durch Bürgermeister Paul Ackermann im Rathaus - bei einem Rundgang an diesem Samstagnachmittag die neuen Geschichtstafeln an den Gebäuden und historischen Stätten der Wiesaz-Gemeinde. Ein spannender, ein amüsanter Nachmittag.
Erich Bader freute sich, dass zumindest an diesem Tag einmal ein Herzenswunsch erfüllt wurde: Es war endlich mal eine zweite Kamera dabei. Mal sehen, was wir gemeinsam zusammengebracht haben. Wahrscheinlich aber werden wir mit Eugen Keppler und dem für den Samenhandel zuständigen Chronisten Wolfgang Ziegler noch einmal durch den Ort gehen müssen. An einem Sonntagmorgen. Dann, wenn der Verkehr noch schläft und es noch ruhig ist für Tonaufnahmen.

Pliezhausen: Alles unter einem Hut

Schwäbischer Albverein wird 100 Jahre alt
Klar, das haben wir gerne getan: Bilder einscannen aus 100 Jahre Ortsgruppe Pliezhausen des Schwäbischen Albvereins. Klar, das haben wir gerne getan: Fotos aus der Geschichte des Ortes bereit zu stellen. Klar, das haben wir gerne getan: All das so zu konfigurieren, dass daraus eine Präsentation wird für den "Wanderführer" Werner Arzberger. Er moderierte gekonnt den Abend in der Gemeindehalle. Und der BILDERTANZ clickte ihn durch die Stationen der Orts(gruppen)geschichte, die den rund 250 Gästen auf einer von der Volksbank Reutlingen bereit gestellten Leinwand (nebst Hochleistungs-Beamer) präsentiert wurde. Zwischendurch sketchten Laiendarsteller die Schlüsselszenen in der Geschichte des Vereins. Sie lebten die Gründungsgeschichte nach, sie erzählten vom Turmbau zu Pliezhausen (Zwei-Eichen-Turm). Eine Kindergruppe tanzte sich in die Herzen der Zuschauer. Die Seniorengruppe amüsierte das Publikum und vieles mehr. So war es nach drei Stunden Programm endlich vollbracht. Noch einmal fuhr der Omnibus herein, ein gelbes Ungetüm aus Stoff. Die Darsteller präsentierten sich noch einmal als Albverein-Chor. Das Publikum sang mit. Und der BILDERTANZ durfte endlich nach Hause gehen. Aber eigentlich war er gar nicht dabei - so wie er das ganz am Anfang gedacht hatte. Nicht nur mitzuhelfen, sondern auch mitzuwirken bei einer Veranstaltung, bei der der BILDERTANZ seine Kurzpräsentationen nutzen wollte, um für neues Film- und Bildmaterial zu werben. Einmal mehr bestätigte sich: Trotz immenser (selbstloser) Anstrengungen: Pliezhausen ist kein gutes Pflaster für den BILDERTANZ. Irgendwie schon schade.

Samstag, 18. Oktober 2008

Siebte Veranstaltung: Zahnradbahn in der Friedrich-List-Halle...

... und 651 Zuschauer bei "Abstimmung" über die Straßenbahn
Den großen Sohn der Stadt Reutlingen, Friedrich List, hätte es gefreut, als zum guten Schluss die Zahnradbahn durch "seine" Halle stampfte. Natürlich nur auf der Leinwand des BILDERTANZes, zu dem im Rahmen der Mitgliederversammlungen der Volksbank Reutlingen 651 gezählte Teilnehmer kamen. Damit war die Friedrich-List-Halle propevoll und die Bedienung hatte jede Menge zu tun, um die Gäste mit Getränken und Wurstsalat zu versorgen. Denn während das Vorprogramm zwischen 19.00 und 20.00 Uhr die Reutlinger mit Filmen aus der Vergangenheit unserer Region erheiterte, wurde -wie bei allen Versammlungen - für das leibliche Wohl gesorgt. In guter Laune zum eigentlich bösen Spiel lauschten die Mitglieder und Kunden dem Vortrag von Siegfried Arnold, Vorstand der Volksbank. Die Bankenkrise wirkte nur noch halb so schlimm. Dennoch: In der Fragerunde musste doch der eine oder andere seinem Unmut über die "Gauner" Ausdruck verleihen, die da aus Gier und Leichtfertigkeit Abermilliarden in den Sand gesetzt hätten. Da musste es jedem anständigen Banker schwer fallen zu widersprechen. Und so bekam Arnold auch seinen verdienten, kräftigen Applaus.
Doch emotional richtig heftig wurde es, als beim BILDERTANZ plötzlich die Straßenbahn in Reutlingens Wilhelmstraße auftauchte. Das Geschnatter und Gemurmele ließ ahnen, welch starke Erinnerungen und Gefühle die Reutlinger mit der Grünen verbinden. Manch einer kommentierte und kommunizierte mit seinen Tischnachbarn die Szenen auf der Leinwand derart überschwenglich, dass er drohte, die Hälfte des Films zu verpassen.
Als beim Großen Preis des BILDERTANZes die Kandidatin Marion Grafingholt, Vorsitzende des Aufsichtsrates der Volksbank Reutlingen, den Publikumsjoker zog und das Publikum abstimmen ließ, was die Reutlinger am liebsten wieder zurück hätten, war das Ergebnis mehr als eindeutig. Mit überwältigender Mehrheit - so musste Moderatorin Ulrike Reiber, Chefin der Reutlinger Hauptstelle - feststellen - votierten sie per Handzeichen für die Straßenbahn.
Aber bekommen werden sie allenfalls die Stadtbahn. Sie wird sich nie und nimmer in die Herzen der Menschen in unserer Region hineinfahren. Dazu ist es viel zu sehr ein kaltes Projekt...

Freitag, 17. Oktober 2008

Sechste Veranstaltung: Lichtensteiner, wofür stand die 97?

Georg Schiller, der Mann, der mindestens 20 Stunden Film über Lichtenstein und seine Bürger in den letzten 35 Jahren gedreht hat, stand fassungslos vor der Frage: "Wofür steht bei der Echazdampflokomotive die Bezeichnung 97?" Meinten die Lokomotiv-Hersteller aus Esslingen damit das Gesamtgewicht des schwarzen Ungetüms, seine PS-Leistung oder den Typ "Zahnradbahn"? 97 Tonnen und gleichviel PS - damit hätte die Lok weder den Schienenbus noch ihre eigenen Waggons den Traifelberg hinaufschieben können. Also Zahnradbahn. So auch bestätigt durch einen Experten im Publikum. Richtig. So ging es munter weiter beim Grossen Preis des Bildertanzes in Lichtenstein, zu dem sich rund 90 Teilnehmer eingefunden hatten. Durch das Programm führte Filialleiterin Christner, die besonders gut war, wenn sie in ihren schönen schwäbischen Dialekt verfiel. Schon ging's weiter: Da war dann nach endlich wieder einaml die Echazbahn zu sehen, eine Reise durch Lichtenstein vor 30 Jahren und früher, ein Besuch beim Gos-Garda-Fescht der siebziger Jahre und als Höhepunkt der Hochzeitsfilm von Michelle und Werner Vöhringer im Gasthaus Krone in Oberhausen 1974. Am Abend zuvor hatte der BILDERTANZ diesen Film in Pfullingen gezeigt. Prompt war Michèle Vöhringer am nächsten Morgen beim Einkaufen angesprochen: "Du, ich habe gestern deine Hochzeit gesehen..."
Zuhause bin ich weltberühmt. So heißt das Motto des BILDERTANZes. Es wurde bestätigt.
Erstmals in diesem Jahr hielt Siegfried Arnold, Vorstand der Volksbank, seinen Vortrag über Bankenkrise und Geschäftsentwicklung in Reutlingen. Auch hier: Beruhigend zu erfahren, dass die Volksbank auch nicht annähernd gefährdet ist, sondern sich tapfer in ihrem Markt behauptet.

Donnerstag, 16. Oktober 2008

Fünfte Veranstaltung: Mit der Straßenbahn durch die Pfullinger Halle

Das hatte es bislang noch nirgendwo gegeben: Mitten im Acht-Minuten-Film über die Straßenbahn applaudierten die Zuschauer. Dabei kam für sie das Beste noch. Hatten sie sich bis dahin an der Linie 1 (nach Eningen) ergötzt, fuhr nun zur Melodie "Tränen lügen nicht" von Michael Holm die Linie 2 nach Pfullingen und zurück. Ein Heimspiel. Schon der Film über die Zahnradbahn, die jahrzehntelang auch durch Pfullingen dampfte und dieselte, hatte sie entzückt. Als Ernst Hauf, Kandidat beim Großen Preis des Bildertanzes, das Publikum abstimmen ließ, was sie am liebsten wieder zurück hätten, war das Votum klar: die Grüne.
Knapp 300 Teilnehmer zählte die Volksbank Reutlingen bei ihrer Mitgliederversammlung, dass offensichtlich inklusive Vortrag über die Bankenkrise durch Vorstand Erik Grahneis sehr viel kurzweiliger war als das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Wales. Dort stand es am Ende 1:0. Doch in den Pfullinger Hallen war jeder Programmpunkt ein Treffer.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Vierte Veranstaltung: Pliezhausen und der Kopf

Diese Frage genoss Marianne Kimmerle aus Pliezhausen: Weshalb hatte Bürgermeister Otwin Bruckner in den siebziger Jahren das neue Rathaus bauen und das alte abreissen lassen? Weil das Rathaus ein modernes Dienstleistungszentrum haben und sein wollte? Weil die Gemeinde zu viel Geld hatte, oder ganz einfach deshalb, weil sich der Bürgermeister an den niedrigen Balken des alten Rathauses ständig den Kopf stieß? Natürlich war letzteres der Grund, meinte die ehemalige Rathausangestellte, die am Dienstagabend die Kandidation beim Großen Preis des Bildertanzes war. Tanja Burgsthaler, Chefin der Filiale Pliezhausen, führte durch das Programm, und sie machte ihr Sache sehr gut. Zu sehen bekamen die knapp 300 Teilnehmer der Mitgliederversammlung eine ganze Menge. Werner Schweiger bot einen Streifzug durch Pliezhausen vor 30 Jahren - ergänzt um Fotos aus der Sammlung "Ahnenhaus". Die Hochzeit von Annemarie Rauscher und Hermann Kurtz aus Altenburg freute vor allem die Gäste aus der Nachbargemeinde. Das Hochwasser von 1978 von Walter Röhm beeindruckte ebenso wie die kostbaren Aufnahmen über das Neckartal der fünfziger Jahre von Alfred Betz aus Pfullingen.
Dessen Film über Pfullingen wird übrigens bei der Mitgliederversammlung am heutigen Mittwoch in den Pfullinger Hallen im Mittelpunkt des Programms stehen.
Erik Grahneis, Vorstand der Volksbank Reutlingen, hatte zuvor die Ursachen und Auswirkungen der Finanzkrise erläutert. Eifrig war darauf hin nachgefragt worden. In einem mehr als Statement dennn als Frage ausgelegten Beitrag eines Mitgliedes kam natürlich auch die Managerschelte zum Ausdruck. Insgeheim hätte da so mancher Teilnehmer gerne geklatscht...

Dienstag, 14. Oktober 2008

Friedrich der Große in Wannweil


Bothos Bildertanz-Kiste
Beinahe wäre diese Meldung durchgerutscht: Bei der Mitgliederversammlung in Wannweil hatte Botho Walldorf, mit Walter Ott Chronist des Echazdorfes und Mitglied im Team Bildertanz, ein Kistlein mit Fotos mitgebracht. Darunter Kostbarkeiten aus der jüngeren Geschichte Wannweils und Umgebung. Sogar die Überführung der sterblichen Reste Friedrichs des Großen per Eisenbahn (1991) hat Botho dokumentiert. Man sieht wie der Zug durch Wannweil rauscht - Richtung Potsdam.

Montag, 13. Oktober 2008

Straßenbahn: Fuhren die Busse auf ihre Kosten?

Nachdem 1967 die Straßenbahnen nach Betzingen und 1970 die nach Altenburg eingestellt und durch Busse ersetzt worden waren, waren die Reutlinger Verkehrsbetriebe dazu übergegangen, die Kosten für die Busse unter der Rubrik "Straßenbahn" zu buchen. Auf diese Weise verschlechterten sich die Wirtschaftlichkeit der Grünen und verbesserte sich die der Omnibusse. Dies berichtete jetzt ein Reutlinger Bürger, der darum bat, nicht namentlich genannt zu werden. Die Straßenbahn ist also immer noch ein heißes Eisen.

Marianne Kimmerle und Der Große Preis

Sie ist in gewisser Weise die Stimme Pliezhausens: Marianne Kimmerle. In der Anfang der neunziger Jahre neu aufbereiteten Version des Heimatfilms über Pliezhausen, der in den fünfziger Jahren gedreht wurde, ist sie die Sprecherin. Mit viel Humor und Witz kommentierte Marianne Kimmerle das Geschehen auf der Leinwand. Beim sonntäglichem Treffen zur Generalprobe in der Gemeindehalle in Pliezhausen, wo der Schwäbische Albverein am Samstag sein 100jähriges Bestehen feiert, erklärte sie sich bereit, am Dienstag bei der Mitgliederversammlung der Volksbank Reutlingen die Rolle der Kandidatin in unserem beliebten Spiel "Der Grosse Preis" zu übernehmen. Der BILDERTANZ dankt.