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Mittwoch, 18. Juni 2014
Samstag, 17. Mai 2014
Samstag, 10. Mai 2014
1945: Die Zerstörung einer Stadt - Bilder aus der Tübinger Vorstadt
Thomas Zepf aus Pfullingen sandte uns diese Bilder zu. Er schreibt: "Mein Vater war gebürtiger Reutlinger und ist auf der „Bloos“ in den Eisenbahnerhäusern aufgewachsen. Die Bilder aus der Tübinger Vorstadt brauchen von mir wohl nicht kommentiert zu werden." In der Tat - da ist man sprachlos.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Thomas Zepf
Freitag, 2. Mai 2014
April 1945: Reutlingen und die Bilanz eines Krieges
Es gibt Städte, die es schlimmer erwischt hat als Reutlingen. Trotzdem war auch hier der Schaden durch die Bombenangriffe erheblich. Elf Prozent der Häuser waren total zerstört, vier Prozent waren schwer beschädigt, 32 Prozent hatten zumindest leichte Schäden davongetragen. Die Hotels wie "Kronprinz", "Adler", "Post", "Traube" gab es nicht mehr. Die Gebäude der Geldinstitute wie Volksbank, Dresdner Bank und Bankhaus Ruoff bestanden nur noch aus Trümmern. Zerstört waren auch die Listhalle, die große und die kleine Turnhalle an der Rennwiese. Nur noch Ruinen erinnerten daran, dass am Marktplatz einmal ein sehr schönes Rathaus stand. Geschäftshäuser waren verschwunden. Überall Trümmerberge. 170.000 Kubikmeter Schutt. Die Karlstraße war eine Kahlstraße.
Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner
Der Bahnhof in zwei Hälften geschlachtet. Tausende Menschen ohne Obdach - und alsbald setzten die Flüchtlingsströme ein. Keine gute Situation vor nunmehr bald 70 Jahren. Allein beim dritten Bombenhagel, am 1. März 1945, der um 14.03 Uhr einsetzte, stürzten 600 Sprengbomben und 1100 Stabbandbomben auf unsere Stadt hernieder. 74 feindliche Bomber donnerten über Reutlingen hinweg. 121 Menschen starben, 72 Bürger wurden verletzt, 500 Menschen waren danach ohne Dach über dem Kopf. 175 Großbrände machten sechs Fabriken dem Erdboden gleich, zwei weitere wurden massiv getroffen. Insgesamt seien 2500 Sprengbomben auf Reutlingen abgeworfen worden. Die Gebäude der Firma Gminder an der Bismarckstraße brannten lichterloh. Selbst der Bunker am Bahnhof konnte der Zerstörungskraft der Bomben nicht widerstehen. Nur wenige Menschen, die in den Bunker geflüchtet waren, konnten sich retten. Insgesamt starben 407 Menschen, Kinder, Frauen und Männer, in den drei Bombenhageln, 438 wurden schwer verletzt.
Ulrich Gminder hatte hier an der Karlstraße Fabriken. Ein Schornstein war alles, was übrig blieb.
Die Karlstraße - ein einziges Trümmerfeld, in den 50er Jahren hatte sich Reutlingen hier eine Allee geschaffen, aus der man auch eine Prachtstraße hätte machen können. (Bild unter: Martin Klaus)
Wo Haux wiedererstand, heute Zinser residiert - der Marktplatz nach den Zerstörungen im März 1945.
Die Reste eines ehedem imposanten Rathauses-
Bildertanz-Quelle: Neues Leben aus Ruinen (1955)/Bildertanz-Sammlungen
Bildertanz-Quelle: Sammlung Bert Wagner
Der Bahnhof in zwei Hälften geschlachtet. Tausende Menschen ohne Obdach - und alsbald setzten die Flüchtlingsströme ein. Keine gute Situation vor nunmehr bald 70 Jahren. Allein beim dritten Bombenhagel, am 1. März 1945, der um 14.03 Uhr einsetzte, stürzten 600 Sprengbomben und 1100 Stabbandbomben auf unsere Stadt hernieder. 74 feindliche Bomber donnerten über Reutlingen hinweg. 121 Menschen starben, 72 Bürger wurden verletzt, 500 Menschen waren danach ohne Dach über dem Kopf. 175 Großbrände machten sechs Fabriken dem Erdboden gleich, zwei weitere wurden massiv getroffen. Insgesamt seien 2500 Sprengbomben auf Reutlingen abgeworfen worden. Die Gebäude der Firma Gminder an der Bismarckstraße brannten lichterloh. Selbst der Bunker am Bahnhof konnte der Zerstörungskraft der Bomben nicht widerstehen. Nur wenige Menschen, die in den Bunker geflüchtet waren, konnten sich retten. Insgesamt starben 407 Menschen, Kinder, Frauen und Männer, in den drei Bombenhageln, 438 wurden schwer verletzt.
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| Alles neu - und doch schon wieder verschwunden oder totalverändert. |
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| Im Hintergrund entstand das Parkhotel, heute hat sich hier der Kronprinzenbau einbetoniert: am Listplatz. (Bild oben: Michael Thiel) |
Ein einziges Trümmelfeld: die Karlstraße 1945
Ulrich Gminder hatte hier an der Karlstraße Fabriken. Ein Schornstein war alles, was übrig blieb.
Die Karlstraße - ein einziges Trümmerfeld, in den 50er Jahren hatte sich Reutlingen hier eine Allee geschaffen, aus der man auch eine Prachtstraße hätte machen können. (Bild unter: Martin Klaus)
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| Auferstanden: Haux |
| Nach der Einweihung 1966: Das neue Reutlinger Rathaus, das inzwischen sogar unter Denkmalschutz steht - und damit sakrosankt ist gegenüber jeder Kritik... Bildertanz-Quelle: Richard Wagner |
Bildertanz-Quelle: Neues Leben aus Ruinen (1955)/Bildertanz-Sammlungen
Samstag, 7. Dezember 2013
Alteburgstraße 5: Abbruch der Moderne
Eine kleine Reutlinger Baugeschichte zur Erinnerung an das Gebäude Riehle und Kleinecke an der Alteburgstraße 5, das bald abgerissen wird:
In den 1930er Jahren wurde in Reutlingen an der Alteburgstraße ein modernes Wohn- und Geschäftsgebäude gebaut. Es wurde lange Zeit von der Firma Riehle und Kleinecke betrieben, die unter anderem Gartenzubehör verkauft haben. In den letzten Jahren stand es leer, es wurde von Vandalen im Innenbereich stark zerstört. Damals, zur Bauzeit, war es hochwertig eingerichtet. Es besaß bereits eine Zentralheizung mit Heizkörpernischen und hochwertige Heizkörperverkleidungen aus Holz, ein "Damen-Büro"... und und.
Sie kennen es sicherlich:
Das Vorbild für dieses Gebäude war unter anderen die "moderne Architektur" der damaligen Zeit: Zum Beispiel die Gebäude von Erich Mendelsohn, einem damaligen "Star-Architekten", der sehr schwungvolle Fassaden mit Rundverglasungen gebaut hatte, wie 1928 das Kaufhaus Petersdorff in Breslau.
Das Gebäude an der Alteburgstraße hatte zwar ein "konservatives" Satteldach. Mit der Rundverglasung am Eingang jedoch war es für Reutlingen in Anbetracht der Tatsache, dass etwa 100 m weiter das Fachwerk-"Klein-Venedig" stand, ultra-modern. Wenn man sich das Gebäude dazu noch mit Flachdach vorstellen mag, bemerkt man, dass es weit und breit eine gestalterische Ausnahmeerscheinung war:
Bild oben: Rundverglasung am Eingangsbereich.
Bild oben: Moderne Fassade mit viel Glas, und ein moderner Schriftzug...
Bild oben: Eingangstor, mit streng geometrischer Gestaltung.... und...die Bezüge zur damaligen Kunst und heutigen Kunstgeschichte: Bild oben rechts: Gemälde von Piet Mondrian, Komposition, 1937-1942.
Bild oben: Schwungvoller Handlauf am Treppenaufgang.
Bilder der Innenräume:
Bild oben: Ein bisschen künstlerisch: Treppenaufgang vom Obergeschoss ins Dachgeschoss.
Bild oben: Wir nennen es einfach "Damenbüro".
Bild oben: Eingang mit Marmorverkleidung.
Bild oben: Einbau-Küchenschrank.
Bild oben:
Dieses Gebäude hätte man - aufgrund seiner Top-Lage in der Nähe der Stadthalle - gut für einen außergewöhnlichen Laden oder ein Café umnutzen können.
(c) Bilder: M. Kurz
In den 1930er Jahren wurde in Reutlingen an der Alteburgstraße ein modernes Wohn- und Geschäftsgebäude gebaut. Es wurde lange Zeit von der Firma Riehle und Kleinecke betrieben, die unter anderem Gartenzubehör verkauft haben. In den letzten Jahren stand es leer, es wurde von Vandalen im Innenbereich stark zerstört. Damals, zur Bauzeit, war es hochwertig eingerichtet. Es besaß bereits eine Zentralheizung mit Heizkörpernischen und hochwertige Heizkörperverkleidungen aus Holz, ein "Damen-Büro"... und und.
Sie kennen es sicherlich:
Bild oben: Rundverglasung am Eingangsbereich.
Bild oben: Eingangstor, mit streng geometrischer Gestaltung.... und...die Bezüge zur damaligen Kunst und heutigen Kunstgeschichte: Bild oben rechts: Gemälde von Piet Mondrian, Komposition, 1937-1942.
Bild oben: Schwungvoller Handlauf am Treppenaufgang.
Bilder der Innenräume:
Bild oben: Ein bisschen künstlerisch: Treppenaufgang vom Obergeschoss ins Dachgeschoss.
Bild oben: Wir nennen es einfach "Damenbüro".
Bild oben: Eingang mit Marmorverkleidung.
Bild oben: Einbau-Küchenschrank.
(c) Bilder: M. Kurz
Freitag, 29. November 2013
Abriss: Der bedauerliche Abriss des GWG-Gebäudes, Alteburgstraße, Reutlingen:
Wenn Sie sowieso bald in Reutlingen sind, um einzukaufen, machen Sie doch einen Spaziergang zur Alteburgstraße: Sie sehen dort - nicht mehr lange - das "GWG-Gebäude", das zu den wenigen öffentlichen Gebäuden der Stadt Reutlingen gehört, das während der Hitlerzeit gebaut wurde.
Das Gebäude wird bald abgerissen. Obwohl es von der Denkmalpflege lange als Prüffall angesehen wurde. Erbaut wurde es in den 1940er Jahren von dem Architekt Krenn. Erst war es Elektrizitätswerk, dann Rathaus-Ersatz, dann GWG-Hauptgebäude bis 2013.
Da die Architektur der Hitler-Zeit ein wenig aufgearbeitetes und "beleuchtetes" Thema ist, können Sie sich einen Eindruck über die Architektur und Innenarchitektur dieser Zeit verschaffen:
Das Überraschende und Erstaunliche an dem Gebäude ist, dass die originale Innenraumgestaltung der 1940er Jahre eine äußerste Eleganz zeigt, die man der Architektur der "Kriegszeit" nicht zugetraut hätte. Der Stadt Reutlingen, uns, und unseren Bürgervertretern wird also das letzte öffentliche Gebäude aus dieser Ära verlorengehen. Wir möchten unseren Bürgervertretern ganz stark ans Herz legen, stadtbildprägende Gebäude beim "nächsten Mal" zu erhalten.
Bild oben: Ist das nicht elegant gelöst? Originale Einbauschränke mit Einbauwaschbecken.
Bild oben: GWG-Gebäude, Kellergeschoss: Ehemaliger Luftschutzbunkerraum, mit Stahltüren, übrigens hergestellt von der Reutlinger Firma Hess. Ein Fall für das Industriemagazin?!
(c) Bilder: M. Kurz
Samstag, 22. Oktober 2011
Vor 60 Jahren: Hooverspeisung in Reutlingen
Da wir dieser Tage dazu einen Leserbrief erhielten, veröffentlichen wir diesen Beutrag heute nochmals:
Der frühere amerikanische Präsident Herbert Hoover, der während des Crash von 1929 regiert, reiste nach dem Zweiten Weltkrieg in das zerstörte Deutschland und organisierte die nach ihm benannte, "Hoover-Speisung", durch die möglichst jeder Schüler in der amerikanischen Zone in der Schule eine Mahlzeit bekam. Das Dokument links, unterschrieben vom damaligen Oberbürgermeister Oskar Kalbfell, ging an die Eltern mit dem Ziel, diese über die Hoover-Speisung in 1949 zu informieren. Übrigens war 1949 auch das Jahr, in dem Hoover Ehrenbürger der Stadt Reutlingen wurde,
Hoover war von 1929 bis 1933 der 31. Präsident der Vereinigten Staaten.
(Durch Anklicken erhalten Sie eine vergrößerte Version)
WER KANN SICH NOCH AN DIE HOOVER-SPEISUNG ERINNERN?
Bitte in der Kommentarzeile melden oder anrufen: 07121-67511 (Raimund Vollmer)
Donnerstag, 17. Juni 2010
Dieses Foto stammt aus Wismar.
Aber irgendwo in Reutlingen hat JR in den letzten Jahren ein identisches Exemplar gesehen. Wer weiß wo?
Auch darüber gehen viele Menschen achtlos hinweg. Ältere verbinden mit diesen Einstiegen in Schutzräume - meist Keller von Häusern - Erinnerungen an fürchterliche Bombenangriffe. Finden konnte man diese Deckel mit Hilfe von weißen Pfeilen an Hauswänden. An der Ecke Kaiserstraße /Urbanstraße kann man noch einen solchen Pfeil sehen.
+(143_2).jpg)
Auch darüber gehen viele Menschen achtlos hinweg. Ältere verbinden mit diesen Einstiegen in Schutzräume - meist Keller von Häusern - Erinnerungen an fürchterliche Bombenangriffe. Finden konnte man diese Deckel mit Hilfe von weißen Pfeilen an Hauswänden. An der Ecke Kaiserstraße /Urbanstraße kann man noch einen solchen Pfeil sehen.
+(143_2).jpg)
Dienstag, 3. November 2009
Da sage einer noch mal, die Handys hätten keine Schnur...
Mittwoch, 7. Oktober 2009
1947 in Pfullingen: Erinnerungen an die Besatzung (Video 1)
Dieter Frank, übrigens viele Jahre Polizist in Lichtenstein, erinnert sich an die Nachkriegszeit und an das Verhalten der Franzosen, die von den Deutschen Respekt erwarteten - und durchsetzten.
Bildertanz-Film: Raimund Vollmer
Donnerstag, 24. September 2009
Pfullingen 1945: Sirenen zur Einschulung
Montag, 7. September 2009
1948: Als Großreutlingen wieder ganz klein wurde...


... da hatte ihr Oberbürgermeister Oskar Kalbfell dies vor allem einem Mann zu verdanken: Jakob Staiger (1888-1964( aus Pfullingen. Nachem die Orte Altenburg, Degerschlacht, Eningen, Honau, Oferdingen, Ohmenhausen, Reicheneck, Rommelsbach, Sickenhausen, Unterhausen und Wannweil nach dem Krieg eingemeindet worden waren, kämpfte Staiger leidenschaftlich für die Rückkehr zur Selbständigkeit. Heute - 35 Jahre nach der neuerlichen Eingemeindung im Rahmen der Gebiets- und Verwaltungsreform - sind nur noch Eningen, Lichtenstein (Unterhausen, Honau), Pfullingen und Wannweil selbständig. Jakob Staiger wurde zwar wegen dieser Ruhmestat nicht Bürgermeister von Pfullingen (das wurde Gustav Fischer), aber nichtsdestotrotz würdigt ihn der Geschichgtsverein Pfullingen den vor 45 Jahren verstorbenen als "ehemaligen Missionar, Mineralwasserhändler, Gastwirt (Lamm) und engagierten Kommunalpolitiker" im Internet.
Montag, 27. Juli 2009
Freitag, 12. Dezember 2008
1940er: Blick auf Reutlingen
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